Southside Jam Logo

Jahrgänge   2007    2008    2009    2010    2011    2012    2013    2014    2015    2016    2017    2018   

Übersicht 2012


04.12.12:  Rückblick Sax & Keys Night
06.11.12:  Rückblick 6th Open Stage Night
10.10.12:  Rückblick Rocking Soul Night
08.05.12:  Rückblick Bluesharp Night
03.04.12:  Rückblick Blues & Country Night
06.03.12:  Rückblick Philadelphia Jam Night
07.02.12:  Rückblick Boogie Night
10.01.12:  Rückblick One Man Band Night




04.12.12: Rückblick Sax & Keys Night

Nach einem für die Southside Jam Houseband ungewöhnlich rockigen Introset mit viel Shuffle und Rock´n´Roll ("Shake Rattle & Roll", "Burning Love", "Want You To Feel Good") und "Santa Claus Is Coming To Town" (in Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest) gaben unsere Osnabrücker Gäste Tommy Schneller (Voc., Sax.) und Gregory Barrett (Voc., Keyb.) ein feines gut 30-minütiges Duoprogramm aus Blues, Boogie und Soul zu Gehör.

Tommy Schneller spielte seit 1987 mit diversen Bands, bis er 10 Jahre später die Tommy Schneller Band gründete, mit der er mittlerweile in ganz Europa tourt und diverse Alben eingespielt hat. Daneben war er von 2001 bis Anfang 2011 Mitglied der Blues Night Band, die u.a. die Ford Blues Band, Sydney Youngblood, Ron Williams, Rolf Stahlhofen, Red Holloway und Angela Brown begleitete. Seit 2007 arbeitet er zusammen mit Henrik Freischlader u.a. in der gemeinsamen Formation Five Live. Freischlader produzierte 2011 auch Tommy´s aktuelles Album Smiling for a reason.

Der US-Amerikaner Gregory Barrett ist dem deutschen Publikum u.a. als Sänger und versierter Tastenmann von Supercharge in Erinnerung. In seiner Heimat den USA arbeitete er u.a. mit Stars wie Bobby Bear, Tracey Nelson, Johnny Cash, Willie Nelson etc. Seit 2011 ist er festes Mitglied in der Tommy Schneller Band.

Tommy Schneller & Greg Barrett Greg Barrett & Tommy Schneller zunächst im Duo

Tommy Schneller Tommy Schneller (Voc., Sax.)

Das Publikum wusste die musikalischen Fähigkeiten in Verbindung mit dem einzigartigen Blues- und Soulfeeling der beiden Ausnahmemusiker von Anfang an zu schätzen und genoss ein kurzweiliges Set aus Nummern u.a. von Al Green und Fats Domino. Nach einer kurzen Pause freuten sich alle - das Publikum ebenso wie die Southside Jam Houseband - auf eine spannende gemeinsame dritte Runde, in der von Shuffle ("How Sweet it is to be Loved by You") über funky Soul ("Spooky") bis Slowblues ("Blues for the Ladies") reichlich aus dem Genre Black Music angeboten wurde. Solistisch durfte natürlich jeder mal ran, sodass die Songlängen übliches Hitparadenformat deutlich überragten, was unser Publikum allerdings keinesfalls als Makel betrachtete; im Gegenteil: es gab reichlich Szenenapplaus, und weil am Schluss noch fünf Minuten übrig waren, ausnahmsweise sogar noch eine Zugabe. Tommy und Greg genossen die intime Athmosphäre offensichtlich sehr und freuten sich über das klatsch- und mitsingfreudige Publikum, welches sich an diesem Abend wieder einmal als das beste der Welt gezeigt hat. Danke dafür! Greg Barrett Greg Barrett (Voc., Keyb.)

Tommy Schneller, Greg Barrett & die SSJ Houseband Greg Barrett & Tommy Schneller jammen...

Tommy Schneller, Greg Barrett & die SSJ Houseband ...mit der Southside Jam Houseband

alle Fotos dieses Berichts: Robby Ballhause



06.11.12: Rückblick 6th Open Stage Night

Wie immer im November hatten wir uns zur sechsten Open Stage Night keine musikalischen Gäste eingeladen, sondern freuten uns stattdessen auf spontane Sessions. Und auch dieses Mal gab es eine abwechslungreiche Mischung mit EinzelmusikerInnen und kompletten Bands, Profis und Amateuren, jung und alt quer durch verschiedenste Musikrichtungen. Lautes wechselte sich ab mit Leisem, Rock stieß auf Folk, feine Unplugged-Beiträge folgten opulenten Klängen. Bemerkenswert war die Tatsache, dass viele KünstlernInnen eigene Songs darboten, was bei Sessionveranstaltungen normalerweise eher unüblich ist. Der vorbildlichen Disziplin und Kollegialität aller Beteiligten (keine größeren Umbauten und maximal zwei Songs pro Formation) war zu verdanken, dass bis zum Ende um 23 Uhr alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Dafür und selbstverständlich vor allem für die wunderbaren musikalischen Beiträge möchten wir uns an dieser Stelle bei allen KünstlerInnen herzlich bedanken. Der Novembertermin 2013 ist bereits für die siebente Open Stage Night reserviert.

Open Stage Night 2012-Fuchs Martina "Fuchs" Maschke macht den Anfang

Open Stage Night 2012-Diana Preuss Diana Preuss jammt mit der SSJ Houseband

Open Stage Night 2012-Uli Holzberger eigener Deutschrock mit Uli Holzberger & Band

Open Stage Night 2012-Songliner Acoustic Pop mit The Incredible Songliner

Open Stage Night 2012-Werner Löhr Werner Löhr singt Bruce Springsteen

Open Stage Night 2012-Dr Blues Die neubesetzten Dr. Blues

Open Stage Night 2012-Lichtjahr Die junge Band Lichtjahr mit eigenen Rocksongs

Open Stage Night 2012-No Man´s Army Heftigeren Rock gab es von der Newcomerband No Man´s Army

Open Stage Night 2012-Trip to Dover Die Holländer Trip to Dover machten Tourstopp beim SSJ

Open Stage Night 2012-Cern Cern aus Nienburg spielten traditionellen Rock

Open Stage Night 2012-In Case Of Riot Laut wurde es mit In Case Of Riot

Open Stage Night 2012-SMG Bassistin Silke spielte auch bei SMG

Open Stage Night 2012-Bluestrio Zum Abschluss gab es entspannten Acoustic Blues

alle Fotos dieses Berichtes: Martina Maschke / Ecki Hüdepohl



10.10.12: Rückblick Rocking Soul Night

Am Montag starteten wir in die neue Saison. Und als ob es nie eine Sommerpause gegeben hätte, machten wir so weiter, wie wir am 07.05. aufgehört hatten. Zum Auftakt präsentierten wir mit den Soul Pirates vor vollem Hause eine komplette Viermann-Band. Doch bevor unsere Gäste sich ordentlich ins Zeug legten, gab es im Eröffnungsset der Southside Jam Houseband zunächst eine Ladung neuer Stücke, darunter mit Eckis Shuffle "City of my Love" eine echte Premiere. Chrille war mit "Hard Core Troubadour" mal wieder für die Countryabteilung zuständig, und Marc lotete mit "Diving Duck" die Untiefen des Bluesrock aus, bevor Pepe mit dem Rock´n´Roll "Put Your Cat Clothes on" unseren Set beendete. Und mit "Same Old Blues" und "He'll Have to Go" kamen auch die Blues- und Balladen-Fans auf ihre Kosten.

SSJ Houseband bei der Rocking Soul Night vertauschte Rollen bei der SSJ Houseband

Soul Pirates Die Soul Pirates

Unsere musikalischen Gäste machten im zweiten Set dann richtig Dampf. Die vier Szenegrößen Malik (Leadvocal), Zacky Mayer (Guitar), Mini Lange (Bass) und Dirk Hess (Drums) rekrutieren sich aus der Rockband Hype und interpretieren unter dem Namen Soul Pirates Soultitel in gitarrenorientierten Arrangements. Und so klangen Klassiker wie "Midnight Hour" oder "Soulman", die neben einigen Eigenkompositionen in erster Linie zu Gehör gebracht wurden, erfrischend anders, als man es von jeher gewohnt ist. Die "Seelenpiraten" erwiesen sich als eine mit allen Wassern gewaschene Mannschaft, und Frontmann Malik als souveräner "Captain". Mit virtuosen Gitarrensoli zeigte Zacky zusammen mit der ausgezeichneten Rythmusgruppe, was "tight" bedeutet. Zu "Gimme some Loving" bekamen die vier Jungs mit Tina Lux und Martina Maschke einen weiblichen Soulchor zur Unterstützung, was einen ersten Höhepunkt markierte. Und obwohl die Temperaturen mittlerweile die southsidejamtypische gefühlte 40° Marke erreicht haben dürften, behielten die Herren auf der Bühne bis zum Setende tapfer ihre schwarzen Anzugjacken an.

Soul Pirates mit Chor Die Soul Pirates bekommen Unterstützung

Soul Pirates Malik und Zacky in Action

Soul Pirates Jam Jammen mit den Soul Pirates...

Soul Pirates Jam ...in unterschiedlichsten Besetzungen

Im dritten Set wurde dann wie gewohnt gejammt, und es gab ein Kommen und Gehen auf der kleinen Pindoppbühne. Chrille und Mini wechselten sich an Bass und Akustikgitarre ab, Marc übergab seine Telecaster auch das eine oder andere Mal an Chrille, und auch am Drumkit gab es Wechsel. Das war äußerst unterhaltsam und witzig, und wir jammten uns gemeinsam durch eine gute Dreiviertelstunde voller Blues, Soul und Rock. Nach "Let the Good Times Roll", was wunderbar die Stimmung dieses Abends wiedergibt, war dann mit der letzten Nummer um Punkt 23 Uhr Schluss. Was für ein Timing! Aber wen wundert´s? Bei so einer Band!

alle Fotos dieses Berichtes: Martina Maschke / Chrille Schulz



08.05.12: Rückblick Bluesharp Night

Zum ersten Mal in unserer fünfjährigen Geschichte gab es eine Maiausgabe des Southside Jam. Normalerweise hätten wir uns schon in der Sommerpause befunden, aber da R.J. Mischo & the Backscratchers sich zur Zeit auf Europatour befanden, Montage in der Regel allerdings Offdays sind, wir alle Zeit hatten und auch die Pindoppbetreiber nichts dagegen hatten, wollten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dem geneigten Publikum diese internationale Spitzenband zu präsentieren und mit ihr zu jammen. Schon unser Eröffnungsset war - von ein paar Ausreißern abgesehen - ungewöhnlich blueslastig (Pepe mit der John Mayer Nummer "Gonna Find another You" und dem Shuffle "Shotgun Wedding" und Marc mit Jimmie Vaughn´s Instrumental "Extra Jimmies"). Chrille sorgte mit Willie Nelson´s "Mammas don´t Let your Babies Grow up to be Cowboys" für eine kleine Prise Country, und Ecki bediente mit Curtis Mayfield´s "People Get Ready") die Soulabteilung, wobei das Publikum den Chorus dreistimmig (!!!) mitsang.

R.J. Mischo R.J. Mischo an Leadvocal... R.J. Mischo ...und Harmonica

Im zweiten Set zeigten unsere Gäste dann erst einmal, wo in Sachen Retroblues international die Lampe hängt. Das war lässig, staubtrocken und mit einer lockeren Coolness vorgetragen, wie man es nur selten sieht und hört. Die ausgezeichnete Band groovte wie ein Uhrwerk, spielte keinen Ton zuviel und gab ihrem Chef und Namensgeber den nötigen Raum zur Entfaltung. R.J. Mischo selbst servierte einen lupenreinen, brillanten Mundharmonikasound, der weder technisch noch geschmacklich irgendwelche Wünsche offen ließ. Gitarrist Jan Mohr sorgte dabei mit einem Gitarrensound so trocken wie der Wüstenwind für den solistischen Gegenpol. Als Gastmusiker kam später noch Pianist Niels van der Leyen dazu, der zum ersten Mal mit der Band spielte und sich nahtlos einfügte, als gehörte er schon immer dazu. Das war alles vom allerfeinsten, sodass ein paar Stammgäste meinten: "Wenn Blues, dann so!" Jawoll!

R.J. Mischo R.J. Mischo

Jan Mohr Gitarrist Jan Mohr

Die Pause war dann nur kurz, denn wir hatten ja noch einiges vor. Da die kleine Pindopp-Bühne - auch wenn man sich eng aneinander kuschelt - unmöglich Platz für neun Musiker plus entsprechende Instrumente und Verstärker bietet, entschlossen wir uns im dritten Set zu einem ständigen Wechsel im Line Up. So warfen sich zunächst Jan und Marc die Gitarrenlicks zu, dann sah man Chrille und R.J. (!) an den Sechssaitern. Ecki und Niels teilten sich den Posten am Piano (beim finalen Song wurde auch mal vierhändig zugelangt), und Pepe und Andreas "Böckchen" Bock vollzogen einen geschmeidigen Drummerwechsel während eines Songs. Einzige Konstante war Bassist Jaska Prepula, der seinen E-Bass wie einen Kontrabass zum Klingen brachte und sicher wie ein Fels in der Brandung für ein solides Fundament sorgte. Eine spontane und erstaunlich gelungene Harmonica Einlage gab dann noch der junge Hildesheimer Robin Grentz, der die Band im letzten Jahr auf Tour als Mixer begleitet hatte.

Jaska Prepula Bassist Jaska Prepula

Andreas Bock Drummer Andreas Bock

Niels von der Leyen Gastmusiker Niels von der Leyen

Marc Marc

Chrille & R.J. Chrille & R.J.

Robin Grentz Gastmusiker Robin Grentz

Pepe Pepe

Ecki, Niels, Andreas & Jaska Ecki, Niels, Andreas & Jaska

Und so wurde es eine richtig schöne, bunte und abwechslungsreiche Bluessession, ein würdiger Abschluss einer durchweg erfolgreichen, spannenden und harmonischen Southside Jam Staffel. Im Oktober geht es weiter, und wir haben schon einige sehr interessante Ideen für die Saison 2012/2013. Seid gespannt, kommt gut durch den Sommer und bleibt uns treu!

alle Fotos dieses Berichtes: Klaus-Dieter Sturmeit



03.04.12: Rückblick Blues & Country Night

Der Weltenbummler Peter Caulton war gestern zu Gast bei unserer Blues & Country Night. Peter ist seit über 20 Jahren als professioneller Vollzeitentertainer rund um den Globus unterwegs. Geboren in Neuseeland lebt der Gitarrist und Sänger nach Zwischenstationen in Australien, den USA, den Kanarischen Inseln und England seit einiger Zeit in Deutschland. Er hat 3 CDs veröffentlicht (von denen eine bei den 40.Grammy Verleihungen nominiert war), trat in Fernsehshows in Neuseeland, Australien, Deutschland, Dänemark und den USA auf, hatte seine eigene Radioshow und tourte u.a. mit der Little River Band, Emmylou Harris und Kenny Rogers durch Australien.

Nach unserem Eröffnungsset spielte Peter im prall gefüllten Pindopp Ausschnitte aus seinem Programm Ring of Fire, in welchem er der Country-Ikone Johnny Cash huldigt. Wie früher auch der "Man in Black" trat er dem fachkundigen Publikum nur mit Akustikgitarre bewaffnet entgegen und zog selbiges mit seiner markanten sonoren Stimme sofort in seinen Bann. Bei geschlossenen Augen konnte man wirklich meinen, das Original sei wieder auferstanden (und das kurz vor Ostern). Doch Peter präsentierte sich nicht als billiges Double, sondern erwies sich als eigenständiger, erfahrener Künstler mit eigenem Profil, der ohne Effekthascherei eine beseelte und respektvolle Performance darbot. Bei den letzten beiden Songs seines Solosets (Hurt, Falson Prison Blues) bat uns Peter dann sozusagen als Vorgeschmack auf die dritte Runde dazu. Das machte richtig Spaß, und sowohl die Zuschauer als auch wir selbst bekamen Lust auf mehr.

Peter Caulton
Peter Caulton spielte in seinem Soloset...

Peter Caulton
...Songs von Johhny Cash

Fast 50 Minuten dauerte dann das letzte Drittel. Es gab Westernswing ála Asleep at the Wheel (Bootscootin´ Boogie), Balladen (This Wounded House, the Highway Never Ends), Countryrock (Same Kinda Crazy like You, Between the Saddle and the Ground) und Rock´n´Roll (Lipstick, Powder and Paint). Das war abwechslungsreich, dynamisch und spannend, und wir nahmen alle Möglichkeiten zum freien Jammen war, ohne dabei allerdings die Struktur der Songs zu zerstören. Und dann waren selbst 50 Minuten ganz schnell vorbei. Schade eigentlich!

Peter Caulton und die SSJ Houseband Peter Caulton und die SSJ Houseband Marc Blues & Country Night Marc Ecki Blues & Country Night Ecki

Peter Caulton und die SSJ Houseband volles Haus im Pindopp

Foto zweite Reihe links: Martina Maschke
alle weiteren Fotos dieses Berichtes: Robby Ballhause


Peter Caulton und die SSJ Houseband Andächtiges Lauschen auch bei den Jüngsten



06.03.12: Rückblick Philadelphia Jam Night

Zum Philadelphia Jam hatten wir mit dem amerikanischen Gitarristen und Singer / Songwriter Joseph Parsons einen weiteren echten Hochkaräter zu Gast. Parsons ist seit einiger Zeit in Deutschland ansässig, stammt aber aus Philadelphia und dem Norden Louisianas und hat neben Songschreiben und Plattenaufnahmen den Großteil seines Lebens mit Reisen um die Erde verbracht. Zunächst eröffneten wir mit der Houseband den Abend wie gewohnt alleine mit einer Reihe bislang ungehörter Nummern. So präsentierte Pepe eine Cajun-Version des Dire Straights Klassikers "Walk of Life" und die unentdeckte Elvis-Perle "She´s not You". Marc sang den John Lennon Song "Jealous Guy", Chrille gab mit "Home of the Blues" von Johnny Cash einen Vorgeschmack auf den Southside Jam im April, und Ecki zollte mit dem Rocker "Rocket in my Pocket" seiner Lieblingsband NRBQ Tribut.

Joseph Parsons 3
Joseph Parsons...

Joseph Parsons 2
überzeugte in seinem Soloset...

Joseph Parsons 1
...mit wunderbaren eigenen Songs

Anschließend legte unser Gast Joseph Parsons nur mit Akustikgitarre ausgestattet ein blitzsauberes Soloset hin. Klasse Songs, und eine Performance mit höchster Intensität begeisterte alle Anwesenden und machte Appetit auf den abschließenden Set, in dem man gemeinsam Joseph´s Songs spielen würde.

Joseph Parsons und die SSJ Houseband
Joseph Parsons und die SSJ Houseband
Joseph Parsons und Marc
Joseph Parsons mit Marc

Joseph Parsons und Pepe
Joseph Parsons und Pepe
Joseph Parsons mit Ecki und Chrille
Joseph Parsons mit Ecki und Chrille

Dancing Girls
Es wurde sogar getanzt (Fuchs & Patsy)

alle Fotos dieses Berichtes: Martina Maschke


Eigentlich hatten wir Joseph bereits vor einem Jahr zum Southside Jam eingeladen. Leider war ihm damals eine Tour dazwischen gekommen, und es war nicht sicher, ob ihm sein Tourkalender die Teilnahme in diesem Jahr erlauben würde. Umso schöner, daß es jetzt beim zweiten Anlauf doch noch geklappt hatte. Und es wurde wie erhofft ein echtes weiteres Highlight in unserer kleinen Jamreihe. Das lag zum einen an den hervorragenden Songs, die Joseph mitgebracht hatte, zum anderen an der Harmonie, mit der man die Songs gemeinsam zum Klingen brachte. Es war, als hätten wir schon ewig miteinander gespielt. Musikalisch war vom groovigen Midtempo Rocksong ("Crocodile") über sphärische Klänge ("Shine") und das optimistisch swingende "Sun Gonna Shine" bis zum lyrischen "Roman and Michael" alles dabei, was das "Americana-Herz" verlangte. Zum Abschluß gab es mit "Spiritual" auch noch etwas Laidback Blues als Abrundung der Palette. Schade daß es so schnell schon wieder vorbei war. Das fanden wohl auch die Zuschauer: Anhaltende Ovationen zeigten, daß wir mit der Auswahl unseres Gastes mal wieder ein goldenes Händchen gehabt hatten.



07.02.12: Rückblick Boogie Night

Kontrapunktisch zu den eisigen Temperaturen luden wir zu einer heißen Boogienight, bei der wir den georgischen Pianisten und Harpspieler Vito mit seiner Magic Boogie Show zu Gast hatten. Im Gegensatz zu den bisherigen Southside Jams war es dieses Mal relativ locker gefüllt (wahrscheinlich aufgrund der bereits erwähnten Kälte), was die anwesenden Gäste allerdings als sehr angenehm empfanden, sodaß einige die ungewohnte Platzfreiheit zu dem einen oder anderen Tänzchen nutzten.

Bevor Vito und sein Bassist und Sänger Mickey Keller mit ihrer Boogie Show begannen, eröffneten wir den Abend mit der Southside Jam Houseband kontrastreich mit einem eher countrylastigen Set (Loveletters, From a Jack to a King, Little Liza Jane, Permanently lonely, All you ever do is bring me down). Nach einer viertelstündigen Pause gab es dann für etwa 40 Minuten Boogie Woogie, Jive und Rock´n´Roll von zwei Meistern ihres Fachs. Boogieman Vito bearbeitete nicht nur virtuos seine 88 Tasten, sondern sorgte mit seiner selbstentworfenen Hi-Hat-Konstruktion zusätzlich für den richtigen Groove. Nebenbei bewies er auch noch sein Können an der Bluesharp. Da gab es nicht nur eine Menge zu hören, sondern auch zu sehen. Sein Begleiter Mickey zeigte sich nicht nur als versierter Bassist mit dem nötigen Drive, sondern wußte auch als stilsicherer Sänger zu überzeugen. Daß bei beiden Künstlern vom 50er Jahre Mikro bis zum pinkfarbenen Dinnerjacket auch visuell alles stimmte, soll nicht unerwähnt bleiben. So erlebten wir eine Magic Boogie Show, die ihren Namen wirklich verdiente.

Vito und Mickey
Vito und Mickey und ihre Magic Boogie Show

Im dritten Set tummelten wir uns dann teilweise zu sechst auf der kleinen Pindoppbühne. Marc und Chrille wechselten sich an der Gitarre ab, Marc griff bisweilen zur Bluesharp, Vito und Ecki lieferten sich Duelle an zwei Pianos, und Mickey und Pepe sorgten für ein groovendes Rythmusfundament. Das war rau, laut und heftig, wie es sich für Rock´n´Roll und Boogie gehört.

Magic Boogie Show und die SSJ Houseband
Die Magic Boogie Show mal mit Chrille...
Magic Boogie Show und die SSJ Houseband
...und mal mit Marc an der Gitarre

Magic Boogie Show und die SSJ Houseband
Vito, Mickey und die Houseband rocken das Pindopp

Magic Boogie Show und die SSJ Houseband
Vito und die Band

Das Publikum honorierte es mit reichlich Applaus, sodaß trotz abgelaufener Zeit mit "Great Balls of Fire" sogar noch eine Zugabe gegeben wurde, was beim Southside Jam eigentlich nicht üblich ist. Danach war Schluß, und wir entließen uns und die Gäste in die kalte Winternacht. Schön war´s!




alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



10.01.12: Rückblick One Man Band Night

Zum Jahresbeginn hatten wir mit der "One Band" Kuersche nicht nur einen originellen und charismatischen Entertainer zu Gast, sondern zugleich einen exzellenten Songwriter. Und als solcher hat er bereits einige Erfolge vorzuweisen: Diverse CD-Veröffentlichungen, mehr als 1000 Konzerte sowohl als Headliner als auch Support u.a. für Fanta-4, Nena, Paul Carrack, Runrig, Ronan Keating und Bob Geldof. Roger Cicero Pianist Lutz Krajenski spielte für ihn die Piano-Edition seines Albums "Chinese Firecrackers" ein, und Teile der Erfolgsband Fury In The Slaughterhouse spielten in seiner Tourband, dokumentiert auf dem Live-Mitschnitt "Kuersche feat. Members of Fury in the Slaughterhouse LIVE".

Nach unserer Introrunde ("Nobody knows you" von Marc, Chrille mit "Above these Wheels", "Such a night" von Ecki und Pepe mit einem traurigen Slowblues sowie dem Roy Head Klassiker aus dem Jahre 1964 "Treat her right") gab es zunächst einmal für eine gute halbe Stunde "Kuersche pur". Seine irgendwo zwischen Britpop und Grunge angelegten, kantigen Songs standen in einem wunderbaren Kontrast zu unserem eher traditionellen, amerikanischen Sound. Zur Akustikgitarre sang er eine Reihe eigener Songs sowie ein paar originelle Cover, so u.a. "Suburbia" von den Pet Shop Boys, das ganze höchst unterhaltsam angereichert mit herrlich "verstrahlten" Ansagen.

Die dritte Runde wurde mit der Pianoballade "Tried to call" eröffnet, und danach trafen die beiden so unterschiedlichen musikalischen Welten aufeinander und vermischten sich im Laufe der dritten Runde zu einer originellen, aber dennoch homogenen Melange.

Kuersche und SSJ Houseband
Kuersche jammt mit der SSJ Houseband

Kuersche schien es sichtlich zu geniessen, seine Songs einmal ganz anders erklingen zu hören, und wir hatten großes Vergnügen daran, uns von Kuersche in seine musikalische Welt entführen zu lassen. Daß da etwas ganz Besonderes im Gange war, spürten auch die Zuschauer, und honorierten dieses mehr als geglückte musikalische Experiment mit viel Applaus. Schade, daß wir, da wir schon zehn Minuten überzogen hatten, nicht mehr dazu kamen, den Pearl Jam Hit "Rearview Mirror" zu spielen. Dieser "Southside Pearl Jam" wäre sicherlich spannend geworden. Und so beschlossen wir diesen besonderen Abend mit der schönen Erkenntnis, daß Musik keine Grenzen kennt und es wieder einmal gelungen ist, uns Menschen miteinander zu verbinden. So soll´s sein.

Kuersche Solo
Kuersche solo...
Kuersche und SSJ Houseband
...mit der SSJ Houseband

Kuersche und Ecki
Kuersche alleine zum Piano...
Kuersche in Ekstase
...und in Ekstase

alle Fotos dieses Berichtes: Robby Ballhause