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Übersicht 2015


08.12.15:  Rückblick Robert Carl Blank
03.11.15:  Rückblick 9th Open Stage Night
06.10.15:  Rückblick Sydney Ellis
14.04.15:  Rückblick Holmes & Watson
03.03.15:  Rückblick Julian Dawson
03.02.15:  Rückblick Three More Pints
06.01.15:  Rückblick Hensen & Blanke




08.12.15: Rückblick Robert Carl Blank

Nachdem die letzten Veranstaltungen bestens besucht gewesen sind, war es beim gestrigen Southside Jam ein wenig lockerer gefüllt. Wahrscheinlich wirkte sich der Vorweihnachtsstress doch deutlicher aus als man vermutet hätte, und manch einer mag auch an dem einen oder anderen Glühweinstand versackt sein, jedenfalls konnte dieses Mal jede(r) dem Treiben auf der Bühne auch ohne Blick auf die zahlreichen Videomonitore bestens folgen, was einige wohl als sehr angenehm empfunden haben dürften. Wie immer eröffneten wir mit der SSJ Houseband den Abend mit einem gänzlich neuen Set, darunter als einziges Weihnachtlied "Sleigh Ride" sowie Countryjazz ("Miles and Miles of Texas"), Blues ("Blue as blue Can Be") und Rock'n'Roll ("Rock'n'Roll Again"). Um es in der vorweihnachtlichen Terminologie auszudrücken: Es wurde ein schöner bunter Teller gereicht.

Southside Jam Houseband
Die erste Runde mit der Southside Jam Houseband

Danach gab es ein Soloset unseres musikalischen Gastes: Der 1975 in der Nähe von Frankfurt am Main geborene Gitarrist und Sänger tschechischer Abstammung Robert Carl Blank ist ein Weltenbummler im musikalischen wie im eigentlichen Sinne. Er besuchte England, die USA und Australien, wo er verschiedenste musikalischen Eindrücke sammelte, die er in auf diversen Solo-Alben veröffentlichten eigenen Songs und ungezählten Konzerten in ganz Deutschland und darüber hinaus verarbeitete. Desweiteren ist Robert Carl Blank ein passionierter Fallschirmspringer und hat ein Studium der Politikwissenschaften und Amerikanistik an der Uni Frankfurt absolviert. Seit 2003 ist er als Solokünstler unterwegs, nachdem er jahrelang in diverse Bandprojekte involviert und auch als Künstlerbegleiter tätig gewesen ist.

Robert Carl Blank
Robert Carl Blank mit Gitarre...

Robert Carl Blank
...Dobro...

Robert Carl Blank
...und Elektro-Bassdrum

Robert legte eine wirklich beeindruckende Solorunde hin. Er interpretierte ausschließlich eigenes Material, darunter auch neue, bisher unveröffentlichte Songs, die auf dem nächsten Album erscheinen werden. Robert spielte alle dynamischen Möglichkeiten voll aus, umgarnte mit seiner gefühlvollen, warmen Stimme die Ohren und Herzen der ZuhörerInnen und begleitete sich selbst souverän wahlweise auf Akkustikgitarre und Dobro sowie mit einem unaufdringlichen Bassdrumgroove. Seine ausgeklügelten aber niemals kopflastigen Kompositionen waren auf angenehme Weise abwechslungsreich, und die gezielt eingestreuten Singalong-Parts wurden vom Publikum sofort mit viel Gefühl aufgegriffen. Ein Hochgenuss (nicht nur) für Freunde der gehobenen Singer-Songwriterkunst - Chapeau!

Robert Carl Blank und die SSJ Houseband

Auch die dritte - gemeinsame - Runde wurde ausschließlich mit Songs aus Roberts Feder gestaltet. Zwar hielten wir uns über weite Strecken an die vorgegebenen Arrangements, dennoch wurden die Möglichkeiten zum ausgiebigen Jammen - wo sie denn vorhanden waren - voll ausgenutzt. Und das machte unglaublichen Spaß und zeigte, dass nicht immer nur der übliche 12-Takter-Blues herhalten muss, wenn man frei improvisieren möchte. So wurden die Songs dann etwas länger als geplant, und wir mussten auch dieses mal die 23 Uhr Grenze ein kleines bißchen überziehen - was jedoch weder Robert, uns, dem Gastroteam oder dem Publikum etwas ausgemacht hätte. Dazu war es viel zu nett.


links: Robert Carl Blank und die SSJ Houseband jammen

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke





03.11.15: Rückblick 9th Open Stage Night

Einmal im Jahr (traditionsgemäß jeweils im November) laden wir keine musikalischen Gäste ein. Stattdessen gab es gestern die (mittlerweile neunte) Open Stage, bei der MusikerInnen spontan teilnehmen konnten, egal ob als Einzelkünstler, Duo oder komplette Band, Amateur oder Profi. Voranmeldungen dazu waren nicht notwendig. Wer mitmachen wollte, meldete sich einfach bei Pepe oder Ecki an, die dann die Reihenfolge der Auftritte festlegten. Pro Formation wurden 1-2 Titel gespielt, dann wurde gewechselt.

Golliwog
Den Anfang machte die hannoversche Ur-Formation "Golliwog"


Martina Maschke & Ecki Hüdepohl
Martina Maschke gab zwei Ufa-Klassiker zum Besten

Robby Ballhause
Robby Ballhause ließ sich von der SSJ Houseband begleiten


Jan Göritz
Danach gab es eine Solo-Performance von Jan Göritz

Iceman´s Bruder Band
Die "Iceman´s Bruder Band" spielte eigene Rocksongs


Ricky Becker
Ricky Becker alias Thomas von Borstel ("Melissa" auf deutsch)

Martina Frank
Martina Frank & die SSJ Houseband mit Blues & Country


Patsy Hüdepohl
Patsy Hüdepohl mit zwei selbstkomponierten Titeln
Sydney Ellis
Sydney Ellis gefiel es im Oktober so gut und machte wieder mit


Hanz Marathon
Hanz Marathon jammte mit seinem Looper

Videoprojekt Martin Hartmann
Das "Videoprojekt Martin Hartmann" spielte Rocksongs...


Videoprojekt Martin Hartmann
...in verschiedenen Besetzungen

Roy Bush
Unser Dauergast Roy Bush interpretierte zwei Songs von Elvis


Heiko Kamann Band
Zwei eigene Songs gab es dann von der Heiko Kamann Band

Danach kam Gitarrist und Sänger Reinhard Fricke an die Reihe. Gemeinsam mit der SSJ Houseband wurde Bluesrock von Stevie Ray Vaughn und Peter Greene gejammt. Leider gibt es kein Bildmaterial von diesem Auftritt, was uns sehr leid tut. Wir bitten um Entschuldigung.

Fabian Huch & Paul Jacobi
Eigene Songs gab es auch von Fabian Huch & Paul Jacobi


Annie Chojnacki
Annie Chojnacki mit Jan Siegfried und der SSJ Houseband

Jan Odes
Gitarrenballaden mit Jan Odes zum Abschluss

Die Liste der angemeldeten MusikerInnen war - wie anhand der zahlreichen Fotos (Dank an Martina Maschke) zu sehen - wie fast immer bei der Open Stage Night sehr lang, aber Vielfalt und Qualität aller Beiträge ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Und da es bei Arminia keine Deadline gibt, durften wir ausnahmsweise noch ein Stündchen dranhängen, sodass tatsächlich alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Danach entließen wir ein zufriedenes Publikum und uns selbst hinaus in eine neblige Novembernacht mit angenehmen Gedanken und voller Vorfeude auf den November 2016, wenn wir dann die zehnte Open Stage Night zelebrieren können. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei allen aktiven MusikerInnen für ihre wunderbaren Beiträge. Und wir bedanken uns auch für die großartige Kollegialität untereinander: Keiner überzog, die Umbaupausen blieben minimal, und alle begegneten sich mit viel Respekt und Freundlichkeit. So machte es wirklich allen Spaß - auf, vor und hinter der Bühne. DANKE!



06.10.15: Rückblick Sydney Ellis

Der erste SSJ nach der Sommerpause fand am gestrigen Abend erstmals in unserer neuen Location - dem Arminia Vereinslokal - statt. Leichte Befürchtungen, unsere Fans könnten den Wechsel vielleicht nicht akzeptieren, wurden schnell zerschlagen, denn bereits am frühen Abend füllte sich der Laden zunehmend, und als wir um halb neun starteten, war es wie gewohnt richtig schön voll. Zu dem besonderen Anlass hatten wir mit Sydney Ellis auch eine ganz besondere Künstlerin eingeladen. 1947 in Red Jacket, West Virginia geboren und in Cleveland, Ohio aufgewachsen wohnt sie mit Ihrem Ehemann und Bassisten Kevin mittlerweile in der Nähe von Bremen. Sydney´s Musik reicht von Blues über Soul bis Gospel. Sie ist eine charmante Entertainerin, was sie bei einem kurzen Gastauftritt beim SSJ vor einiger Zeit bestätigt hatte. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, hatte sie gestern auch noch Geburtstag.

Southside Jam Houseband
Die Southside Jam Houseband; Foto: Martina Maschke

Nachdem der Chef des Hauses Jürgen Becker die zahlreichen Gäste begrüßt und sich und sein Team vorgestellt hatte, begannen wir mit dem ersten Set, der auch dieses Mal mit dem traditionellen "T-Bone Shuffle" eröffnet wurde. Danach gab es angesichts der bevorstehenden Bluessession ziemlich viel Country ("River Runs Deep", "Passionate Kisses", "Another Reason Not to Drink") und mit "Wacky Tobacky" und "Yellow Submarine" etwas Kontrastprogramm. Nach kurzer Umbaupause und einem Ständchen und Blumen für das Geburtstagskind wurde es dann im zweiten Set deutlich blueslastiger. Gemeinsam mit Ihrem Ehemann Kevin am Bass sowie Marc, Arndt und Pepe und später Ecki wurde fleißig gejammt, und Sydney mischte sich publikumsnah unter die Leute. Die Spielfreude war gewaltig, die Zeit verging wie im Fluge, und fast hätten wir die Pause vergessen. Im dritten Set übernahm dann Chrille den Bass, und wir widmeten uns den etwas traditionelleren Titeln wie z.B. "Everyday I Have the Blues", "Stormy Monday Blues"und "Talk to Me Baby".

Als um kurz nach elf dann eigentlich Schluss sein sollte, nahmen die Zugabenrufe jedoch kein Ende, sodass Sydney als krönenden Abschluss noch eine zu Herzen gehende A-Capella-Version von "Amazing Grace" hinterherschob und damit ein rundum zufriedenes Publikum und eine glückliche SSJ Houseband zurückließ. Glücklich waren auch Jürgen Becker und sein Team. Mit so vielen Leuten und einem solch schönen Abend hatten sie trotz allem Optimismus wohl doch nicht gerechnet. Das war ein Einstand nach Maß!

Sydney Ellis & SSJ Houseband
Sydney und Kevin Ellis & SSJ Houseband...
Foto: Michel Devezeau


Holmes & Watson & Southside Jam Houseband
...jammen erstmalig bei Arminia
Foto: Michel Devezeau


Sydney Ellis & Pepe
Sydney und Pepe
Foto: Michel Devezeau


Sydney Ellis & Marc
Sydney Ellis & Marc
Foto: Michel Devezeau




14.04.15: Rückblick Holmes & Watson

Wegen Ostern fand der Southside Jam ausnahmsweise eine Woche später statt als üblich. Bei schönstem Frühlingswetter fand sich auch das Publikum dieses Mal etwas später ein als gewohnt, aber zum ersten Ton der Southside Jam Houseband war es knackevoll wie immer. Auf das "beste Publikum der Welt" ist eben Verlass, ebenso wie auf die Houseband, die mit "Friends in Low Places", "Honey Hush", "The Egde of the Night", "Watch out for Lucy" und "Next Big Thing" wieder einen komplett neuen ersten Set anbot.

Holmes & Watson
Holmes & Watson in Triobesetzung:
v.l.n.r.: Tom Watson, Fergus Holmes, Didi Wetenkamp


Unsere musikalischen Gäste kamen dieses Mal aus Soltau. Bei Holmes & Watson handelt es sich - wie man aufgrund des Namens meinen könnte - jedoch nicht um ein Duo, sondern um drei Musiker, die mit akustischen Instrumenten und perfektem, mehrstimmig geführtem Leadgesang vor allem ruhigere Titel der angloamerikanischen Folk-, Pop- und Rockgeschichte sowie eigenes Material zum Besten geben. Und wir freuten uns, dass sie auch wirklich zu dritt angereist waren, denn zwischenzeitlich war unklar, ob Gitarrist / Bassist Didi Wetenkamp mit dabei sein könnte. Gitarrist / Sänger Fergus Holmes ist vielen noch durch seine Mitarbeit bei "The Swinging Holmes-Familiy" und "Head Over Heals" in Erinnerung. Er arbeitete desweiteren u.a. mit Heinz Rudolf Kunze zusammen und schreibt für Herman van Veen die englischen Texte. Sänger Tom Watson ist sehr erfolgreich mit der Tribute-Band "True Collins" unterwegs. Die drei beeindruckten eine halbe Stunde lang mit großartigem Satzgesang, wobei sich Tom und Didi an Bass und Akustik-Gitarre abwechselten. Neben klassischem Folkpop wie "Mrs Robinson" gab es auch Originelles wie z.B. eine groovige Version des Bee Gees Discohits "Stayin' Alive". Well done!

Im dritten Set kam es dann als Höhepunkt des Abends wie immer zur großen Session, wobei das Wort groß in diesem Fall wörtlich zu nehmen war, denn wir tummelten uns mit insgesamt acht Musikern auf der Bühne. Tom, Fergus und Didi führten uns in ihre Musikwelt mit Stücken wie u.a. "Boat on the River", "Horse with no Name" oder Albert Hammonds "Train". Chrille griff zur Mandoline, Marc wechselte zwischen ak. Gitarre und Bluesharp, Ecki setzte häufiger als sonst sein Akkordeon ein, und Arndt steuerte bequem am Nebentisch sitzend die E-Gitarre bei. Pepe spielte alternativ zum Schlagzeug dezente Handpercussion, was dem luftigen Akustiksound sehr zugute kam. Krönender Abschluss sollte eigentlich die Phil Collins Hymne "In the Air Tonight" sein, aber da hartnäckig Zugabe verlangt wurde und es erst kurz vor elf war, wurde noch ein improvisiertes "Hotel California" nachgeschoben, das nicht nur einen wunderbaren Frühlingsabend, sondern eine wieder mal rundum gelungene Southside Jam Saison beendete. Jetzt ist erst einmal Sommerpause, aber wir planen bereits die nächste Staffel, die am 05. Oktober beginnen und hoffentlich wieder ähnlich erfolgreich sein wird.

Holmes & Watson & Southside Jam Houseband
Holmes & Watson jammen mit der SSJ Houseband:
v.l.n.r.: Ecki, Chrille, Pepe, Tom, Marc, Fergus, Didi


Ecki, Chrille & Tom
Große Session mit Ecki, Chrille & Tom...

Holmes & Watson & Southside Jam Houseband
...und auf der anderen Seite Tom, Pepe, Fergus, Marc & Didi...

Arndt Schulz
...und Arndt

Holmes & Watson mit Pepe
Tom, Fergus, Pepe & Didi

Holmes & Watson & Southside Jam Houseband
...und nochmal Tom, Pepe, Fergus, Marc & Didi

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke



03.03.15: Rückblick Julian Dawson

Mit Julian Dawson war gestern ein echter Stargast zu Besuch. Der 1954 in London, England geborene Sänger, Songschreiber, Gitarrist, Harmonikaspieler und Autor hat in seiner langen Karriere weltweit zahlreiche Platten veröffentlicht und Tourneen absolviert. Die Liste derjenigen, mit denen er musikalisch zusammengearbeitet hat, liest sich wie ein Who is Who der internationalen Musikszene, nachzulesen auf seiner Homepage www.juliandawson.com. Bei einem wachsenden Fankreis in vielen Ländern und positiven Reaktionen im Radio und in der Rock-, Folk- und Country-Musik-Presse, ist Julian Dawson mit unverwechselbarer Stimme und seinem erfreulich eklektischen Musikstil ein angesehener und unverzichtbarer Bestandteil der zeitgenössischen Musikszene.

Julian Dawson Solo
Julian Dawson Solo

Nach dem 30-minütigen Introset der Southside Jam Houseband ("T-Bone Shuffle", "Big Roll Daddy", "Rosa Lee", "Flyin' and Fallin'", "Poor Me", "Drive All Night") gab Julian im bis zum Bersten gefüllten Pindopp (mal wieder eine echte Herausforderung für Künstler, Publikum und Servicepersonal) eine halbstündige Kostprobe aus seinem vielseitigen und äußerst abwechslungsreichen Programm, welches er unkonventionell mit einem A-Capella-Song eröffnete. Der sympatische englische Gentleman hatte sein Publikum von Anfang an voll im Griff: Bei den gefühlvollen, zerbrechlichen Balladen wurde andächtig gelauscht, bei den Sing-along-Parts dagegen lautstark mitgesungen und -geklatscht. Zwischendurch gab es amüsante Ansagen, sodass Julians Soloset, der zugleich hochmusikalisch wie unterhaltsam war, wie im Fluge verging. Zeit für Sauerstoff und Flüssiges, um fit für die gemeinsame dritte Runde zu sein!

Julian Dawson & Chrille
Julian Dawson & Chrille

Ecki beim Jam mit Julian Dawson
Ecki

Julian Dawson & Southside Jam Houseband
Julian Dawson & Southside Jam Houseband

Julian Dawson mit Pepe & Arndt
Pepe & Arndt

Bereits um 22.15 Uhr ging es weiter, denn für die große Jamsession hatten wir uns einiges vorgenommen. Das Songmaterial stammte weiterhin aus Julians unerschöpflichem Fundus und ging von Blues über Folk bis zu Americana. Der von Julian und Vince Gill geschriebene Slow-Waltz "I Don´t Feel Like Dancing" wurde behutsam begleitet, bei rockigeren Titeln wie "Blue Tatoo" oder "That´s Why God Made Saturday Night" ging es dagegen richtig zur Sache, und Julian verteilte großzügig Soloparts. Perfektes Timing bei der Zeitplanung machte um kurz vor Elf sogar noch eine vehement geforderte Zugabe möglich, zu der wir dann die wunderbare Sängerin Sydney Ellis, die sich gemeinsam mit Ihrem Mann unsere kleine Jamreihe einmal angesehen hatte, auf die Bühne baten. Mit "Everyday I Have The Blues" gab es eine richtige Bluessession mit einem mittlerweile völlig durchgeschwitzten Julian an der Harmonica, einer zufriedenen Houseband und einem begeisterten Publikum.

Julian Dawson & Sydney Ellis
Julian Dawson & Sydney Ellis

Aftershow Jam mit Julian Dawson
Aftershow-Jam

Lange nach Showende saß man noch zusammen am Tisch, trank einen Absacker, und Julian erzählte interessante und amüsante Anekdoten aus seinem bewegten Tourleben. Irgendwann packte er sogar noch seine Ukulele aus, und es wurde unplugged "I Feel Fine" von den Beatles intoniert. Und so war´s dann auch.

Unser Dank geht wieder einmal an Katee (Video-Dokumentation) und Martina "Fuchs" Maschke (Hutsammlung, Organisation und Fotos), sowie an Robby Ballhause, von dem mit Ausnahme des "Aftershow-Fotos" (von Pepe) alle Fotos dieses Berichtes stammen, an das trotz schwieriger Bedingungen stets freundliche Servicepersonal und das beste Publikum der Welt!



03.02.15: Rückblick Three More Pints

Mit Three More Pints hat sich die Southside Jam Houseband nach langer Zeit wieder einmal eine größere (vierköpfige) Band eingeladen, die nach dem Introset zuerst alleine und dann gemeinsam mit der Houseband Celtic Folk in a Party Way präsentierte. Auf dem Programm standen Rauf- und Sauflieder, Pubsongs aber auch Radioklassiker bis hin zu aktuellen Charts in "keltischer" Manier mit Akkordeon, Whistles & Pipes, Banjo, Gitarre, Mandoline und schmetternden Vocals. Die vier Haudegen versprachen pure akustische Handarbeit, frei von jeder esoterischen Kopflastigkeit, dafür mit umso mehr nordisch-keltischer Frische, Humor und notfalls auch Spontanität. Bevor sie dieses unter Beweis stellten, eröffnete die SSJ Houseband den Abend wie gewohnt mit dem "T-Bone-Shuffle", dem mit "Something Else", "Blueberry Hill", "After Midnight", Music Goes Round And Round" und "In The Nighttime" wieder eine Reihe bislang ungespielter Songs folgte. Das Pindopp war rappelvoll gefüllt, und während draußen dem Februar angemessene Temperaturen herrschten, stellten wir uns drinnen auf eine heiße Musiknacht ein.

Three More Pints, Bobby & Sean
Bobby McBrand & Sean O´Inis

Nach kurzer Umbaupause enterten dann unsere vier Celtic Folk Spezialisten die Bühne und verbreiteten mit ihrem authentischen Sound sowie dem dazu passenden Outfit sofort gute Laune und die richtige Athmosphäre. Hätte es mit Guiness noch das passende Bier dazu gegeben, hätte man sich in einem typisch irischen Pub wähnen können. Von Anfang an sang und klatschte das "beste Publikum der Welt" mit, und es war sofort klar, dass diese irisch-schottische Variante des Southside Jams super ankommen würde.

Three More Pints, Bobby, Alex & Sean
Bobby McBrand, Mr. Skandor & Sean O´Inis

Three More Pints, Mr. Skandor, Sean & Buster
Mr. Skandor, Sean O´Inis & Buster Donnegal

Three More Pints, Bobby & Sean
Bobby & Sean

Sean, Bobby, Buster und Mr. Skandor stellten sich mit ihrem Equipment perfekt auf die räumliche und technische Begrenztheit ein, indem sie auf ihren normalerweise üblichen Percussion-Set-Aufbau komplett verzichteten (Mr Skandor nahm stattdessen mit Pepes Drumkit vorlieb) und auch manchen Instrumentenwechsel einfach wegließen. Und da wurde immer noch jede Menge Abwechslung geboten: Bobby entlockte seinem Akkordeon parallel den Bass, Mr Skandor bediente in alter "One-Man-Band-Manier" gleichzeitig Banjo, Bassdrum und Hi-Hat, während sich Hauptsänger Sean auch als versierter Tin-Whistler und Bodhran-Spieler präsentierte. Ruhender Pol der sympatischen Truppe war Akkustik-Gitarrist Buster, der - ähnlich dem Steuermann auf hoher See - auch bei den rasantesten Up-Tempo-Passagen nie vom richtigen Kurs abzubringen war. Die halbe Stunde verging wie im Fluge, und nachdem alle etwas frische Luft geschnappt und sich mit ebensolchen Kaltgetränken versorgt hatten, war man gespannt, wie sich denn die SSJ Houseband in die ungewohnte Musikrichtung integrieren würde.

Um es vorwegzunehmen: Es klappte ganz vorzüglich, was natürlich auch daran lag, dass Three More Pins schon solch ein Fundament legten, dass es uns relativ leicht fiel uns mit reinzuhängen. Mr Skandor war nun von seiner Doppelbelastung befreit und agierte vorne mit Banjo bewaffnet als perfekter Anzähler und Zeichengeber, während Pepe hinten an Bassdrum und Schellenring die Groovearbeit übernahm. Marc verstärkte Buster an der Akkustikgitarre, Chrille griff zur Mandoline, und Arndt und Ecki blieben mit E-Gitarre bzw Piano an ihren gewohnten Positionen. Es wurde auf der kleinen Bühne zwar ziemlich eng, aber irgendwie fanden alle ihren Platz, und gemeinsam machten wir mit einer durchaus fulminanten Instrumentierung dann ordentlich Druck. Das machte uns Spaß, unseren Gästen und dem Publikum, sodass die vier - obwohl beim SSJ sonst eigentlich nicht üblich - um eine kleine Zugabe nicht herumkamen und sich mit einer gefühlvoll vorgetragenen A-Capella-Ballade von einer begeisterten Menge verabschiedeten. Und sie dürften an diesem Abend den/die eine(n) oder andere(n) Fan(in) dazugewonnen haben.

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke

Three More Pints, Ecki, Bobby & Mr Skandor
Ecki, Bobby & Mr Skandor

Three More Pints, Bobby, Chrille & Sean
Bobby, Chrille & Sean

Three More Pints, Session 3
Bobby, Chrille, Sean, Buster, Marc & Mr Skandor

Three More Pints, Session 1
Bobby, Chrille, Sean, Buster & Marc

Three More Pints, Session 2
Full House, vor und auf der Bühne

Three More Pints, Buster, Marc, Mr Skandor & Arndt
Buster, Marc, Mr Skandor & Arndt



06.01.15: Rückblick Hensen & Blanke

Die Southside Jam Houseband jammte zum Jahresbeginn mit Hens Hensen (Ak. Gitarre, Gesang) und Detlef Blanke (Bass, Gesang). Beide Musiker sind langjährige Profis im Musikgeschäft, als Studiomusiker und Produzenten tätig und spielen seit 2007 im Duo zusammen. Ihr Repertoire besteht aus Perlen der Popmusik (u.a. von Sting, den Beatles, Manfred Mann, Queen) und Eigenkompositionen. Die erste Runde übernahm jedoch zunächst wie üblich die Southside Jam Houseband (Green Green Grass of Home, Big Boss Man, Gardenparty, Sea of Love, Humbugging Me) und vertrieb den zahlreichen ZuschauerInnen schon einmal die letzten Nachwehen eines eventuellen Sylvesterkaters.

Danach kamen unsere aus Delmenhorst angereisten Gäste Hens Hensen und Detlef Blanke zum Zuge. Mit zwei Stimmen, Bass, Gitarre, Fußpercussion und diversen Effektpedalen interpretierten sie neben einigen äußerst gelungenen Eigenkompositionen Songs u.a. von Golden Earing, Queen und Toto und brachten mit einer spanisch angehauchten Version von "Don´t Let Me Be Misunderstood" die ersten TänzerInnen in Bewegung. Neben großer instrumenteller Virtuosität und erstklassigen Gesängen beeindruckten sie mit dem geschickten und geschmackvollen Einsatz diverser Effektgeräte, mit Hilfe derer sie ihren ohnehin schon opulenten Sound noch etwas andickten. Dieses hohe Maß an Koordination erstaunte die anwesenden Fachleute, während sich andere von Groove und Lockerheit der Darbietung einfach mitreißen ließen. Chapeau!

Hens Hensen
Hens Hensen an Gesang und Gitarre

Detlef Blanke
Detlef Blanke an Bass und Gesang

Hensen & Blanke
Gut gelaunt: Hensen & Blanke in Duosetzung

Nach diesem sehr gelungenen Duoauftritt gab es eine wohlverdiente Pause, die viele zum Luftschnappen und Getränkeordern nutzten. Beides war auch notwendig, denn trotz der Januarkälte draußen vor der Tür war es im Inneren des Pindopps aufgrund des guten Besuchs kuschelig warm und einigermaßen eng, sodass es auch das Bedienungspersonal nicht immer leicht hatte, Wege durch die Menge zu finden (was jedoch die gute Laune bei allen Beteiligten keinesfalls beeinträchtigte). Und irgendwie gehören die improvisierten Begleitumstände zum Southside Jam ja auch dazu.

Service-Fee
Gute Laune auch beim Service

Hensen & Blanke mit der SSJ Houseband
Jammen mit der Houseband: Ecki, Hens & Detlef

Hensen & Blanke mit der SSJ Houseband
Pepe, Hens, Marc, Detlef & Arndt

Hensen & Blanke mit der SSJ Houseband
Hens, Pepe, Detlef & Marc

Hensen & Blanke mit der SSJ Houseband
Hens, Detlef, Marc & Arndt

Im dritten Set kam es dann wie immer zum gemeinsamen Jammen. Grundlage dazu lieferten Songs aus Pop und Soul wie z.B. "Still Haven´t Found", "Dreadlock Holiday", "Supersticious" oder "Hard To Handle". Hens und Detlef verteilten großzügig Solos und erfreuten sich augenscheinlich an den daraus entstehenden "Extended Versions" (das Publikum übrigens auch). Chrille hielt sich dieses Mal weitestgehend raus und stattdessen lieber am Tresen oder im Zuschauerraum auf, was er eigenen Worten nach jedoch sehr genoss. Und so waren am Ende wieder alle glücklich: die Houseband, die musikalischen Gäste und das beste Publikum der Welt.

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke