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Übersicht 2014


02.12.14:  Rückblick Rainer Schumann & Gero Drnek
04.11.14:  Rückblick 8th Open Stage Night
08.10.14:  Rückblick Reverend J. Peacock & the Brotherhood
08.04.14:  Rückblick Acoustic Guitar Night
04.03.14:  Rückblick Glitter Night
26.02.14:  Owl Town Jam in Peine
04.02.14:  Rückblick Boogie Night
07.01.14:  Rückblick Greengrass Night




02.12.14: Rückblick Rainer Schumann & Gero Drnek

Die Southside Jam Houseband jammte in der diesjährigen Dezemberausgabe mit Rainer Schumann und Gero Drnek, die u.a. Songs (hauptsächlich aus Rainer´s Feder) während und nach der gemeinsamen Zeit bei Fury in the Slaughterhouse präsentierten - Songs über pure Lebensfreude, Wichtiges und Banales, Sinn und Unsinn. Songs über das Jungsein, Älterwerden, Eltern werden. Durchdrehen, Beziehungswahnsinn, Erfolg haben und alles in Frage stellen. Songs über coole Zeiten, Liebe, Musik und Fussball! Am gestrigen eiskalten Dezemberabend waren nicht nur zahlreiche interessierte Zuschauer, sondern auch ein Kamerateam des NDR erschienen, um ein paar Szenen für eine Dokumentation über Rainer zu drehen. Unsere Haus- und Hof-Filmerin Katee war also dieses Mal nicht die einzige, die einen wieder einmal einzigartigen Abend in Bild und Ton dokumentierte.

Bevor unsere Gäste zum Zuge kamen, gab es ein paar neue Songs der SSJ Houseband zu hören, wie "City of New Orleans", "C.C. Rider", "Black Night", "Sea Cruise" und "Little Sister". Nach einer kurzen Umbaupause gaben Rainer und Gero einen Ausschnitt aus Rainer´s Soloprogramm zu Gehör, wobei sich beide als absolut multitasking-fähig erwiesen: Mit zwei Stimmen, Akustik- und E-Gitarre sowie umfangreichen Pedalen und Fußpercussion (zuweilen wurde selbst das Mikrostativ als Percussioninstrument zweckentfremdet) ersetzten sie locker eine komplette Band, wobei sie dabei völlig auf die Instrumente verzichteten, die sie bei Fury üblicherweise gespielt hatten (Drums bzw Keyboards).

Rainer Schumann
Gitarre statt Drumkit: Rainer Schumann

Schumann & Drnek
Gero Drnek und Rainer Schumann

Im dritten Set ging es dann ziemlich opulent zu sechst zur Sache. Da stand dann mit einem Bassisten und bis zu vier Gitarristen eine wahre Gitarrenarmee auf der kleinen Bühne, was dem einen oder anderen Stones-Titel allerdings sehr gut zu Gesichte stand. Marc und Arndt griffen bisweilen aber auch zu Mundharmonika bzw Mandoline, so wie beim McGuiness-Flint-Klassiker und einstigen Fury-Hit "Dead and Gone", welcher ein erstes Highlight einer beseelten, lustigen und druckvollen Session markierte. Mit Peter Tosh´s "Don´t Look Back" und Rainer´s "One Chord Reggae" ging es musikalisch nach Jamaika, was zu ausgedehnteren Jams einlud, und mit "Holiday" und "If I Go" gab es noch zwei Rocker aus Rainer´s Feder obendrauf.

Schumann & Drnek
Gero & Rainer

Schumann, Drnek & Southside Jam Houseband
Jam: Ecki, Gero, Chrille & Rainer

Schumann & Drnek
Jam: Gero, Chrille, Rainer, Pepe & Marc

Schumann, Drnek & Southside Jam Houseband
Jam: Rainer, Marc & Arndt

Und so ging ein wunderbarer Abend wieder einmal viel zu schnell zu Ende. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie einfach und schnell man sich beim gemeinsamen Musizieren näher kommt und hinterher den Eindruck hat, man spiele schon ewig zusammen. Und nicht nur auf der Bühne sondern auch davor verschwinden Grenzen. Denn eines ist klar: ohne das beste Publikum der Welt wären solche Abende nicht möglich. Und mit diesen besinnlichen Zeilen verabschieden wir uns in die bevorstehende Weihnachtszeit. Bis im nächsten Jahr!

alle Fotos: Martina "Fuchs" Maschke



04.11.14: Rückblick 8th Open Stage Night

Nachdem zur letztjährigen Open Stage Night relativ wenige aktive MusikerInnen erschienen waren, freuten wir uns bei der achten Open Stage Night über einen umso größeren Zuspruch. Schon zu Anfang hatten wir eine Menge Anmeldungen auf dem Zettel, und im Laufe des Abends kamen immer wieder neue dazu, sodass wir bereits befürchteten, nicht alle unterbringen zu können (was jedoch nicht eintrat). Viele Zuschauer füllten das Pindopp schon zu früher Stunde, was das Servicepersonal vor größere Aufgaben stellte, die jedoch bestens bewätigt wurden. Und es wurde eine ganz hervorragende Jamnight ohne längere Umbaupausen, dafür mit umso mehr und sehr abwechslungsreicher Musik, einigen Southside Jam Dauerbrennern, vielen DebutantInnen und vor allem mit viel Spaß und guter Laune auf, vor und hinter der Bühne.

Olaf Folta
zu Anfang eigene Songs mit Olaf Folta aus Peine

Blueslips
poppiger Soul mit den "Blueslips"...

Blueslips
...mit Lebo dem bisher jüngsten SSJ-Musiker...
alle 3 Fotos: Michel Devezeau


Blueslips
...und dann mit Jan Siegfried
am Schlagzeug


Tommy Wagner
Ukulelen-Pop mit
Tommy Wagner aus Peine


Dommi & Friends
Erwin Giebelhausen, Dominik Diaz und Chrille (& Mike Wiesner)
alle 3 Fotos: Michel Devezeau


Mike Wiesner & Erwin Giebelhausen
Mike Wiesner & Erwin Giebelhausen
Foto: Martina Maschke


Jael Jones & Pitter Schwaar
Jazz-Pop mit Jael Jones & Pitter Schwaar
Foto hier und rechts: Michel Devezeau


Patsy & Steff
Popballaden von
Patsy Hüdepohl & Stefania Schmi


Cern
Die Band "Cern" aus Nienburg
alle 3 Fotos: Michel Devezeau


Roy Bush
Roy Bush
spielt Garth Brooks


Blues Session
Blues Session u.a.
mit Thomas Lesniak, Chrille, José...


Blues Session
...und Felix Krüger, Jan Siegfried & Eckart Gede
Foto hier & Mitte: Michel Devezeau


Felix Schneider
Felix Schneider
spielt Country & R´n´R


Robby Ballhause
eigene Songs von Robby Ballhause & SSJ
Foto: Martina Maschke


Nach dem besonderen Erfolg der achten Open Stage Night planen wir auch in 2015 den November als Open Stage Termin ein und hoffen, dass er ähnlich gut angenommen wird, wie in diesem Jahr. Wir möchten uns sowohl bei allen Aktiven als auch beim besten Publikum der Welt für das Dabeisein und Mitmachen herzlich bedanken!



08.10.14: Rückblick Reverend J. Peacock & the Brotherhood

Man kommt nicht drum herum festzustellen, dass der Sommer in den letzten Zügen liegt und die dunkle Jahreszeit bereits vor der Haustür lungert. Für viele von uns sind das keine schönen Aussichten, aber der nahende Herbst hat ja zum Glück auch seine angenehmen Seiten, z.B. den Southside Jam. Und dass nicht nur der Mai das Monopol auf Erneuerungen hat, zeigt die Oktoberausgabe des SSJ: Nach anderthalb Jahren war endlich wieder unser Stammgitarrist Marc Hothan dabei, sodass sich die SSJ Houseband erstmals in Quintettbesetzung präsentierte. Unsere Eröffnungs-Melodie, der T-Bone-Shuffle, erklang zum ersten Mal dreistimmig, und überhaupt klang die Band nie zuvor so satt und voll. Es machte uns daher umso mehr Spaß (und den ZuschauerInnen anscheinend auch), unsere Mischung aus Country ("Your Ceatin´ Heart"), Blues ("Lonely Lonely Nights"), Rock´n´Roll ("Lucky Me" / "Better Do It Right Now") und Rock ("Paranoia Schizophrenia Blues") zu zelebrieren. Nach diesem in jeder Hinsicht erfreulichen ersten Set freuten sich dann alle auf unsere musikalischen Gäste.

die SSJ Houseband erstmals zu fünft
die SSJ Houseband erstmals zu fünft

Reverend J. Peacock & the Brotherhood
Reverend J. Peacock & the Brotherhood...

Reverend J. Peacock & the Brotherhood
... spielen Rhythm ´n Blues Jamaicubano

Rev. J. Peacock & the Brotherhood bestehen aus vier hannoverschen Szenegrößen: Rüdiger Scholz, Ingo Renner, Erwin Giebelhausen und Peter Coers kreuzen traditionelle Blues- und Country-Blues-Elemente mit modernen Rhythmen aus Westafrika und der Karibik und schaffen damit ein ganz eigenes Genre: Rhythm ´n Blues Jamaicubano. Rüdiger sang auf grandios authentische Weise den Blues und wechselte zwischen Gitarre und Bluesharp. Ingo war für diverse eher exotische Saiteninstrumente wie Lapsteel und Banjo zuständig und wusste selbige meisterhaft zu spielen. Auch Peter war ständig in Bewegung, denn neben dem Schlagzeug griff er auch auf Kongas und afrikanische Handpercussion zurück. Ruhepol der Band war Erwin, der am Bass keine einzige Note zuviel spielte und für ein souverän rollendes Groovefundament sorgte. Es wurden Standards wie "Bring it on Home" und "Working on the Coalmine" gespielt oder Rocknummern wie "Honkytonk Women" im neuen Bluesgewand präsentiert. Der archaische Sound und eine bisweilen hypnotische Einfachheit der Arrangements entführte alle Anwesenden in eine ganz andere Welt und Zeit.

Reverend J. Peacock & the Brotherhood und die SSJ Houseband
Reverend J. Peacock & the Brotherhood...

Reverend J. Peacock & the Brotherhood und die SSJ Houseband
...jammen gemeinsam mit der SSJ Houseband

Reverend J. Peacock & the Brotherhood und die SSJ Houseband

Im dritten Set wurde es dann richtig eng, denn insgesamt waren wir ja zu neunt. Da half alles nichts, ein Teil des Zuschauerraums wurde zur Nebenbühne umfunktioniert, wo u.a. Peter Platz nahm, um seine Kongas zu bearbeiteten, Arndt zur Mandoline griff und Marc sich mit Harp und Mikro bewaffnet unter die Leute mischte. Es hatte schon etwas hippiehaftes: an jeder Ecke saß jemand und spielte sein Instrument. Und auch die ZuschauerInnen nahmen am Geschehen teil und unterstützten den magischen Groove. Die Instrumentierung änderte sich ständig, Chrille wechselte sich mit Marc an der Gitarre ab, und Ecki steuerte mal etwas Piano und Orgel, mal ein paar Akkordeonklänge bei. Es wurde eine richtig nette und inspirierte Jamsession, wo Grenzen überschritten wurden, räumlich wie musikalisch. So soll es ein! Yeah!

Links: Die große finale Session

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke




08.04.14: Rückblick Acoustic Guitar Night

Mit der Acoustic Guitar Night beschlossen wir am gestrigen Abend eine wieder einmal sehr erfolgreiche und spannende Southside Jam Saison. Eingeladen hatten wir den Gitarristen, Sänger und Songwriter Mathew James White. Der gebürtige Neuseeländer und Wahlberliner wird aufgrund seines Repertoires voller eingängig chilliger und mitunter auch funky Melodien oft mit den genannten Größen des Musikbusiness (Crowded House, Jack Johnson & Elliot Smith) verglichen. Seine Karriere begann in seiner Heimatstadt Hamilton, Neusseland, führte ihn für die nächsten zehn Jahre zum Nachbarland Australien und schließlich nach London. Seit 2005 lebt Mathew in Berlin und ist seitdem auf Dauertour, diverse CD-Veröffentlichungen im Reisegepäck.

Die erste Runde bestritten wir mit der Southside Jam Houseband wie immer alleine, bei zwei Songs (Sugar Coated Love & Let Love Rule) allerdings mit Unterstützung von Martina "Fuchs" Maschke am Leadmicro. Desweiteren gab es Country (Highwayman), Rock´n´Roll (Do it Baby) und Ballade (Are You Lonesome Tonight). Das Pindopp war nahezu zum Bersten gefüllt, sodass man in Bezug auf die herrschende Raumtemperatur weniger den Eindruck eines lauen Frühlingsabends als vielmehr einer heißen Sommernacht bekam. Und das sollte sich in der zweiten Runde, die unser Gast Mathew James White mit ausschließlich selbstgeschriebenen Songs ganz alleine gestaltete, auch nicht ändern. Am Thresen kam es zu leichten Staus, und auch die Bedienungen hatten es nicht leicht, sich ihren Weg durch´s Publikum zu bahnen. Nicht nur die Gläser wurden knapp, auch der Sauerstoff ging langsam zur Neige. Aber das "beste Publikum der Welt" ließ sich von diesen kleinen Widrigkeiten keinesfalls die Laune und den Spaß verderben, sondern lauschte gespannt und fasziniert den wunderbaren Klängen, welche Mathew auf der Bühne kreierte.

Martina Maschke & Arndt Schulz
Martina Maschke & Arndt Schulz

Mathew James White
Mathew James White

Mit seiner sympathischen, bescheidenen Art, großartigen Songs und seinem gefühlvollem und stets perfekt intoniertem Gesang hatte er die Leute sofort auf seiner Seite, und bereits im ersten Song wurde lautstark und begeistert mitgesungen. Gitarrespiel, Stimme, Texte, Melodien, Ausstrahlung: alles verschmolz zu einer wunderbaren Einheit, wie man es sicher nicht alle Tage sieht. Mit entsprechendem Applaus wurde Mathew dann auch in die Pause verabschiedet.
Mathew James White & SSJ Houseband
Mathew James White & SSJ Houseband

Mathew James White & SSJ Houseband
Mathew James White & SSJ Houseband

Mathew James White & SSJ Houseband
Mathew James White & SSJ Houseband

Mathew James White & SSJ Houseband
Mathew James White & SSJ Houseband

In der dritten Runde bekam Mathew Unterstützung der SSJ Houseband. Auch dieser Set bestand ausschließlich aus Songs aus eigener Feder. Und es machte nicht nur uns allen auf der Bühne ein riesiges Vergnügen (Mathew inklusive), seine Songs durch Dynamik und größere Instrumentierung wachsen zu lassen, sondern offensichtlich auch allen Leuten im Publikum, die ihrer Begeisterung freien Lauf ließen. Auch in dieser letzten Runde vor der Sommerpause stellte das SSJ Publikum wieder seine Mitsingfreude und -Fähigkeit unter Beweis, sodass man sich bei geschlossenen Augen nicht im kleinen Pindopp sondern auf einer großen Stadionbühne wähnen konnte. Ein ganz besonderer Abend als Krönung einer tollen Southside Jam Saison ging somit mit glücklichen Musikern und begeisterten Besuchern zu Ende. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Staffel.

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke



04.03.14: Rückblick Glitter Night

Seit 1987 hat sich die Braunschweiger Glam Rock Band Sweety Glitter dem Lebensgefühl der 70er Jahre verschrieben und dabei Hunderttausende infiziert. In seiner anrüchigen, schrill-bunten, androgyn-zweideutigen und zugleich ironisch verspielten Form - dem Glam Rock – schöpft die Band in authentischem Outfit aus dem endlosen Füllhorn tiefgründiger Leichtigkeit. In mehr als 1.400 Shows teilten sie die Bühne mit Rocklegenden wie Chuck Berry, The Who, Canned Heat, James Brown, Deep Purple, Status Quo, Beach Boys, Bob Geldof u.v.m. Band-Leader Volker Petersen alias Sweety Glitter (Vocal, Guitar) und Keyboarder und Sänger Stephan „Carbite“ Kabisch waren die musikalischen Gäste bei der März- und gleichzeitigen Rosenmontagsausgabe des Southside Jam.

Volker Petersen
Volker "Sweety Glitter" Petersen

Stephan Kabisch
Stephan "Carbite" Kabisch

Zunächst eröffnete die Southside Jam Houseband wie immer den Abend mit bislang ungehörten Songs, wobei die Setlist diesmal ungewöhnlich countrylastig ausfiel ("The Race is on", "White Freightliner", "God Trying to Get Your Attention"). Aber mit "I Can´t Stand the Rain" und "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" gab es auch zwei stilistische Ausreißer. Der zweite Set gehörte dann ganz unseren Gästen. Entgegen Image und Gewohnheiten bei ihren Sweety Glitter Auftritten erschienen sie ungeschminkt in einfacher Garderobe und ohne jegliche schrille Attitüde und stellten damit von vornherein klar, dass sie die nachfolgende gute halbe Stunde musikalisch anders gestalten würden als sonst bei ihnen üblich.

Volker Petersen & Stephan Kabisch

Reduziert auf Akkustikgitarre, Piano und ihre bestens aufeinander eingestellten Stimmen gab es nun ein großartiges Programm aus eigenen Songs und ausgesuchten Covertiteln (darunter Beatles, Eagles, Elvis) - allesamt Stücke, welche den eigenen Worten nach zu ihren Lieblingsliedern zählen. Und man merkte sofort, wie sehr Volker und Carbite diese Songs am Herzen lagen. Denn entsprechend intensiv und tiefgehend war ihr Vortrag. Die aufgrund vieler Balladen entstandene ruhige Athmosphäre lockerten die beiden mit ihrem augenzwinkernden Charme und witzigen Ansagen zwischendurch immer wieder auf, und das "beste Publikum der Welt" honorierte diesen hochgradig gelungenen Set mit entsprechendem Beifall.

Foto links: Carbite & Volker

Ecki & Carbite
Ecki & Carbite

Glitter Jam
Chrille, Volker & Arndt

Und im dritten Set ging es dann - wie es sich für einen ordentlichen Southside Jam gehört - mit allen gemeinsam zur Sache. Musikalisch und menschlich verstand man sich ad hoc bestens und erfreute sich selbst und das Pubikum an Longversions von Songs aus den Federn von Beatles, Stones, B.B. King und anderen Größen aus Rock, Pop und Blues. Die Zeit verging wie im Fluge, und am Ende stelle Carbite erstaunt fest, dass er über allem Spaß am gemeinsamen Jammen vollkommen vergessen hatte, das eigens wegen Rosenmontag mitgebrachte Tischfeuerwerk zu entzünden. Aber was soll´s: es dürften sich alle darüber einig sein, dass das musikalische Feuerwerk an diesem Abend absolut gereicht hat!

Foto rechts: Ecki, Carbite, Chrille & Volker
alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke


Glitter Jam



26.02.14: Owl Town Jam in Peine

In Peine hat sich nach dem Vorbild des Southside Jams eine Gruppe lokaler Musiker zusammengeschlossen, um an jedem dritten Mittwoch im Monat nach dem gleichen Prinzip wie bei uns eine Jamsession zu veranstalten. Laut Rolf Vatteroth - einer der Initiatoren und Mitglied der Houseband - war die erste Veranstaltung des Owl Town Jam am 19.02.14 ein großer Erfolg, sodass man voller Zuversicht auf die nächste Session am Mi 19.03.14 blickt. Wir gratulieren herzlich zum gelungenen Einstand und wünschen allen Beteiligten für die Zukunft alles Gute.

Nebenstehend gibt es einen Artikel aus der Peiner Allgemeinen Zeitung vom 23.01.14 über den Owl Town Jam, den man auch über diesen Link zur PAZ Online Seite hier nachlesen kann.

Bild rechts: Artikel PAZ 23.01.14

 Symbol PAZ 23.01.14



04.02.14: Rückblick Boogie Night

Zur gestrigen Southside Jam Boogie Night hatten wir das Trio Boogie Rockets zu Gast, zu dem sich drei namhafte deutsche Bluesmusiker zusammengeschlossen haben, um ihrem Publikum eine explosive Mischung aus Boogie Woogie und Rhythm´n Blues der 30´er bis 50´er Jahre zu bieten. Sänger Kay Steffens (u.a. „K.T. And Midnight Cannonball“) ist ein energiegeladener Vollblutentertainer, der außerdem eine vorzügliche Bluesharmonika beisteuert. Nils von der Leyen (Piano) gilt als einer der besten Boogie Woogie Pianisten der jüngeren Generation, der 1993 und 1999 den Solistenpreis für Klavier beim "Winning Jazz"-Wettbewerb Hannover gewann. Andreas Bock (Drums) war jahrelanges Gründungsmitglied von „B.B. & the Blues Shacks“ und ist mittlerweile mit vielen verschiedenen Formationen (u.a. „R.J. Mischo“, „Mark Hummel“) europaweit unterwegs. Mit R.J. Mischo war Andreas übrigens bereits beim Southside Jam im Mai 2012 zu Gast.

Nils von der Leyen Nils von der Leyen; Foto Klaus-Dieter Sturmeit

Kay Steffens Kay Steffens; Foto Klaus-Dieter Sturmeit

Andreas Bock Andreas Bock; Foto Klaus-Dieter Sturmeit

Nach dem Eröffnungsset der SSJ Houseband ("As Time Goes by", "Mixed up Shook up Girl", "The Letter", "Delilah", "That´s all") legten die Boogie Rockets sogleich raketenmäßig los. Für die kommenden knapp 40 Minuten kamen Freunde des Boogie Woogie voll auf ihre Kosten, denn es wurde vom rasantesten Uptemposhuffle über Swing- und Medium-Grooves bis hin zum Slowblues alles geboten, was das 12-Takter-Herz begehrt.

Pianist Nils van der Leyen, der zurecht als einer der besten deutschen jungen Boogie-Pianisten gilt, und Drummer Andreas Bock, über dessen Qualitäten als Spezialist für Shuffle und Blues nichts mehr gesagt werden muss, spielten mit soviel Virtuosität und Präzision bei gleichzeitiger Lässigkeit, dass es auch dem größten Boogie-Abstinenzler in den Beinen zuckte und kaum ein Fuß still stehen blieb. Frontmann Kay Steffens shoutete über diesen dichten Rythmusteppich seine Blueslines, griff desöfteren zur Mundharmonika und erwies sich von Anfang an als souveräner und charmanter Showman. Bei den zahlreichen Sing-Along-Parts musste er das "beste Publikum der Welt" niemals lange bitten: es wurde begeistert mitgesungen und geklatscht, und das Pindopp verwandelte sich mal wieder in den heißesten Bluesclub des Südens (und nicht nur von Hannover). Die darauffolgende kurze Pause wurde schnell zum Luftschnappen und Kaltgetränke-Ordern genutzt, dann ging es sofort weiter in die finale Runde.

Boogie Rockets & SSJ Houseband Boogie Rockets & SSJ Houseband; Foto: Klaus-Dieter Sturmeit

Jamming with the Boogie Rockets Boogie Rockets & SSJ Houseband; Foto: Klaus-Dieter Sturmeit

Um es fussballerisch auszudrücken: In dieser sozusagen Verlängerung verstärkten Chrille und Arndt das defensive bzw offensive Mittelfeld und hielten dabei souverän ihre Positionen, was den beiden Stürmern Nils und Kay mehr Freiheiten im Spiel nach vorne gab. Zunächst hielt Pepe den Kasten hinten sauber, wechselte sich dann aber selbst aus und überließ Böckchen großzügig die Sticks, um das Spiel von der Bank aus weiter zu genießen. Kurz vor Schluss kam dann Ecki noch zu seinem Kurzeinsatz, wobei er jedoch kaum einzugreifen brauchte, denn das Spiel war längst in sicheren Tüchern und die Punkte eingefahren. Obwohl die Mannschaft in dieser Zusammensetzung niemals vorher gemeinsam trainiert hatte und der Platz aufgrund der räumlichen Enge schwer bespielbar war, lief das Zusammenspiel perfekt. So hält die Serie der Heimsiege des 1. SSJ Hannover weiter an. Die Fans zeigten sich mehr als zufrieden und sangen zum Teil noch auf dem Heimweg.



07.01.14: Rückblick Greengrass Night

Robby Ballhause ist ein Sänger, Gitarrist und Songwriter aus Hannover. In den unterschiedlichsten Stilrichtungen zu Hause konzentriert sich der musikalische Schwerpunkt auf Folk, Bluegrass, Country, Rock und Pop. Die Melange daraus nennt der virtuose Zupfgitarrenbarde Greengrass-Music, melodische, unbemühte und vielseitige handgemachte Musik mit kummerfreien, jedoch anspruchsvollen Texten. Robby durchlief die harte Schule des Straßenmusikers (3 Jahre lang in Südeuropa), tourte in den 90ern mit großer Band durch Clubs und Hallen und kehrt nun als der amerikanischste unter den hiesigen Liedermachern mit grobschlächtig gespielten Liebesliedern und lieblich erzählten Grobschlächtigkeiten „schmerzhaft lebendig“ (Göttinger Tageblatt) auf die Bühne zurück. Seine aktuelle CD, auf der auch einige Mitglieder der Southside Jam Houseband mitgewirkt haben, trägt den Titel Greengrass und lieferte damit auch das Motto des gestrigen Abends

Robby Ballhause Greengrass Music...

Robby Ballhause ... von und mit Robby Ballhause

Robby Ballhause Fotos von Michel Devezeau

Den ersten Set bestritt jedoch zunächst wie immer die Southside Jam Houseband. Arndt holte mit "Dead End Street" einen Song der Kinks aus der Beatära hervor, Ecki erwies mit "A Better Word for Love" und "Sometimes We Cry" Big Al Anderson bzw Van Morrison seine Referenz, Pepe hatte sich mit "Life by the Drop" einen rockigen Shuffle ausgesucht, und Chrille shoutete Chuck Berry´s "Sweet Little Rock´n´Roller". Das Pindopp war brechend voll, die für Januar ohnehin schon extrem frühlingshaften Temperaturen erinnerten spätestens nach dem ersten Set an einen heißen Juliabend. Entsprechend "warm" war auch die Athmosphäre.

Robby Ballhause & die SSJ Houseband Robby Ballhause & die SSJ Houseband, Foto von Michel Devezeau

Und diese Wärme strahlte Robby Ballhause, der im zweiten Set ganz alleine mit Stimme, Gitarre und Cajon einen Querschnitt aus seinen diversen CDs zum Besten gab, auch auf alle Anwesenden aus. Mit seinen mal sanften, mal ironisch-bissigen, doch immer menschlichen Texten, feinstem Gitarrenpicking, warmer Baritonstimme und äußerst unterhaltsamen Ansagen vergingen die knapp 40 Minuten wie im Fluge, und so manche(r) hätte ihm wohl gerne noch viel länger gelauscht.

Die nachfolgende Pause wurde genutzt, um Luft zu schnappen und sich mit neuer Flüssigkeit zu versorgen (beides war dringend notwendig). Und dann ging es in den dritten Set, in dem sich Robby von der Houseband begleiten ließ. Mal wurde gerockt, mal in sphärischen Klängen geschwelgt, es wurden Solopassagen eingefügt oder verlängert, und Robby´s Songs erklangen mitunter in neuem Gewand.

Das war kurzweilig, voller Abwechslung und mit viel guter Laune vorgetragen. Und so wurde es vom besten Publikum der Welt mit entsprechend viel Applaus und großer Begeisterung angenommen. Ein toller Abend ging dann mit einer Punktlandung um 23 Uhr zu Ende. Was eigentlich wirklich schade war!

Robby Ballhause & die SSJ Houseband Robby und die SSJ Houseband jammen

Robby Ballhause & Arndt Schulz Robby & Arndt, Fotos von Martina Maschke