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Übersicht 2013


03.12.13:  Rückblick Gospel Night
05.11.13:  Rückblick 7th Open Stage Night
27.10.13:  Rückblick Rock´n´Roll Piano Night
17.07.13:  Rückblick NP Rendezvous
10.04.13:  Rückblick Bluesharp Night
05.03.13:  Rückblick CCR Night
05.02.13:  Rückblick Hildesheim Blues Night
13.01.13:  Rückblick Gastspiel Nienburg Jazzclub
08.01.13:  Rückblick HannoveRaner Night




03.12.13: Rückblick Gospel Night

Passend zur Adventszeit gab es beim Dezember-Jam eine Gospelnight. Die Southside Jam Houseband hatte sich mit Sister T.´s Gospel Affinity drei (nicht nur) in der  Gospelmusik erfahrene und beliebte MusikerInnen als Sessiongäste eingeladen: Tine "Sister T." Hamburger (Gesang), Joachim Dierks (Piano) und Gunnar Hoppe (Percussion) spielen seit 2005 eine Mischung aus Neuinterpretationen klassischer Spirituals und dazu passenden Songs aus Blues, Soul und Pop.

Sister T & SSJ Houseband Sister T´s Gospel Affinity jammt mit der Southside Jam Houseband, Foto von Robby Ballhause

Doch bevor die drei loslegten, eröffneten wir mit der Houseband wie üblich den Montag Abend. Vor einem bunt gemischten Publikum, welches sich aus treuen SSJ-Besuchern und vielen Fans unserer Gäste zusammensetzte, gab es einen ebensolchen ersten Set: In Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Lou Reed das bekannte "Take a Walk on the Wild Side", Country von Chrille ("Highway of Sorrow"), Rock´n´Roll von Pepe ("Memphis Tennessee") und der Jahreszeit angemessen mit "Frosty" von Arndt und "Santa Claus is Coming to Town" von Ecki sogar etwas Weihnachtliches. Dieser bunte Teller gefiel und machte Appetit auf mehr, den Tine, Achim und Gunnar nach einer kurzen Pause mit Gospel und Soul noch mehr anregen sollten.

Foto unten: Ecki und Achim Dierks
Foto Mitte: Tine Hamburger
Foto rechts: Gunnar Hoppe
Fotos von Martina Maschke


Achim & Ecki

Tine

Gunnar Hoppe

Tine Hamburger Tine Hamburger, Foto von Robby Ballhause

Und was die drei in ihrem Set boten, überschritt auf angenehme Weise, was man üblicherweise unter Gospel versteht. Stevie Wonder´s "Have a Talk with God" fand ebenso seinen Platz wie Sting´s "Fragile" oder "Let Love Rule" von Lenny Kravitz. Damit machten sie ihrem Bandnamen Gospel Affinity (Ähnlichkeit, Affinität, besondere Liebe und geistige Übereinstimmung in Sachen Gospelmusik) alle Ehre. Bei ruhigeren Titeln hingen die Menschen wie gebannt an Tine´s Lippen, bei den bewegteren Songs wurde der filigrane und zugleich dichte Rythmusteppich aus Achims sensiblem Piano- und Gunnar´s virtuosem Percussionspiel durch rythmisches Klatschen aus den Publikumsreihen gospeltypisch unterstützt. Die Fans erwiesen sich zudem als ausgesprochen sangeswillig und -fähig und ergänzten einige Stücke mit einem z.T. mehrstimmigen Chor. Das war klasse, außergewöhnlich und ergreifend.

Im dritten Set wurde dann wie stets gemeinsam gespielt. Es wurde recht kuschelig auf der kleinen Bühne, aber es fanden auf den wenigen Quadratmetern tatsächlich alle sieben (!) Platz. Gut, wir hatten auch schon mal mehr Musiker gleichzeitig zusammen, aber ein Drumkit, ein komplettes Percussionset, eine Bassanlage, ein Gitarrenamp und zwei (!) Keyboardsetups auf einmal ließ es dann doch etwas enger werden. Und es wurde abermals ein bunter Reigen aus Gospel, Soul und Blues, aufgrund der großen Besetzung streckenweise etwas angereichert durch längere Instrumentalparts und weiterhin ergänzt durch den "Pindopp Mass Choir". "Time After Time" sollte dann eigentlich der Abschluss werden, aber Tine, Achim und Gunnar kamen trotz überschrittener "Deadline" um eine Zugabe nicht herum. Mit einem ergreifenden "Sometimes I Feel Like a Motherless Child" beendete das Trio einen erwärmenden und besonderen Abend und mit ihm zusammen das Southside Jam Jahr 2013. Merry Christmas and a Happy New Year!



05.11.13: Rückblick 7th Open Stage Night

Lag es am regnerischen Wetter, oder befinden sich Hannovers Mucker bereits im Winterschlaf? Zur SSJ Open Stage 2013 waren jedenfalls nur sehr wenige aktive Musiker gekommen, sodass die Southside Jam Houseband im Vergleich zu den Jahren zuvor selbst oft auf der Bühne zu finden war. Aber es wurde trotzdem wieder ein sehr angenehmer und abwechslungsreicher Abend, der allen Beteiligten (Publikum und Aktiven) viel Vergnügen bereitete. Und weil es nur wenige Anmeldungen gab, konnten sich die Sessionteilnehmer dieses Mal etwas mehr Zeit lassen und auch den einen oder anderen Song mehr spielen als sonst.

Roy Bush Roy Bush als Udo...

Roy Bush & Jan Siegfried ...und mit Arndt Schulz und Jan Siegfried

So hatte unser Dauergast Roy Bush gleich zwei Auftritte: am Anfang als gelungenes Udo Lindenberg-Double und später gemeinsam mit der Houseband als Rock´n´Roll-Interpret (wobei "Blue Suede Shoes" in F# selbst die größten Routiniers unter uns ins Schwitzen brachte). Die Band Cern war extra aus Nienburg angereist und hatte ihren eigenen kleinen Fanblock mitgebracht, der nach ihrem Auftritt lautstark und erfolgreich Zugabe forderte, welche dann auch bereitwillig gegeben wurde.

Cern Die Band "Cern" aus Nienburg

Danach gab Robby Ballhause einen kleinen Vorgeschmack auf den Januar, wenn er Gast beim Southside Jam sein wird. Auch er kam um eine Zugabe nicht herum. Die Jazzsängerin Jael Jones spielte mit der Houseband und Dirk Schröter am Schlagzeug zwei Songs. Dirk konnte danach gleich sitzen bleiben: Gemeinsam mit Thomas Rettberg am Piano und Pepe am Frontmikro wurde Blues und Shuffle zum Besten gegeben.

Robby Ballhause Mr Greengrass: Robby Ballhause

Jael Jones Jael Jones mit Dirk Schröter und der Houseband

SSJ Houseband & Thomas Die Houseband mit Thomas Rettberg und Dirk Schröter

Martina Maschke Martina "Fuchs" Maschke

Jan Siegfried Drummer Jan Siegried

Robby & Ecki Robby Ballhause setzt den Schlussakkord

Im fliegenden Wechsel ging es dann weiter, und die Houseband jammte alleine und auch mit Unterstützung von Martina "Fuchs" Maschke am Leadgesang, mit Jan Siegfried am Drumkit oder auch als Backgroundsänger, und auch Thomas Rettberg kam bei Roy Bush noch einmal zum Einsatz. Den Abschluss machte dann Robby Ballhause mit seiner Ballade "Close to Heaven". Und so fühlten wir uns dann auch.
alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke



27.10.13: Rückblick Rock´n´Roll Piano Night

Die Sommerpause ist vorbei, und der Southside Jam startet wieder voller Elan in die neue Saison. Die Southside Jam House Band spielte ihren obligatorischen ersten Set in veränderter Formation: Thomas Rettberg nahm für Ecki am Piano Platz, der zu dieser Zeit noch in den USA weilte, und an der Gitarre vertrat Arndt Schulz den leider weiterhin erkrankten Marc. Nach dem "T-Bone Shuffle" sang Arndt die Countryrock-Nummer "Little Things“, anschließend gab es mit "In the Evening“ von Pepe einen Slow Blues, und Chrille swingte mit "Above these wheels“. Arndt schickte noch "Mama don’t allow“ von J.J. Cale auf die Reise, bevor Pepe mit "My Babe“ schon mal den Rock’n’Roll krachen ließ.

Foto rechts: Die SSJ Houseband in ungewöhnlicher Besetzung
Thomas Rettberg, Chrille Schulz, Pepe Peters, Arndt Schulz


SSJ Houseband

Andy Lee

Nach einer kleinen Pause betrat dann unser Stargast Andy Lee die Bühne. Er begann den Set allein mit Piano und Gesang. Zur Freude des Publikums spielte Andy eine Reihe unbekannter Stücke und machte deutlich, dass Rock’n’ Roll auch auf eine entspannte Weise hervorragend funktioniert. Zum Set-Ende holte sich Andy die SSJ House Band auf die Bühne, und es wurde schon mal kräftig vorgerockt. Im dritten Set machte Andy Lee seinem Ruf als großartiger Entertainer alle Ehre. Gemeinsam mit der SSJ House Band wurden Rock’n’Roll-Hits wie "Rock’n’ Roll Teenage Queen“, "Good Hearted Woman“, "Milkshake Mademoiselle“ und das obligatorische "Whole Lotta Shakin’ Going On“ gespielt. Das Publikum hatte sichtlich eine Menge Spaß, wenn Andy das Piano nach allen Regeln der Rock´n´Roll-Kunst traktierte (am Ende fehlten einige Schrauben), und es war nicht einfach, diese Rock’n’Roll-Party pünktlich um 23 Uhr zu Ende zu bringen. Obwohl draußen vor der Tür bereits die Polizei vorgefahren war, gab Andy noch eine letzte Zugabe ganz allein am Piano: "I wanna Go Home" beschloss eine wieder einmal herrliche Southside Jam Night.

Foto Links: Andy Lee

Andy Lee und Chrille

Publikum bei Andy Lee Foto oben: Das Publikum hat mal wieder eine Menge Spaß

Foto links: Andy und Chrille beim Jammen

alle Fotos dieses Berichts stammen von Karen Müller



17.07.13: Rückblick NP Rendezvous

Die Neue Presse Hannover hatte am vergangenen Donnerstag zum sogenannten Rendezvous im Stadtpark geladen. Bei dieser Veranstaltung, welche eine bunte Mischung aus Musik, Talk und Quiz bietet, waren wir - die Southside Jam Houseband - für ersteres zuständig. Im ersten Set gaben wir einen Ausschnitt aus unserem mittlerweile recht beträchtlichen Repertoire zum Besten, im zweiten und dritten stieß dann Martina Maschke als Special Guest dazu, mit der wir in typischer Southside Jam Manier diverse Songs aus Blues, Soul und Rock jammten.

SSJ Houseband & Martina Maschke Die SSJ Houseband jammt mit Martina Maschke, Foto: Hannelore Berkmann

Bei traumhaften Sommerwetter machte das nicht nur uns, sondern offensichtlich auch den zahlreichen Besuchern Spaß. Als besonderes Bonbon begleiteten wir bei zwei Songs außerdem den HannoveRaner Martin Jürgensmann, der als Talkgast eingeladen war. Marc wurde wie bereits im April von unserem guten Freund und Kollegen Arndt Schulz an Gitarre und Gesang vom besten vertreten.



10.04.13: Rückblick Bluesharp Night

Zum letzten Southside Jam vor der Sommerpause hatten wir mit dem gebürtigen Londoner Steve Baker einen der "Top 10" der Harpstilisten weltweit zu Gast. Steve wird 1975 vollprofessioneller Musiker und lebt seit Ende der 70er Jahre in Deutschland. Als Mitglied in verschiedenen Formationen u.a. mit Abi Wallenstein (Blues Culture), Dick Bird, Chris Jones und Dave Goodman veröffentlicht er zahlreiche CDs und tourt durch Westeuropa, Australien, Russland und die USA. Als Studiomusiker wirkt er bei hunderten von Aufnahmen mit und ist auf zahlreichen CD-Produktionen sowie in Film- und TV-Produktionen zu hören. Darüberhinaus veröffentlicht er diverse Fach- und Lehrbücher, gibt Workshops und ist seit 1987 enger Berater und Mitentwickler bei dem weltweit führenden Mundharmonikahersteller Hohner. Doch bevor unser Gast seine Kunst vorführte, gab es wie gewohnt zunächst einen Set der SSJ Houseband, allerdings in leicht veränderter Besetzung, denn unser Gitarrist Marc musste krankheitsbedingt leider absagen.

Steve´s Equipment Steve´s Equipment, Foto: Johannes Kollenda

Arndt Schulz Arndt Schulz, Foto: Stefan Amt

An seiner Stelle griff unser aller Freund und Kollege Arndt Schulz in die sechs Saiten und brachte mit den Songs "Six days on the Road" und "Hollywood Boulevard" auch seine Qualitäten als Sänger ein. Von seinem Namensvetter Chrille gab´s den Shuffle "You´re Humbucking me", von Pepe mit "Ashes of Love" etwas County und von Ecki u.a. den "Fulltime Drunkard" zu hören. Und nach einer kurzer Pause gesellte sich dann schließlich unser Gast Steve Baker zu uns.

Steve Baker Steve Baker, Foto: Klaus-Dieter Sturmeit

Steve Baker Steve Baker, Foto: Klaus-Dieter Sturmeit

Steve Baker Steve und Chrille, Foto: Klaus-Dieter Sturmeit

Nachdem es bei den letzten SSJ Abenden so extrem voll gewesen war, dass es zum einen für die Bedienungen kein Durchkommen mehr gab und zum anderen viele Besucher einfach keinen Platz mehr fanden, waren wir richtig froh, dass es dieses Mal wenigstens etwas mehr Luft gab, was den Konzertgenuss (nicht nur) beim Publikum sicherlich deutlich erhöhte. Denn was Steve aus seinen diversen Mundharmonikas herausholte, war schon eine Klasse für sich. Dennoch - und das zeichnet ihn sicherlich aus - stellt er seine außergewöhnliche Virtuosität stets in den Dienst der Musik, wodurch Melodie und Sound immer das Zentrum seines gefühlvollen Spiels bilden. Neben einigen Instrumentals, die sich von Slowblues über Swing und Shuffle bis zu Rumba und Afro-Rhythmen erstreckten, erwies sich Steve mit Songs wie "One word", "She Used to be Beautiful" und "Hustle on Down the Line" auch als souveräner Sänger. Mit seiner hohen Kunst auf der einen und seiner natürlichen, sympatischen Art (ein echter englischer Gentleman eben) auf der anderen Seite überzeugte er das Publikum von der ersten Minute an. Schade, dass um 23 Uhr wie immer Schluss sein musste, denn wir hätten noch ewig mit Steve weiterjammen können. Und schade, dass nun Sommerpause ist. Wir wünschen euch allen einen angenehmen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen im Herbst!

Steve Baker Steve Baker & die SSJ Houseband, Foto: Stefan Amt

Steve Baker Grand Finale, Foto: Johannes Kollenda



05.03.13: Rückblick CCR Night

Gestern hatten wir mit Frank Seidat (Voc.), Hanno Grossmann (Git.), Werner Zimmermann (Bass) und Uwe Richter (Drums) vier hannoversche Szenegrößen zu Gast, die sich 2012 zusammengeschlossen hatten, um zukünftig unter dem Namen Green River Gang Songs der US-Legende Creedence Clearwater Revival (CCR) zu interpretieren. Die vier seit den sechziger Jahren aktiven Vollblutmusiker haben fast überall gespielt, was in Hannover und z.T. auch darüber hinaus Rang und Namen hat(te): The Nice, Bullfrog, Lady, Fargo, Top Secret, Magic Lane, Desiree, Charly Maucher Band, Blue Note, Mit 18, Re-play, Blind Date, Cadillac, York, Black Cat Bones, Update, Ofu, Nine Lifes, Route 65, Slow Pokes, Hotch Potch u.v.m.

Wir starteten den Abend wie immer mit einem Introset der Southside Jam Houseband (Blueberry Hill, Heartbreak Radio, Honkytonk, These Lonely Nights, Iko Iko), bevor es dann anschließend mit CCR Nummern satt von unserer Gastband weiterging. Der Green River Gang gehört übrigens außerdem noch unser Gitarrist Marc an und erweitert diese zum Quintett. Das Pindopp war brechend voll besucht; so voll, dass leider nicht alle einen Platz fanden und einige das Geschehen von draußen durch´s Fenster verfolgen mussten. Die Stimmung war von Anfang an kochend (was den Temperaturen entsprach), und die Akteure wurden lautstark gefeiert. John Fogerty´s Songs in den Originaltonarten zu singen, ist sicherlich keine leichte Aufgabe, aber Shouter Frank Seidat stand dem großen Vorbild in nichts nach und meisterte jeden Song mit Power und Leidenschaft.

Werner Zimmermann & Hanno Grossmann Werner Zimmermann & Hanno Grossmann

Frank Seidat Shouter Frank Seidat

Green River Gang Hanno Grossmann, Uwe Richter & Frank Seidat

Die Pause nach gut dreißig Minuten hatten sich alle verdient. Und sie war dringend nötig, denn Sauerstoff war mittlerweile Mangelware. Daher wurde einmal ordentlich durchgelüftet, und nachdem sich alle mit frischen Getränken eingedeckt hatten, ging es mit Schwung in die letzte Runde, in der dann wie üblich mit allen gejammt wurde. Aber wir blieben beim Thema und ließen einige CCR Titel - angereichert mit Mandoline und Keyboards - in neuem Sound erklingen. Zugegebenermaßen war es nicht so einfach, die kleine Bühne mit bis zu acht Musikern und den dazugehörenden Instrumenten zu teilen. Das Wechseln von Gitarren sowie das Auf- und Abgehen von der Bühne geriet daher zu einem fast unlösbaren Problem. Aber irgendwie haben wir es trotz Kabelsalat in den Gitarrenkabeln und unzugänglichen Verstärkern hinbekommen - sehr zur eigenen Freude als auch der des Publikums. Und so kamen wir dieses Mal um eine Zugabe nicht herum, bei der dem einen oder anderen wohl zum ersten Mal klar wurde, dass "Rockin' all over the World" nicht von Status Quo stammt.

Jamming mit der Green River Gang Jamming mit der Green River Gang...

Jamming mit der Green River Gang ...und der SSJ Houseband

Alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



05.02.13: Rückblick Hildesheim Blues Night

Zur Hildesheim Blues Night hatten wir mit Kurt „Kuddel“ Renner, Bernie Ringe und Alex Mause drei echte Hildesheimer Blueslegenden zu Gast: Kurt „Kuddel“ Renner gründete mit Udo Wolf 1969 zunächst eine Bluesinitiative, aus der sich dann die Gruppe „Das dritte Ohr" entwickelte. Ab 1977 erfolgte ein loses Zusammenspiel mit dem Harp-Spieler Bernie Ringe und dem Sänger Falk Stehr, beides Gründungsmitglieder von „Lösekes Bluesgang“. Seit 1983 fand Kuddel wieder Zeit, mit Bernie Ringe als akustisches Blues-Duo regelmäßig bei diversen Veranstaltungen aufzutreten. Nach einer solchen Session fand sich dann 1986 das „Kuddel Renner Amazing Blues Orchestra“ zusammen, das sich aus vielen Musikern der heutigen „Lösekes Bluesgang“ zusammensetzt. Beiden Formationen gehört auch der dritte im Bunde - Schlagzeuger Alex Mause - an, der zwischen 1988 und 2001 Gründungsmitglied der hannoverschen „Time Out Blues Band“ war.

Hildesheimer Blues Allstars Die Hildesheimer Blues Allstars jammen mit der Southside Jam Houseband

Doch bevor wir uns mit den drei Jungs ausgiebig der Interpretation verschiedenster Zwölftakter hingaben, eröffneten wir den Abend mit der Houseband wie üblich alleine. Auch dieses Mal behielten wir die Tradition bei, mit Ausnahme des "T-Bone-Shuffles" ausschließlich bislang ungehörtes (und ungeprobtes) Material anzubieten: "Reelin' and Rockin'", "I Hear You Knocking", "Above these Wheels", "A Whiter Shade of Pale" und "Poke Salad Annie" machte nicht nur uns selbst, sondern augenscheinlich auch dem zahlreich erschienenen Publikum Freude.

Und dann gab es zwei satte Runden mit Blues und Bluesverwandtem in unterschiedlichsten Varianten und Besetzungen. Unsere drei Gäste teilten sich Leadgesang und Frontposition und zeigten sich darüberhinaus als versierte Instrumentalisten. Alex sorgte am Drumkit für den richtigen Drive und wurde bei seinen Ausflügen ans Frontmikro von Pepe am Schlagzeug vertreten. Kuddel bildete mit seiner Akustikgitarre die solide Basis und verteilte souverän und großzügig Soli, während Bernie mit seinem Harmonikaspiel das eine oder andere spielerische Highlight zu setzen vermochte.

Hildesheimer Blues Allstars Bernie & die SSJ Houseband

Alex Mause Alex Mause

Bernie Ringe Bernie Ringe

Kuddel Renner Kuddel Renner

Alex Mause Alex Mause

Wie es sich für einen echten Bluesabend gehört, wurden die zahlreich angebotenen Shuffles und Bluesnummern durch z.T. ausgiebige solistische Einlagen angereichert, welche vom "besten Publikum der Welt" mit spontanem Szenenapplaus honoriert wurden. Neben klassischem Chicagoblues gab es mit "Nobody Knows You" und "Lay down" auch echten Rootsblues und mit den zwei J.J. Cale Nummern "Call me the Breeze" und "Same Old Blues Again" Ausflüge in die Countryrichtung. Das rockige "Let´s Work together" und das nur von Kuddel allein vorgetragene "Ring of Fire" rundeten die Palette ab.

Alle Fotos dieses Berichtes:
Martina "Fuchs" Maschke



13.01.13: Rückblick Gastspiel Nienburg Jazzclub

Es ist zur schönen Tradition geworden, dass wir mit der Southside Jam Houseband jeweils zum Jahresbeginn die Livesaison des Jazzclubs Nienburg eröffnen. Nach einem ausgiebigen Soundcheck und einem gemütlichen Essen beim hervorragenden Italiener um die Ecke spielten wir zunächst einen bunt gemischten Set alleine, bevor dann im zweiten Set mit dem Bremer Harpspieler und Sänger Torsten Rolfs der erste Gastmusiker sein Stelldichein auf der kleinen Jazzclubbühne gab.

Die Southside Jam Houseband im JC Nienburg Die Southside Jam Houseband zunächst alleine...

JC Nienburg Gaeste ...und später mit Torsten Rolfs und Jörn Rode

Der dritte Set wurde mit dem Nienburger Nachwuchsgitarristen Matthias eröffnet, und dann gaben sich nach- und z.T. auch miteinander der bereits erwähnte Torsten Rolfs, der uns seit Jahren treu gebliebene Jörn Rode (Git., Voc.) und Jazzclubprogrammplaner und Slow Horses Schlagzeuger Alex Holtzmeyer die Ehre. Da gab es eine Menge Abwechslung, die durch den üppigen Applaus der Zuschauer entsprechend gewürdigt wurde. Und so hoffen wir, dass die Tradition des JC Nienburg auch im nächsten Jahr weiter gepflegt wird.

JC Nienburg Mattias Generations- und genreübergreifend: Nachwuchs (Matthias)...

JC Nienburg Alex ...und Profi (Alex Holtzmeyer) auf einer Bühne

Alle Fotos dieses Berichtes stammen von Kerstin Rindermann. Vielen Dank!



08.01.13: Rückblick HannoveRaner Night

Das neue Jahr begann für den Southside Jam gleich in doppelter Hinsicht mit vielen Leuten: nämlich sowohl vor als auch auf der Bühne. Schon lange vor Beginn drängelten sich die Gäste, um noch einen guten Platz zu ergattern. Die Stimmung war von Anfang an wieder sagenhaft, und nach einem knackigen ersten Set, den wir mit der Houseband wie gewohnt alleine bestritten, freuten wir uns auf unsere zahlreichen musikalischen Gäste.

ffn Comedian und Neue Presse Kolumnist Raner alias Martin Jürgensmann sang "ihn saane Songs in hannöverscher Mundacht" von den 5 Cds der beiden Kneipenphilosophen Siggi Behrens (Jochen Krause) und Raner Hanecke. Diese waren seit 1994 das Sinnbild für komische Kneipengespräche im Jargon der Region, bis Jochen Krause im Februar 2012 nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb. Der HannoveRaner kam jedoch nicht alleine, sondern brachte die komplette Band (Martin Huch, Jens Krause, Arndt Schulz, Ecki Hüdepohl, Marc Hothan) der Hannover-Show Von Linden bis nach’n Kröpcke hin mit ins Pindopp. Dass sich im Publikum reichlich Fans von Raner befanden, war schon beim ersten Song unüberhörbar: es wurde fleißig und textsicher mitgesungen, und so wurde dieser unterhaltsame und lustige zweite Set entsprechend beklatscht und umjubelt. Man erwartete die letzte Runde nach einer dringend notwendigen Lüftungspause voller Spannung, denn da sollte sich Martin von einer anderen Seite zeigen.

HannoveRaner Der HannoveRaner singt "ihn saane Songs"

HannoveRaner Der HannoveRaner mit seiner Showband...

HannoveRaner ...Von Linden bis nach’n Kröpcke hin

Der Ballonseiden-Anzug wurde abgelegt, die hannoversche Mundart wich der englischen Sprache, und mit Songs von den Eagles, Keith Urban und Daryl Hall präsentierte Martin einen Querschnitt seiner Lieblingstitel. Anstelle von Jens setzte sich nun Pepe ans Schlagzeug, und die Band bekam weitere Unterstützung durch Martins Bandkollegen Matthias Hartmann an Akustikgitarre und Gesang. Und damit nicht genug: für die weiblichen Gesangsparts betrat außerdem Alina Schulte die kleine Bühne, sodass die Platzmöglichkeiten spätestens jetzt optimal ausgenutzt waren. Obwohl Martin´s Stimme aufgrund einer hartnäckigen Erkältung etwas angeschlagen war, hielt er tapfer durch und meisterte die nicht gerade einfachen Gesangspassagen insbesondere bei Don Henleys "The Heart of the Matter" mit Bravour. Das war klasse und hatte ihm manch einer seiner Fans, die ihn bislang nur als Raner kannten, so sicher nicht zugetraut.

HannoveRaner Ecki, Arndt und Martin J.

HannoveRaner Arndt, Jens und Martin H.

HannoveRaner Zu wem gehören wohl diese Füße?

HannoveRaner Martin, Alina & Matthias von Mommy Tankle

Alle Fotos dieses Berichtes stammen von Marina Hlubek mit Ausnahme des letzten, welches Martina Maschke gemacht hat. Vielen Dank!