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Übersicht 2010


06.12.10:  Rückblick Hands on the Wheel Night
02.11.10:  Rückblick 4th Open Stage Night
05.10.10:  Rückblick Hambones Night
13.04.10:  Rückblick Eveīs Apple Night
02.03.10:  Rückblick Soul & Pop Night
02.02.10:  Rückblick Blues Night
19.01.10:  Ehrenpreis für Southside Jam
11.01.10:  Livemusikauftakt 2010 in Nienburg
05.01.10:  Rückblick Stones Night




06.12.10: Rückblick Hands on the Wheel Night

Bei der Hands on the Wheel Night war es zwar nicht ganz so voll, wie bei den letzten Southside Jams (was zum einen sicherlich mit den schwierigen Wetterverhältnissen, zum anderen mit der Vorweihnachtszeit zusammenhängen dürfte), dafür bekamen die Anwesenden mit unserem Gast Tom Ripphahn ein besonderes musikalisches Highlight geboten. Doch zuvor präsentierten wir mit der Houseband nach dem obligaten "T-Bone-Shuffle" wieder eine Reihe "neuer" Songs: Pepe hatte sich außer dem gospelartigen "Sweet Inspiration" einen mehr oder weniger vergessenen Hit aus den 60ern ausgesucht: "96 Tears" von "Questionmark & The Mysterians" mit Farfisa Schweineorgelsound und Beat-Posings von Marc und Chrille kam schön schräg daher, Chrille besang mit "Set me free" von "Los Lobos" eine Dame namens "Rosa Lee", Marc gab mit "Dim Lights, Thick Smoke and Loud Loud Music" seine Reminiszenz an seine Lieblingskneipe zum besten, und Ecki hatte mit einem neuen eigenen Song den "Mess around Blues".

Tom Ripphahn
Tom als sensibler Balladensänger...

Tom Ripphahn
...und sperriger Rocker

Den zweiten Set bestritt unser Gast Tom Ripphahn allein. Mit Akustikgitarre, E-Gitarre, Dobro und Mundharmonika bewaffnet legte er einen spannenden Auftritt hin, der einen weiten Bogen zwischen sensiblen Balladen (u.a. "Poncho and Lefty" von "Townes van Zandt") und sperrigen Rocktiteln spannte, wobei er mittels verzerrter Dobro und Loops noise-artige Soundwände schuf. Ein Höhepunkt war sicherlich der Titelsong seines ersten "Hands on the Wheel" Albums "Restless Heart". Mit dieser Band hatte Tom in den neunziger Jahren zusammen mit Topacts wie "Bob Dylan" und "Joe Cocker" halb Europa bereist und insgesamt vier Alben u.a. für die "EMI" eingespielt. Daß er nach vielen Jahren Produzententätigkeit nun auch wieder vermehrt live spielen und sogar eine neue CD aufnehmen wird, freut uns sehr, denn er ist sowohl als Sänger als auch als Songwriter eine Ausnahmeerscheinung.

Wie üblich wurde im dritten Set dann gemeinsam gejammt. Los ging es mit "John Hiatts Slow Turning", es folgten viele eigene Songs von Tom ("Cold Flame", "Sold down the River", "Donīt wanna be your Lover", "Going through Hard Times") und mit dem "Velvet Underground" Klassiker "Waiting for the Man" eine Nummer, bei der wir ordentlich das Haus rockten und allen die Gehörgänge freipusteten. Zum Abschluß gab es noch "Who do you love" von "Bo Diddley", womit wir ein zufriedenes Publikum und uns selbst in die kalte Winternacht und die bevorstehenden Feiertage entließen. Wir freuen uns auf die kommenden Jamsessions im neuen Jahr. Bis dahin allen Fans und Freunden des Southside Jams fröhliche Feiertage und ein hervorragendes Jahr 2011!

Tom Ripphahn und die Houseband
Tom Ripphahn und die Houseband

Tom Ripphahn und die Houseband


Wir sagen DANKE an Robby Ballhause (alle Fotos dieses Berichts), Katja Schulz (Videomitschnitte), Martina Maschke (Hutsammlung und Organisation) und alle treuen Fans und Freunde des Southside Jams und die, die es noch werden wollen!



02.11.10: Rückblick 4th Open Stage Night

Zum vierten Mal luden wir zur Open Stage Night ein, und die Resonanz war wieder einmal sensationell. Es meldeten sich so viele jamwütige MusikerInnen an, daß wir anfangs Sorge hatten, es könnte der / die eine oder andere nicht mehr zum Zuge kommen. Und nicht nur Aktive, sondern auch viele Zuschauer waren von Beginn an da, sodaß es mal wieder richtig kuschelig wurde. Den Anfang machten wir wieder mit der Houseband, dieses Mal frühzeitig unterstützt von den Gastsängerinnen unserer aktuellen CD Next Please Tina Lux und Martina "Fuchs" Maschke. Leider gibt es davon keinerlei Fotomaterial, unser Haus- und Hoffotograf Robby Ballhause, der uns regelmäßig mit erstklassigen Fotos versorgt, weilte noch woanders. Schade eigentlich, wo doch beide Ladies nicht nur stimmlich, sondern auch optisch einiges zu bieten haben.

Jael Jones und Band
Dirk Schröter, Jael Jones und Pitter Schwaar

alle Fotos dieses Berichtes: Robby Ballhause
Danach ging es Schlag auf Schlag im steten Wechsel auf der Bühne weiter: Es gab filigrane Singer/Songwriterbeiträge vonUlf Hartmann und Benjamin Kaiser, erdigen Blues von Conny Conrad & Andy Bullet, jazzige Sounds mit der Sängerin Jael Jones, verstärkt durch eine Backingband mit Pitter Schwaar (Git.), Dirk Schröter (Dr.) und Teilen der Houseband, waschechten Rockabilly mit Mickey Keller and the Spitfires und Oldies mit Klaus Heidenreich und Royīs Guys, einer Band um unseren Dauerbesucher Roy Bush. Ebenfalls schon das eine oder andere Mal dabei war Sängerin Diana Preuss, die mit dem New Yorker Sänger Johnny Tune ihre neue bulgarische Band mit ihrem Mann Sascho Demiroff (Dr.), Bassist Gregor Dobrew (sieben Saiten!!) und Gitarrist Emil Gemediew präsentierte. Authentischer Chicago Blues wurde gegen Ende von unserem ehemaligen Time Out Blues Band Sänger Charley Kaitatzis und seiner Band mit James Steiner (Git.) und Ingo Rennemann (Dr.) geboten, bevor Sängerin Dalia mit einem selbstkomponierten Song den Schlußpunkt hinter einen gelungenen, abwechslungsreichen und äußerst harmonischen Abend setzte.
Jael Jones
Jael Jones

Ulf Hartmann
Ulf Hartmann

Benjamin Kaiser
Benjamin Kaiser

Mickey Keller and the Spitfires
Mickey Keller and the Spitfires

Pitter Schwaar
Pitter Schwaar und Marc Hothan

Klaus Heidenreich
Klaus Heidenreich

Dalia
Dalia

Diana Preuss
Diana Preuss

Johnny Tune
Johnny Tune

Emil Gemediew
Emil Gemediew

Roy Bush
Roy Bush

Charley Kaitatzis
Charley Kaitatzis

James Steiner
James Steiner

Wir bedanken uns bei allen MusikerInnen, die an dieser vierten Open Stage Night teilgenommen haben, und bei allen Zuschauern, die uns teilweise schon so lange die Treu halten. Großer Dank geht auch an Robby Ballhause für die Fotos und an Martina Maschke, die wie immer die Hutsammlung durchgeführt hat. Die Sammlung der Open Stage Night wird übrigens zur Finanzierung einer neuen Audioanlage verwendet, die demnächst fest im Pindopp installiert werden wird. Wir danken an dieser Stelle allen denjenigen, die etwas gegeben haben. Außerdem möchten wir nochmals auf unsere CD Next Please hinweisen, deren kompletter Verkaufserlös an Teen Spirit Island gespendet wird. Um einen vierstelligen Betrag überweisen zu können, müssten noch mindestens 19 CDs verkauft werden. Denkt daran: Weihnachten naht mit Riesenschritten, und die CD eignet sich auch bestens als Geschenk.



05.10.10: Rückblick Hambones Night

Unsere Herbst / Wintersaison 2010 / 2011 begann mit einem echten Knaller. Mit den Crazy Hambones hatten wir drei hochklassige, internationale Spitzenmusiker zu Gast. Doch bevor Henry Heggen (Vocals, Harp), Ryan Donohue (Guitar, Vocals) und Micha Maas (Drums, Vocals) das Publikum mit ihrem rauhen, archaischen Sound in den Bann zogen, präsentierten wir ein paar Songs unserer neuen CD Next Please, was den einen oder anderen durchaus dazu animierte, ein Exemplar mitzunehmen. Der gesamte Ertrag der CD kommt bekannterweise der Einrichtung Teen Spirit Island zugute, und wir hoffen, Ende des Jahres einen vierstelligen Betrag überreichen zu können. Helft uns bitte dabei, und greift zu! Die CD eignet sich auch bestens zum Verschenken.

Hambones Night Crazy Hambones

Der zweite Set gehörte ganz unseren Gästen. Und die liefen von Anfang an zur Hochform auf. In bester Spiellaune und mit viel positiver Energie spielten die drei Wahlberliner Klassiker wie "Have a good time" und "My Baby", Eigenkreationen wie "Hole in the Roll" von ihrer gleichnamigen aktuellen CD oder Ungewöhnliches wie "Twelve Gates to the City" im staubtrockenen A-capella-Arrangement allein zum Drumgroove. Ihre drei Stimmen, Michas grooviges Rhythmusfundament, Ryans hypnotische (Slide)-Gitarre und Henrys virtuoses Harpspiel reichten aus, um die Zuschauer mit- und von den Stühlen zu reißen. Ein Klasse Auftritt eines bestens eingespielten Teams!



Foto links:
The Crazy Hambones
Hambones Night Ryan Donohue
Ryan Donohue

Hambones Night Micha Maas
Micha Maas

Hambones Night Henry Heggen
Henry Heggen

Im dritten Set wurde dann wie immer gemeinsam gejammt, und wie es sich für eine amtliche Bluessession gehört ohne jegliche Absprachen. Frontman Henry übernahm wie von ihm nicht anders zu erwarten souverän das Steuer und navigierte uns alle sicher und mit viel Spaß durch die Untiefen diverser Zwöftakter, Ryans und Marcs Gitarrenspiel ergänzte sich vom Feinsten, und Pepe übernahm bei "Love her with a feeling" die Rolle des Frontsängers, nachdem er Micha die Sticks überlassen hatte. Alle hatten einen Riesenspaß, sowohl auf als auch vor der Bühne, sodaß wir uns sehr auf die kommenden Jams der Saison freuen. Wer sich einen Überblick über die nächsten Veranstaltungen verschaffen möchte, clickt hier.

Foto rechts:
The Crazy Hambones & The Southside Jam Houseband
alle Fotos dieses Berichtes: Robby Ballhause
Hambones Night Jamsession



13.04.10: Rückblick Eveīs Apple Night

meike koester (kein Druckfehler: sie schreibt sich klein) war unser letzter musikalischer Gast vor der Sommerpause. Sie gehört entgegengesetzt zu ihrer Schreibweise zu den Großen in der hiesigen Singer/Songwriterszene, tourt (nicht nur) durch Deutschland und bringt regelmäßig CDs auf ihrem eigenen Label Eveīs Apple heraus, was uns dazu bewog, diesen Abend Eveīs Apple Night zu nennen.

Eveīs Apple Night Southside Jam Houseband
Die Southside Jam Houseband

Wir eröffneten den Abend wie immer zunächst allein mit einer Reihe bislang ungehörter Stücke. Pepe hatte sich mit "Lonesome" und "The Wanderer" zwei Shuffles ausgesucht, Chrille übernahm mit der Hank Williams Nummer "Lost Highway" die Countryabteilung, Ecki steuerte mit "Do the Rumba Boogie" einen neuen eigenen Titel bei, und Marc gab den Bluesklassiker "My Baby" zum Besten, gegen Schluß mit freien Improvisationen über Wurstverkäuferinnen inklusive Publikumschor und Zwangsmundharmonikasolo.

Den zweiten Set gestaltete unser Gast meike koester alleine. Sie spielte ausschließlich selbstgeschriebene Songs von ihren diversen CDs und zog die Zuschauer mit Stimme und Gitarre sofort in ihren Bann. Die Leute hingen an ihren Lippen und lauschten andächtig den mal englischen, mal deutschen Texten. Obwohl es wie immer knackevoll war, hätte man bei den leisen Passagen die berühmte Stecknadel fallen hören können.

meike spannte einen großen dynamischen Bogen, ließ es an einigen Stellen richtig rocken, und zeigte sich dann wieder von einer leiseren, zerbrechlichen Seite. Dieses Wechselbad der Gefühle ließ ihren Soloset wie im Fluge vorübergehen und machte allen Lust auf mehr.

Nach einer nur kurzen Pause ging es dann in größerer Besetzung weiter. Im zweiten Anlauf hatten wir bei "Tell the Universe" auch das richtige Tempo, und ab dann liefīs wie geschmiert. Songs wie "Casino" und "Long way" hatten die nötige Ruhe, "Mach die Leinen los" kam funky und groovy rüber, "Giants Basketball" baute sich langsam auf und entlud sich in einem Noise-Höhepunkt. "Travelling" setzte dann einen würdigen Schlußpunkt nicht nur hinter einen wunderbaren Abend mit einer tollen Künstlerin, sondern eine gesamte, spannende und abwechslungsreiche Southside Jam Saison.
Eveīs Apple Night meike koester
meike koester solo

Eveīs Apple Night mit meike koester & SSJ Houseband
meike koester jammt mit der SSJ Houseband

Eveīs Apple Night Finale
Finale

Nun gehen wir also in die wohlverdiente Sommerpause. Damit ihr nicht so lange auf uns verzichten müßt, empfehlen wir unsere neue CD "Next Please", auf der sich die SSJ Houseband mit 12 eigenen und gecoverten Songs verewigt hat. Die CD konnte über den Ehrenpreis des Bezirksrats Hannover Südstadt / Bult finanziert werden. Da unsere Southside Jam Aktivitäten nach wie vor gemeinnützig und unkommerziell bleiben sollen, haben wir uns entschlossen, die kompletten (!) Verkaufseinnahmen der ersten Auflage der Einrichtung Teen Spirit Island des Kinderkrankenhauses auf der Bult zukommen zu lassen. Teen Spirit Island kümmert sich um drogen- und alkoholsüchtige Kinder und Jugendliche. Mehr dazu findet man unter www.kinderkrankenhaus-auf-der-bult.de/web/psychiatrie/teenspiritisland.html.

Wir wünschen euch eine schöne Sommerzeit und freuen uns auf das Wiedersehen mit euch zum Southside Jam am 04.10.10 mit den Crazy Hambones.

Fotos: Robby Ballhause



02.03.10: Rückblick Soul & Pop Night

Zur Soul & Pop Night standen wir einer logistischen Herausforderung gegenüber: Unsere Gäste Nele und Peter P.J. Jordan brachten nämlich die beiden (regelmäßigen Besuchern des Southside Jams nicht unbekannten) Sängerinnen Tina Lux und Susann Bremer mit. Beide waren bereits Gäste bei der Ladies Soulnight im Januar 2008. Die letzten freien Zentimeter der ohnehin engen Bühne wurden daher voll ausgenutzt, Verstärker passgenau positioniert und Stative in toten Winkeln platzsparend untergebracht, sodaß zum zweiten und dritten Set tatsächlich alle acht (!) MusikerInnen Platz fanden.

Pop Night mit Nele & PJ
Nele und Peter P.J. Jordan jammen mit der Southside Jam Hausband

Zur ersten Runde gehörte uns die Bühne jedoch noch ganz alleine, und wir spielten wieder eine Reihe neuer Stücke. Daß wir unsere Songs in der Regel ungeprobt aufführen, ist ja nichts neues. Eckiīs neuer Song "Please, please, baby" war jedoch nicht nur ungeprobt, sondern sogar ungehört, denn es existierte keinerlei Aufnahme, sondern nur ein Leadsheet. Es klappte dennoch ganz hervorrragend, ebenso wie "Come on let's go" und "Crying over you" gesungen von Pepe. Marc steuerte trotz Rippenprellung "The Crawl" bei und Chrille das immer wieder gerne gehörte "I can see clearly now".

Zum zweiten Set gesellten sich dann Nele und P.J. zu uns, später zusätzlich unterstützt von Tina und Susann. Geboten wurde ein bunter Streifzug durch die Geschichte des Soul und Pop: "These boots are made for walking" (Nancy Sinatra), "Torn" (Natali Imbruglia), "Ain't nobody" (Chaka Khan), "Sign your name" (Terence Trent D'Arby), "Sweet dreams are made of this" (Eurythmics) sowie einige Songs von Police und der Tophit "This is the life" von Amy MacDonald. Besondere Anerkennung fanden die eigenen Songs von Nele und P.J. ("Halt mich fest", "Typen wie du", "Durch diese Nacht" sowie als Zugabe "Ausser Atem"). Das war für uns, die Zuschauer aber wohl auch für unsere Gäste "something completely different". Und genau das macht ja den Southside Jam aus. Nele und P.J. fühlten sich wie bislang alle unsere Gäste richtig wohl. Die Athmosphäre war wieder einmal ganz wunderbar, auch wenn (oder vielleicht gerade weil) es wie immer pickepacke voll war.

Pop Night mit Nele & PJ
Nele und Peter P.J. Jordan

Pop Night mit Nele, Tina Lux und Susann Bremer
Die Soul & Pop Ladies: Tina Lux, Susann Bemer & Nele

Pop Night mit Nele
Tina & Nele

Zum letzten Southside Jam vor der Sommerpause freuen wir uns auf meike koester, die Wert darauf legt, kleingeschrieben zu werden, und uns mit tollen eigenen Songs auf englisch und deutsch begeistern wird. Wegen Ostern findet der April Jam eine Woche später als üblich, nämlich am 12.04.10 statt.

Fotos: Martina Maschke



02.02.10: Rückblick Blues Night

Kurzes Fazit des Februar Southside Jams: Voll, voller, am vollsten - aber geil! Das denken wohl auch die meisten unserer zahlreichen Gäste. Das Pindopp scheint noch mehr Menschen anzuziehen als vorher das Monopol, sodaß trotz objektiv mehr vorhandener Fläche der irrtümliche Eindruck entstehen könnte, früher hätte es mehr Platz gegeben. Einige fühlten sich dann wohl doch zu beengt und gingen wieder nach hause, was wir sehr bedauern. Andererseits wollen wir den intimen und manchmal etwas improvisiert anmutenden Charakter des Southside Jam beibehalten. Und die von Anfang bis Ende hervorragende Stimmung bei Publikum und Musikern ist das beste Argument so weiterzumachen. Wo hat man noch Livemusik dieser Qualität sozusagen zum Anfassen?

In unserer Introrunde gab es wie fast immer eine Reihe "neuer" Songs ("Come on everybody", "Jetstream", "Here I go again" als New Country, "Fulltime drunkard", "Where the stars are blue" und "I knew the bride"). Danach kamen unsere Gäste an die Reihe. Richie Arndt und Dieter Kropp waren trotz widriger Wetterverhältnisse pünktlich da und legten zu zweit einen abwechslungsreichen Acoustic-Set hin. Dieter brachte einige seiner eigenen Bluessongs in deutscher Sprache zum Vortrag, und Richie gab mit "Tainsongs" und einem "Tribute to Rory Gallagher" u.a. Ausschnitte aus seinen aktuellen CDs zum Besten.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann mit Verstärkung von der Southside Jam Hausband weiter. Blues in elektrifizierter Spielart stand auf dem Programm, und so wechselten sich Shuffle, Boogie und Slowblues munter ab. Viel Applaus gab es für "One after 909" im Duett mit Martina Maschke und als Höhepunkt die finale Bluesballade "Drowning in my soul".
Blues Night mit Richie Arndt & Dieter Kropp
Richie Arndt & Dieter Kropp beim Acoustic Set

Die Stimmung war am Kochen, und so kamen wir trotz fortgeschrittener Zeit um eine Zugabe nicht herum. Nach diesem letzten Boogie wurde das Publikum zufrieden in die kalte Februarnacht entlassen, und unsere Gäste machten sich auf den Heimweg nach Minden bzw Detmold. Es freut uns sehr, daß sich auch Richie und Dieter wie bisher alle unsere Gäste beim Southside Jam so wohl gefühlt haben und gerne einmal wiederkämen. So soll es sein. Im März kommen Gäste aus der eigenen Stadt: Nele und Peter P.J. Jordan werden Musik zwischen Soul und Pop und zwischen gestern und heute spielen. Wir freuen uns drauf.

Blues Night mit Richie Arndt & Dieter Kropp
Richie plays the blues

Blues Night mit Richie Arndt & Dieter Kropp
Richie, Dieter und Marc

Blues Night mit Richie Arndt & Dieter Kropp
Richie Arndt & Dieter Kropp und die SSJ Hausband

Fotos: Martina Maschke

Blues Night mit Richie Arndt & Dieter Kropp
Richie Arndt & Dieter Kropp und die SSJ Hausband



19.01.10: Ehrenpreis für Southside Jam

Am vergangenen Samstag spielte Ecki mit Itīs M.E. zum Neujahrsempfang des Bezirksrates Hannover Süd / Bult im Alten Magazin. Außer den musikalischen Beiträgen wurden Grußworte gesprochen, ein Jahresrückblick gehalten und zuguterletzt ein Ehrenpreis vergeben. Zur großen Überraschung (aber auch zur großen Freude) ging dieser Preis an Ecki für sein Engagement beim Southside Jam. Der Bezirksrat bewertete unsere Sessionreihe als kulturell förderungswürdig, denn die Ehrung ist mit einem Geldpreis verbunden. Ecki nahm den Preis auch im Namen von Marc, Pepe und Chrille dankend an. Die Ehrung freut uns sehr, zumal sie aus einer Richtung kommt, mit der wir niemals gerechnet hatten. Nun werden wir in Ruhe gemeinsam überlegen, wofür das bereitgestellte Geld verwendet werden soll.

Neujahrsempfang
Ecki mit Itīs M.E. beim Neujahrsempfang 2010
Foto: Mark Eichenseher


Ehrenpreis 2010
Der Ehrenpreis 2010



11.01.10: Livemusikauftakt 2010 in Nienburg

Wie bereits in 2009 eröffneten wir mit der Southside Jam Hausband auch in diesem Jahr die Livemusiksaison des Nienburger Jazzclubs. Das angekündigte Schneechaos hatte leider zur Folge, daß sich nur wenige Menschen vor die Tür gewagt hatten, sodaß die Zahl der Besucher relativ übersichtlich war. Das sollte uns die Laune jedoch keineswegs vermiesen. Im Gegenteil: die Anwesenden wurden mit drei langen Sets, vielen neuen Songs und tollen musikalischen Gästen verwöhnt. Mit von der Partie waren wie bereits im letzten Jahr Einar Gast (Git.) und Jörn Rode (Git., Voc.), der sich von seinem Bruder Matthias Rode am Schlagzeug begleiten ließ, sowie Multiinstrumentalist Ferdy Doernberg und Bassistin Anke Sobek. Spaß hatten sowohl die Akteure auf der Bühne als auch die Zuschauer im Club, und so machten wir mit den Veranstaltern gleich wieder den ersten Livegig des Jahres 2011 im JC Nienburg klar. Dieser wird vermutlich am 08.01.2011 sein und rechtzeitig auf unserer HP unter Termine bekanntgegeben.

SSJ Nienburg 2010
Die Southside Jam Hausband

SSJ Nienburg 2010
Die Southside Jam Hausband mit Einar Gast (links)

SSJ Nienburg 2010
Jörn Rode, Anke Sobek & Ferdy Doernberg

SSJ Nienburg 2010
Die Southside Jam Hausband mit Jörn Rode (Mitte)



05.01.10: Rückblick Stones Night

Das war ein Start ins neue Jahr, wie man ihn sich nicht besser wünschen kann. Von nachgezogenem Sylvesterkater war keine Spur, und das Pindopp als neue Location wurde angenommen, als hätte der Southside Jam nie woanders stattgefunden. Schon zum Aufbau füllte es sich stetig, und als wir um 20.30 Uhr begannen, ging am Thresen nicht mehr viel, sodaß Caro und Ollie (die beiden Pindopp-Chefs) kurzfristig zusätzliche Zapfer rekrutieren mußten, um dem Ansturm gerecht zu werden. Wir hatten gerade drei sehr kreative und erfolgreiche Studiotage im Graswege Studio von Klaus Peter "Doc" Reinicke hinter uns. Dort hatten wir mit den Aufnahmen zu einer demnächst erscheinenden neuen CD begonnen. Einige dieser z.T. nagelneuen Songs spielten wir in unserer Introrunde: Pepe steuerte gleich zwei eigene Songs bei ("Bayou, Bayou" und "Sad like Hank"), Chrille sang "Big boys donīt cry", Ecki "You better do it right now" und Marc den Irma Thomas Klassiker "Fool nobody but me". Die Stimmung war bereits im ersten Set super, sodaß wir gelassen in die Pause gingen.

Mit Bobby Ballasch (Voc.), Martin Hauke (Git., Voc.) und Dirk Wachsmuth (Piano) hatten wir im zweiten und dritten Set wunderbare Musiker an unserer Seite, deren gemeinsame Band Voodoo Lounge als Europas beste Stones-Cover-Band gilt. Und die drei bewiesen, daß sie diesem Ruf durchaus gerecht werden. Insbesondere Frontman Bobby hat Gesangsstil, Mimik und Gestik seines Vorbildes derart verinnerlicht, daß man meinen könnte, der junge Jagger selbst stünde auf der Bühne. Bobby, Martin und Dirk hatten das Publikum von Anfang an auf ihrer Seite und führten uns und die Zuhörer in die Welt der Gitarrenlicks und Three-Chord-Wonder. Mit den Klassikern "Brown sugar", "Miss you", "Under my thumb", "Wild horses", "You canīt always get what you want", "Dead flowers", aber auch unbekannteren Songs wie "The spider and the fly", "Just my imagination" oder "Respectable" wurde mit viel Spielfreude und sattem Sound (kein Wunder bei acht Musikern) das Haus gerockt, und alle hatten dabei eine Menge Spaß. Selbst langjährigen Nichtschwitzern lief nach dem letzten Song "Jumping Jack Flash" die Suppe nur so runter. Aber so soll es ja auch sein. Itīs only RockīnīRoll, but we like it.

Stonesnight Die Southside Jam Hausband
mit Dirk Wachsmuth, Bobby Ballasch und Martin Hauke


Stonesnight Die Southside Jam Hausband und Gäste

Stonesnight Dirk Wachsmuth, Bobby Ballasch und Martin Hauke

Stonesnight Bobby, Martin und Marc haben Spaß

alle Fotos dieses Berichtes: Martina Maschke

Stonesnight Bobby (oder doch Mick?)