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Übersicht 2016


06.12.16:  Rückblick Wolfgang Grieger und die High Nees
08.11.16:  Rückblick 10th Open Stage
11.10.16:  Rückblick Jutta Weinhold Akustik Randale
28.07.16:  Brechende Kinder und schreiende Liebe
03.05.16:  Rückblick Mitch Kashmar Band
05.04.16:  Rückblick Carlini, Dodo Leo & Martin
08.03.16:  Rückblick Jorge & Chris
02.02.16:  Rückblick Boogielicious
05.01.16:  Rückblick Reiner Schöne & Band
01.01.16:  Southside Jam Special mit Überraschungsgästen am 02. Mai 2016




06.12.16: Rückblick Wolfgang Grieger und die High Nees

Die Southside Jam Houseband freute sich im Dezember auf einen der aktivsten und populärsten Musik Comedy Acts Hannovers: Wolfgang Grieger & die High Nees haben sich mit Liedern wie „Ich wollte immer ein Rebell sein, aber oft war mir nicht gut“, „Bei mir steh’n von den Nachbarn die Pakete“ oder „Es ist so schön in der Gerichtsmedizin“ in die Herzen ihrer Fans gesungen. Von Rock bis Pop über Country bis Polka ist bei dieser Band alles möglich. Wer Sinn für Unsinn hat, intelligenten Albernheiten nicht abgeneigt ist, musikalisch überrascht sein und herzhaft lachen möchte, ist hier genau richtig.

Southside Jam Houseband
Die SSJ Houseband...

Kay Bremer erstmals in der Southside Jam Houseband
...erstmals mit Kay Bremer am Bass

Erstmals seit Bestehen des Southside Jams fehlte Chrille. Und das ausgerechnet dieses Mal, wo er doch als festes Mitglied sowohl der SSJ Houseband als auch der High Nees gleich doppelt gebraucht worden wäre. Den ersten Set bestritt für ihn der wunderbare Kay Bremer (Tiefblau, It's M.E. & Band), der sich auf's geschmeidigste in die Band einfügte. Da mit Chrille auch ein Sänger fehlte, durften Arndt und Ecki doppelt ran. Vielleicht aufgrund der besinnlichen Weihnachtszeit fiel die Runde erstaunlich ruhig und relaxed aus, was jedoch keineswegs als Manko empfunden wurde.

Nach einer kleinen Umbaupause kamen dann unsere Gäste, denen eine eigene kleine Fangemeinde auch zum SSJ gefolgt war. Wegen Chrilles Abwesenheit bestritten Wolfgang Grieger und Achim Ritscher ihr Soloset ausnahmsweise einmal alleine, was ihnen ganz vorzüglich gelang. Es war das erste Mal, dass wir beim SSJ einen echten Musik-Comedy-Act hatten. Und das kam bei den Leuten von Beginn an großartig an. Schon Wolfgangs Ansagen waren eine Klasse für sich, und die sparsam begleiteten Lieder (Wolfgang am Piano und Achim an Cajon, Büchsen, Löffeln und weiteren obskuren Percussions) mit ihren komischen, auf den Punkt gebrachten Texten sorgten für zahlreiche und anhaltende Lacher. Ein Highlight war u.a. ihre umgeschriebene und athmosphärisch dichte Version des Gilbert O'Sullivan Hits "Claire". Auch dieser zweite Set wurde bewusst etwas ruhiger gehalten, und das auf's höchste amüsierte Publikum wartete ungeduldig und voller Erwartungen auf die dritte Runde, zu der sich dann die Houseband dazugesellte.

Wolfgang Grieger und Achim Ritscher
Ausnahmeweise als Duo: Wolfgang Grieger und Achim Ritscher

Wolfgang, Achim und die SSJ Houseband
Volle Bühne mit Wolfgang Grieger...

Wolfgang, Achim und die SSJ Houseband
...den High Nees und der SSJ Houseband

In der dritten Runde ging es dann etwas rockiger zur Sache. Neben High Nees Evergreens wie "Scheiße kann man nicht poliern" und "Es ist so schön in der Gerichtsmedizin" gab es lustige Bearbeitungen bekannter Rocksongs wie "Ain't seen nothing yet" ("Ich glaub da fehlt 'n Brett") oder "I love Rock'n'Roll" ("Beim Eierlauf ich in die Hocke soll"). Den Posten am Bass übernahm nun Andreas Mertens (Gigantor, Heartbreakers), der seinen Part ebenfalls vom allerfeinsten erledigte. Wolfgang konnte sich nun frei auf der Bühne bewegen, und diese Freiheit nutze er auch: Er lieferte sich mit der Blockflöte bewaffnet ein echtes Solobattle mit Arndt, griff dann mal zum Akkordeon, mal zur Ukulele, dirigierte fleißig die Band und animierte das Publikum erfolgreich zum Mitsingen. Selbiges dankte es ihm mit viel Applaus und Gelächter.

Wolfgang, Achim und die SSJ Houseband
Wolfgang an Akkordeon...

Solo-Duell mit Wolfgang und Arndt
...und Blockflöte

Nach diesem äußerst unterhaltsamen Abend war dann um kurz nach 23 Uhr Schluss. Eifrig geforderte Zugaben mussten leider unerfüllt bleiben, dafür gab es aber noch CDs zum Sonderpreis. Im neuen Jahr geht es dann bereits einen Tag nach Neujahr weiter mit dem SSJ. Zum 10-jährigen Bestehen haben wir die Blues- und Gospelsängerin Janice Harrington zu Gast.

Alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



08.11.16: Rückblick 10th Open Stage

Einmal im Jahr (traditionsgemäß jeweils im November) werden keine musikalischen Gäste eingeladen. Stattdessen gibt es so wie am gestrigen regnerischen Novemberabend eine sogenannte Open Stage, bei der MusikerInnen spontan teilnehmen können, egal ob als Einzelkünstler, Duo oder komplette Band, Amateur oder Profi. Voranmeldungen waren nicht notwendig. Wer mitmachen wollte, meldete sich einfach bei Pepe an, der die Reihenfolge der Auftritte festlegte. Pro Formation wurden 1-2 Titel gespielt, dann wurde gewechselt. Eigene Instrumente konnten natürlich mitgebracht werden, größere Umbauten waren jedoch nicht möglich und nötig. So freuten wir uns auf bekannte und neue Gesichter, die dann auch ebenso wie das Publikum zahlreich und gut gelaunt erschienen. Um es vorwegzunehmen: Es wurde ein großartiger Abend in bester Athmosphäre mit einer Vielfalt und Abwechslung an MusikerInnen und Beiträgen, wie man es sich nicht besser wünschen kann.

Southside Jam Houseband Open Stage 2016
Die SSJ Houseband eröffnet den Abend

Golliwog Open Stage 2016
Wie auch schon im Jahr zuvor folgen Golliwog

Roy Bush Open Stage 2016
"Dauergast" Roy Bush

Annie Chojnacki Open Stage 2016
Annie Chojnacki an der Orgel u.a. mit Pit Schwaar

John Roe Open Stage 2016
eigene harte Rocksongs von der Peiner Band John Roe...

Katja & Elisabeth Open Stage 2016
... und ruhige Chansons von Katja & Elisabeth

It's M.E. & Band Open Stage 2016
It's M.E. & Band; Livedebut in diesem Line Up


An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die tollen Beiträge aller beteiligten KünstlerInnen bedanken. Und nicht nur für die Qualität ihrer Musik und die Leidenschaft, mit der sie vorgetragen wurde, sondern auch für Freundlichkeit, Kollegialität und Teamgeist. Danke! Außerdem geht unser Dank an unseren Wirt und Gastgeber Jürgen Becker inklusive seinem gesamten Team! Und ganz besonders an das beste Publikum der Welt! In welcher Kneipe ist es sonst möglich, das auf der Bühne ein sehr leises und zerbrechliches Stück vorgetragen wird, und nach nur kurzer Zeit ist es trotz vollem Hause und reichlich Thekenbetrieb mit einem Male mucksmäuschenstill, und alle lauschen gebannt dem Vortrag? Respekt!

Wir bedanken uns für die wie immer lückenlose Bild- und Tondokumentation bei Katee, die trotz überschrittener Zeit und frühem Aufstehen am nächsten Tag bis zum Schluss durchgehalten hat, sowie wieder einmal bei Martina "Fuchs" Maschke für die ganzen Fotos dieses Berichtes (nur das nebenstehende stammt von Holger Averes) sowie das Einsammeln der Kollekte. Und bei - neu im Team - Martina Frank, die sich nicht nur wunderbar um die technische Betreuung unserer Gäste und den Sound gekümmert hat, sondern nebenbei auch mal eben auf der Bühne stand, um ein Duett zu singen.

DANKE AN EUCH ALLE!

Reinhard Fricke Open Stage 2016
Reinhard Fricke mit Kay Bremer (B) und Boisy (Dr)

Martina Frank Open Stage 2016
Martina Frank auch mal auf der Bühne

Jochen Steckler Open Stage 2016
Jochen Steckler singt zwei Songs seiner CD "Peace to You"

Robby Ballhause Open Stage 2016
Robby Ballhause ebenfalls mit zwei Eigenkompositionen

Sydney Ellis Open Stage 2016
Blues von Sydney Ellis u.a. mit Eckart Gehde (G)

Ferdy Doernberg Open Stage 2016
Bluesrock mit Ferdy Doernberg...

Ralf Koopmann Open Stage 2016
...und mit Ralf Koopmann (Sax)

Jürgen Zöpel Open Stage 2016
Jürgen Zöpel singt zwei Balladen

Marc Sichter Open Stage 2016
Marc Sichter (G) sorgt u.a. mit Bob & Axel (B, G)...

Dirk Schröter Open Stage 2016
...und Dirk Schröter (D) für den krönenden Abschluss



11.10.16: Rückblick Jutta Weinhold Akustik Randale

Wegen des Feiertags kehrten wir ausnahmsweise eine Woche später aus der Sommerpause zurück, und es war, als es hätte es eine Pause nie gegeben: Es war knüppelvoll, alle freuten sich auf den Abend und die neue Southside Jam Saison. Nach der Begrüßung gab es zunächst wieder eine Runde mit der SSJ Houseband, bevor wir dann unsere musikalischen Gäste auf die Bühne holten.

Jutta Weinhold: SSJ Houseband
Die SSJ Houseband beginnt

Jutta Weinhold: Marc, Pepe & Arndt
Marc, Pepe & Arndt

Jutta Weinhold
Jutta Weinhold

Das waren dieses Mal Jutta Weinhold und ihre Formation Akustik Randale, zu denen ihr langjähriger Schlagzeuger Bubi „The Schmied“ Blacksmith, Gitarrist Holger Marx sowie in Personalunion mit der SSJ Houseband Arndt Schulz gehören. Jutta Weinhold zählt sicher zu den beständigsten und bekanntesten Rocksängerinnen Deutschlands. Seit ihren Anfängen in den späten 60er Jahren waren ihre wichtigsten musikalischen Stationen ihre Mitwirkung bei den Musicals "Hair" und "Jesus Christ Superstar", bei der Kultband "Amon Düül 2" sowie bei "Udo Lindenberg". Darüber hinaus veröffentlichte die Mitbegründerin des "Dramatic Metal" diverse Soloalben und war Kopf ihrer eigenen Band "Zed Yago". Neben Rock und Metal singt sie aber auch Blues und Gospel, und seit einiger Zeit betreibt sie neben der "Jutta Weinhold Band" das Projekt "Akustik Randale", welches Rocktitel in akustischer Instrumentierung interpretiert. Und das gelingt den Vieren ganz vorzüglich: Musik aus der Zeit, "als die Jungs noch lange Haare hatten", stand auf dem Programm, und das waren neben Hits wie "Hey Mr Tambourine Man" und "Lazy Sunday Afternoon" auch seltener zu Gehör gebrachte Rocksongs wie Led Zeppelins "Immigrant Song". Mehrstimmiger Gesang, zwei Akustikgitarren und ein Drumkit waren die Zutaten zu einem außergewöhnlichem und gleichzeitig sehr einschmeichelndem Sound.

Jutta zog das Publikum mit ihrer sympatischen Art von Anfang an auf ihre Seite. Man merkte sofort, dass da eine echte Überzeugungstäterin am Werke war. Die Zeit scheint spurlos an ihr vorübergegangen zu sein: Wo manch gleichaltriger Rock'n'Roll Recke mittlerweile Probleme hat, überhaupt noch auf die Bühne zu kommen, hat sie nach all den Jahrzehnten nichts von ihrer Kraft und Präsenz verloren. Einziges "Aufputschmittel" ist eine Kanne grünen Tees, um die Stimme zwischendurch etwas zu ölen. Auf ihrem T-Shirt kann man lesen "Make Love Not War". Was bei manchem wie Mode oder Masche wirkt, ist bei Jutta Lebensmotto. Und wenn man ihr zuhört und -sieht, scheinen Love and Peace wieder aufzuleben; im Publikum rückt man enger zusammen und klatscht und singt freudig mit. Und auch die Band hat Spaß: Als Frau Weinhold nach einer halben Stunde zur Pause ruft, raunt ihr Bubi von hinten zu: "Einen noch!" Sehr zur Freude aller.

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Jutta Weinhold's Akustik Randale

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Holger Marx, Jutta Weinhold, Bubi Blacksmith, Arndt Schulz

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Jutta, Bubi & Arndt

Zur großen Jamsession wurde es dann mal wieder recht kuschelig auf der Bühne. Pepe und Bubi wechselten sich am Drumkit ab, ebenso wie Arndt und Holger akustische und elektrische Gitarren tauschten. Chrille, Marc und Ecki nahmen ihre gewohnten Positionen ein, und dann ging es ab: von Dylan's "Like a Rolling Stone" über Van Morrison's "Gloria" zu einem fulimanten "Lady in Black" (mit Anca Graterol im Duett), bei dem das Publikum sämtliche Fischerchöre dieser Welt blass aussehen ließe. Zu "Come together" bat Jutta Martina Maschke dazu, und zum Abschluss wurde noch gemeinsam "You Can't Always Get what You Want" geboten. Die Stimmung war großartig, und so gab es trotz überschrittener Zeit als Zugabe noch "The Rose" von Betty Middler. Yeah!

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Die große Jamsession

Jutta Weinhold: Arndt, Marc & Jutta
Arndt, Marc & Jutta

Jutta Weinhold mit Anca Graterol Jutta Weinhold mit Anca Graterol

Jutta Weinhold mit Martina Maschke
Jutta Weinhold mit Martina Maschke

Das war ein Start in die neue Saison, wie man ihn sich nur wünschen kann. Wieder einmal erwiesen sich unsere Gäste nicht nur als großartige MusikerInnen, sondern auch als wunderbare, liebenswerte Menschen. Und das Publikum als das beste der Welt!

Jetzt schauen wir gespannt in die Zukunft, was uns noch so alles erwarten wird. Da ist als nächstes die Open Stage im November, zu der wir keine Gäste eingeladen haben, sondern spontane Jamsessions stattfinden werden. Etwas langfristiger gesehen werden wir dann im Januar exakt 10 Jahre (!) Southside Jam feiern, was wir selbst kaum fassen können. Wir freuen uns drauf!


alle Fotos dieses Artikels: Martina Maschke
Ausnahme: die zwei Fotos mit Martina (von Holger Averes und Anca Graterol)


Jutta Weinhold mit Martina und Anca
Die drei Rockladies



28.07.16: Brechende Kinder und schreiende Liebe

Am vergangenen Montag spielten wir mit der Southside Jam Houseband ausnahmsweise einmal außerhalb und ohne musikalische Gäste. Für den obligatorischen Rückblick lassen wir an dieser Stelle einmal die heutige Böhmezeitung sprechen. Wir bedanken uns bei dem/der Reporter(in) für die positive Resonanz, möchten aber richtigstellen, dass unser Gitarrist Marc Hothan mit c und nicht mit k geschrieben wird, auch wenn der Blues tief ins Mark trifft (ebenso wie Pepe´s Gesang übrigens. Oder war´s jetzt doch der von Chrille?) Marc war an dem Abend jedenfalls gar nicht anwesend. Verschwiegen wurde dagegen Chrille, der wie üblich Bass spielte und nicht wie behauptet Pepe. Dieser befand sich nämlich an seinem gewohnten Platz hinter den Drums und nicht etwa unser Gitarrist Arndt.

Der Satz über abrupt brechende Kinder hat in unseren Köpfen wilde Bilder entstehen lassen, ebenso wie die Bemerkung, dass sich alle Körperteile bewegen wollten, und auch die Formulierung von nach Wiederholung schreiender Liebe hat für viel Amusement gesorgt. Wir wissen nicht, welche Drogen der/die Schreiber/in genommen hat, aber es sei ihm/ihr gegönnt. Alles weitere im folgenden:

Böhmezeitung 28.07.16
Böhmezeitung 28.07.16



03.05.16: Rückblick Mitch Kashmar Band

Ausnahmsweise gab es im Mai noch einen Extra Southside Jam. Eine sich derzeit auf Tour befindende internationale Bluesband aus USA und Deutschland hatte angefragt. Aus Gründen des Gebietsschutzes durften im Vorfeld leider keine Namen genannt werden, was unsere treuen Fans jedoch glüchlicherweise keinesfalls davon abhielt, zahlreich zu erscheinen. Und nach unserem Eröffnungsset ("Batman", "Kicks", "Yeh Yeh", "Ridin' in my car", "Purple rain" und "Honkytonk nighttime man" wurde das Geheimnis endlich gelüftet und die Mitch Kashmar Band angekündigt. Außer dem Namensgeber an Leadgesang und Bluesharp waren Andreas Bock (Drums), Jan Hirte (Guitar) und Nils van der Leyen dabei - treuen SSJ Fans durch Jams mit R.J. Mischo und Kat Baloun bereits bestens bekannt und in guter Erinnerung.

Mitch Kashmar Band
Die Mitch Kashmar Band

Mitch Kashmar Band
Jan Hirte, Andreas Bock & Mitch Kashmar

Mitch Kashmar
Mitch Kashmar

Mitch Kashmar und seine Band erwiesen sich als bestens aufeinander eingespieltes Team, wussten bei einem homogenen Bandsound mit virtuosen Soloeinlagen echte Highlights zu setzen und zeigten sich darüber hinaus sympatisch und publikumsnah. Da wurden alle Spielarten des Blues und seiner Artverwandten auf musikalisch höchstem Niveau dargeboten; der Bandleader selbst gilt nicht zu Unrecht als einer der führenden zeitgenössischen Harmonikaspieler. Jan Hirte wusste sowohl durch mitreißende Gitarrensoli als auch als banddienlicher Rhythmusgitarrist zu überzeugen, Pianist Nils van der Leyen ließ durch seine groovige linke Hand vergessen, dass die Band ohne Bassisten auftrat, und Drummer Andreas Bock trieb die Band mit seinen Rhythmen zu immer neuen Höchstleistungen an. Das ganze kam dabei so leicht, souverän und lässig rüber, dass sich das "beste Publikum der Welt" vom ersten Ton an sofort mitreißen ließ, begeistert mitklatschte und -sang und bei den leisen Passagen gebannt zuhörte. Nach gut 40 Minuten gab es dann eine Pause, zu der die Band jedoch nicht in der Garderobe verschwand, sondern am Bühnenrand stehend mit Fans plauderte, CDs verkaufte, Autogramme gab und sich überhaupt im Getummel sehr wohl zu fühlen schien.

Jan Hirte & Mitch Kashmar
Jan Hirte und Mitch Kashmar spielen am Bühnenrand

Mitch Kashmar & Marc Hothan
Jamsession mit Marc & Mitch Kashmar

Den dritten Set eröffneten unsere Gäste zunächst alleine, allerdings bereits etwas verstärkt durch Chrille, dessen cooles Bass-Spiel nicht nur dem Chef zu gefallen schien. Danach wuren nach und nach Marc, Arndt, Ecki und Pepe dazugebeten, und es wurde nach allen Regeln der Blueskunst gejammt. "Böckchen" (Andreas) betätigte sich zwischendurch als Publikumsanimateur, die drei Gitarristen wechselten sich gegenseitig ab, Nils und Ecki gaben zwischendurch den vierhändigen und Mitch behielt als Sessionleiter stets die Übersicht über Arrangements und gerechte Soloverteilung. Das war kurzweilig, hochklassig und vor allem ein großes Vergnügen für die Aktiven wie für die ZuschauerInnen.

Andreas
Andreas "Böckchen" Bock als Animateur

Mitch Kashmar Band & Southside Jam Houseband
Die große Jamsession

Jan Hirte und Chrille
Chrille und Jan

Nils van der Leyen & Ecki
Nils und Ecki

Und so verging die Zeit wieder viel zu schnell, und mit einem Male wurde uns klar, dass nicht nur dieser Abend zuende war, sondern mit ihm die gesamte erste Saison bei Arminia und Jürgen Becker und seinem Team, dem wir an dieser Stelle noch einmal unseren Dank aussprechen wollen. Nicht nur wir - die SSJ Houseband - sondern auch alle unsere Gäste und das Publikum haben sich bisher unglaublich wohl gefühlt. Wir freuen uns auf die nächste Saison.

Jamsession mit der Mitch Kashmar Band
Jamsession mit der Mitch Kashmar Band

Jamsession mit der Mitch Kashmar Band
Chrille, Jan Hirte, "Böckchen" & Mitch Kashmar

Surprise Surprise
Vorher...

Grande Finale
... und nachher: Grande Finale
alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke




08.03.16: Rückblick Carlini, Dodo Leo & Martin

Den gestrigen Abend bestritten nach der Eröffnung der Houseband ("Please send me someone to love", "Fire", "96 tears", "World without tears", "Standing in the rain") unsere Gäste Marino Carlini, Dodo Leo & Thomas Martin. Sie bezeichnen ihre Show selbst als "verwegene Unterhaltung mit Saiteninstrumenten, Perkussion und Gesang". Die drei Musiker und Songwriter schlossen sich vor ein paar Jahren zum Trio zusammen, um mit akustischen Gitarren, E- Gitarre, Bass, Cajon, Banjo, Manoline, Mundharmonika und Perkussion sowie Kazoo und dreistimmigen Satzgesängen eigene und gecoverte Songs aus Rock, Pop, Jazz, Blues und Soul auf eine eigene, originelle Weise zu interpretieren. Alle drei haben langjährige Liveerfahrungen sowohl in diversen Bands (u.a. Pride, Cissy Strut) als auch als Solokünstler hinter sich.

Carlini, Leo & Martin
Akkustischer Pop und Rock...

Carlini, Leo & Martin
...mit Marino Carlini, Dodo Leo & Thomas Martin

Die drei machten es sich auf der Bühne in vorderer Reihe so bequem, wie es der wenige Platz erlaubte, und brachten (im wahrsten Sinne des Wortes) locker vom Hocker viele Songs von ihrem jüngst erschienen Debutalbum "A night at the club" unter die Leute. Jeder hatte eigene Songs beigesteuert, die er selbst sang, jeweils unterstützt von den Kollegen. Die Instrumente wurden fast nach jedem Song munter gewechselt, man schmetterte dreistimmige Chöre ins Auditorium, bot neben englischsprachigen Titeln schon mal einen italienischen Song an und ließ sich auch von einer streikenden Gitarre nicht die Laune verderben. Im Gegenteil: Carlini, Leo und Martin hatten sichtlich Spaß, was sich entsprechend auf das Publikum übertrug. Selbiges wurde allerdings auch stark gefordert: Sing-a-long-Parts mehrsprachig und mit verteilten Rollen zeugen von großem Vertrauen in die musikalischen Fähigkeiten der Zuhörer.

Carlini, Leo & Martin
Drei Musiker und eine Menge Spaß und Instrumente

Carlini, Leo & Martin und die SSJ Houseband
Jamsession mit Carlini, Leo & Martin und der SSJ Houseband

Nach einer aufgrund der fortgeschrittenen Zeit sehr kurzen Umbaupause ging es dann mit der großen gemeinsamen Jamsession in die dritte Runde. Nun wurden sowohl wieder eigene Songs als auch mit z.B. "Lucky man" von ELP und Randy Newman´s "Rider in the rain" einige bekannte Titel zu Gehör gebracht. Unsere Gäste beschränkten sich auf ihre Stimmen und instrumentell auf eine Akkustikgitarre und etwas Handpercussion, überließen uns also weitestgehend das musikalische Backing und verteilten großzügig Soloparts, sodass Thomas Martins Song "I´m a hobo" deutlich länger als im Original ausfiel. Apropos Ausfallen: Selbiges mussten leider zwei Songs, die wir noch in petto hatten, denn es war mittlerweile schon nach elf. Den würdigen Schlusspunkt setzte schließlich der Dylan Evergreen "I shall be released", der unerklärlicherweise bisher bei noch keinem Southside Jam gespielt worden war.

Carlini, Leo & Martin und die SSJ Houseband
Jamsession mit Carlini, Leo & Martin und der SSJ Houseband...

Carlini, Leo & Martin und die SSJ Houseband
... auf einer gut ausgefüllten Bühne

Backstage

Eigentlich wäre mit diesem Southside Jam die Saison im April zuende gewesen, aber für alle FreundInnen unserer beliebten Reihe gibt es ausnahmsweise im Mai noch einen Nachschlag. Wer genau dann für musikalische Highlights sorgen wird, sagen wir an dieser Stelle noch nicht. Nur so viel sei verraten, dass es sich um eine hochklassige und international besetzte Bluesband aus USA und Deutschland handelt. Wir können nur jedem empfehlen, sich dieses besondere Highlight am 02. Mai nicht entgehen zu lassen.

Foto links: Backstage im Arminia Museeum
Foto links von Dodo Leo
alle anderen Fotos von Martina "Fuchs" Maschke




08.03.16: Rückblick Jorge & Chris

Der Southside Jam im März stand ganz im Zeichen des Rock'n'Roll: Stilecht was Musik und Outfit betrifft spielen unsere Märzgäste Jorge & Chris (Jorge Gomez und Christian Dahlke aus Gütersloh) authentischen Rock'n'Roll der fünfziger Jahre. Mit anspruchsvollen Arrangements und zweistimmigem Gesang beweisen die beiden, dass man mit zwei akustischen Gitarren und zwei Stimmen einen richtig fetten Sound erzeugen kann. Das Repertoire reicht von Rock’n’Roll Klassikern wie „Blue Suede Shoes“ oder „Hit the Road Jack“ bis hin zu sanften Balladen wie „Can’t Help Falling In Love“ oder „In The Ghetto“ von Elvis Presley.

SSJ Houseband
Eröffnung mit der Southside Jam Houseband; Foto: Martina "Fuchs" Maschke

Doch zunächst eröffneten wir den Abend mit der Southside Jam Houseband. Nach längerem waren wir endlich wieder zu fünft am Werke, denn Marc war zur großen Freude wieder dabei. Nach dem leider von einem Stromausfall unterbrochenen "T-Bone Shuffle" wurde mit "Honkytonk Blues", "Up the cripple creak", "I wish you would", "Trains I missed", Can´t buy me love" und "Just because" wieder eine bunte Mischung neuer Titel geboten.

Die zweite Runde gestalteten dann unsere beiden Gäste: Lässig, locker, tiefenentspannt und sympatisch präsentierten Jorge & Chris eine erstaunlich abwechslungsreiche Mischung aus Covertiteln, die jedoch zur allgemeinen Freude weit über das hinausgingen, was man sich unter dem Begriff "akustischer Rock´n´Roll" vorzustellen vermag. Neben obligatorischen Elvis- und Carl Perkins Titeln gab es beispielsweise CCRs "Looking out my backdoor" und sogar eine coole Version der vielgehassten Party-um-jeden-Preis-Westernhagen-Nummer "Mit 18". Charmant und augenzwinkernd waren auch Jorges Ansagen, filigran und geschmackvoll die Sologitarre von Chris. Und zusammen harmonisierten sie mit perfekt geführten zweistimmigen Gesangslinien und dezenten, aber bestens tragenden Gitarrenbegleitungen - alles dabei stilecht vorgetragen mit Rockabilly-Echo auf den Stimmen und passendem Outfit. Da war eine Zugabe unumgänglich.

Jorge & Chris
Relaxte Runde mit Jorge & Chris
Foto oben: Michel Devezeau
Foto rechts: Martina "Fuchs" Maschke


Jorge & Chris

In der dritten Runde ging es dann richtig zur Sache. Gemeinsam wurde mit Rock´n´Roll Klassikern wie "Burning Love", "Big Boss Man", "Jambalaya", "La Bamba" und "Johnny B. Goode" nach allen Regeln der Kunst das Haus gerockt; so massiv, dass es zu zwei weiteren Stromausfällen kam, was der guten Stimmung auf und vor der Bühne jedoch keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: eigentlich ist es ja das Ziel jedes überzeugten Rock´n´Rollers, solange und mit so viel Energie zu rocken, bis die Sicherung rausfliegt. Mit anderen Worten: Aufgabe erfüllt!

Jorge & Chris und die SSJ Houseband
Jorge & Chris jammen...
Foto: Martina "Fuchs" Maschke


Jorge & Chris und die SSJ Houseband
...mit der SSJ Houseband
Foto: Martina "Fuchs" Maschke




02.02.16: Rückblick Boogielicious

"Ihr habt immer so nette Gäste" sagte Arminia-Wirt Jürgen Becker zu uns, nachdem Eeco Rijken Rapp und David Herzel ihn begrüßt hatten. Das können wir auf jeden Fall so unterschreiben. Die beiden Virtuosen haben bereits Konzerte in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Belgien, England und Portugal gegeben und 4 CDs eingespielt. Neben dem Boogie als zentralem Element ihrer Musik erweitern sie Ihren Stil mit Rock'n'Roll, Blues und Jazz und orientieren sich dabei an der Musik von Größen wie Albert Ammons, Pete Johnson, Armstrong, Waller, Ellington und Art Blakey. Schlagzeuger David Herzel hat bereits u.a. mit Paul Kuhn, Gottfried Böttger, Junior Watson, Klaus Doldinger getourt und ist Preisträger des Kreativ-Preises Deutschlands. Sein Partner Eeco Rijken Rapp beherrscht viele unterschiedliche Piano-Stile, vom traditionellen Boogie Woogie, Blues und Swing, bis zum virtuosen Stride-Piano.

Boogielicious
Boogielicious: David Herzel und Eeco Rijken Rapp

Doch bevor unsere Gäste zuschlugen, präsentierten wir mit der Southside Jam Houseband wie immer einen komplett "neuen" Set. "Take it easy", "All I ever do", "Guitars and Cadillacs", "Blue Diamonds" und "Hey Mr Tambourine man" machten uns selbst viel Spaß und kamen beim "besten Publikum der Welt" - welches mal wieder zuverlässig zahlreich erschienen war - bestens an. Eine runde erste Runde!

Boogielicious
Soloset von Boogielicious...

Kay Steffens
...und mit Kay Steffens als Gast an der Bluesharp

Was Boogielicious danach in den nächsten 35 Minuten ablieferte, überraschte viele Zuschauer und überzeugte selbst den härtesten Skeptiker. Mit großer musikalischer Brillanz und gleichzeitig hohem Unterhaltungswert gaben die beiden Virtuosen einen Ausschnitt aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Uptempo-Boogies wechselten sich ab mit (leider immer seltener gehörten) Stridepiano-Nummern, es gab witzige Dialoge zwischen Piano und Drums, die eine oder andere Gesangsnummer inklusive Sing-along-Part und als kleines I-Tüpfelchen mit Kay Steffens einen von der Boogienight am 04.02.14 bereits bestens bekannten Gast an der Mundharmonika.

David Herzel bearbeitete in seinem Solo nicht nur Pepes Slingerland Drumkit, sondern benutzte bei einem Ausflug von der Bühne alles, was er unter seine Sticks bekam. Da mussten sowohl Tische und Gläser als auch die Rücken und Schultern des Publikums herhalten. Unser Stammgast Holger Averes meinte aber später, er "fühle sich geehrt, geschlagzeugt worden zu sein". Das Publikum ging kräftig mit, und einige hielt es nicht mehr auf dem Stuhl, und sie wagten ein Tänzchen.

Foto rechts: David Herzel beim Drumsolo auf dem Weg durch´s Auditorium

David Herzel


Boogielicious & die SSJ Houseband
Chrille, David, Arndt & Eeco

Nach einer kurzen Verschnaufpause gingen wir dann zur Jamsession über. In der Garderobe wurden schnell ein paar Songs durchgesprochen, aber da es sich bei "Caledonia", "Big boss man", etc um bekannte Standards handelte, gab es nur wenig Gesprächsbedarf und keinerlei Fragezeichen. Zunächst begannen David, Eeco, Arndt und Chrille, wobei sich Eeco und Arndt am Leadgesang abwechselten und sich gegenseitig die Solos zuwiesen, als spielten sie schon ewig zusammen. "Iko Iko" sang dann Pepe am Frontmikro, und zu den letzten drei Titeln gesellte sich auch Ecki noch dazu. "Flip, flop and fly" sollte eigentlich den Schlusspunkt dieser wunderbaren Session markieren, aber da lautstark Zugabe gefordert wurde und wir noch etwas Zeit hatten, gab es noch "One Scotch, one bourbon, one beer" mit Pepe am Schlagzeug, Ecki an Piano und Leadgesang und Eeco an der Orgel. Den krönenden Schlusspunkt setzten dann aber unsere Gäste noch einmal zu zweit mit einem schwindelerregenden Stridepiano-Instrumental. Oh yeah!

Boogielicious & SSJ Houseband
Die große Session...

Boogielicious & SSJ Houseband
...mit Boogielicious und der SSJ Houseband

Damit ging mit vielen glücklichen Gesichtern auf allen Seiten (Publikum, Musiker und Gastroteam) ein weiterer großartiger Southside Jam zuende. Wir freuen uns auf noch zwei "reguläre" plus einen "Überraschungs-Jam" im Mai mit erstklassigen musikalischen Gästen bei hoffentlich derselben tollen Stimmung und Resonanz wie bisher.

David, Arndt, Ecki & Eeco
David, Arndt, Ecki & Eeco

Grande Finale
Grande Finale

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



05.01.16: Rückblick Reiner Schöne & Band

Dass der erste Southside Jam im neuen Jahr sehr gut besucht werden würde, wurde uns aufgrund der zahlreichen Voranmeldungen bei Arminia Wirt Jürgen Becker ziemlich früh klar. Ob jedoch angesichts des plötzlichen Wintereinbruchs auch alle kommen würden? Unsere Sorge erwies sich als unnötig, denn pünktlich zum Auftaktset der SSJ Houseband um halb neun war es proppevoll und schön kuschelig. Passend zum neuen Jahr gab es "neue" Stücke zu hören ("Loving arms", "Strange Brew", "Honkytonk Song", "Lonesome, I could Cry", "Dead Flowers"), und danach freuten wir uns alle auf den Gast des Abends, Reiner Schöne. Der aus Weimar stammende Schauspieler, Synchronsprecher, Songschreiber und Sänger spielte Theater, drehte Filme und nahm diverse Schallplatten auf (zunächst in der DDR, ab 1968 in der Bundesrepublik). Er war u.a. Hauptdarsteller in den deutschen Erstaufführungen der Musicals "Hair" und "Jesus Christ Superstar", blieb 1985 nach den Dreharbeiten zur Disneyserie „Die Rückkehr zur Schatzinsel“ in Amerika, drehte
Chrille & Arndt
Chrille und Arndt von der SSJ Houseband, Foto: Michel Devezeau
dort u.a. mit Clint Eastwood, Lee van Cleef und Kris Kristofferson und spielte in erfolgreichen Serien wie „Startrek - Das nächste Jahrhundert“, „Babylon 5“, "MacGyver", "Matlock", "Mord ist ihr Hobby" und "Sliders". Nach seiner Rückkehr aus Amerika 2002 setzte Schöne mit Kino-Komödien wie "Otto - Der Katastrofenfilm" und "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" und vielen TV- und Kinofilmen seine Karriere in Deutschland fort ("Die Teufelskicker", "Snowman´s Land", "Die Trixxer", "Die vierte Macht", "The Child") und ist nach wie vor erfolgreich als Sänger unterwegs.

Reiner Schöne
Solosongs von Reiner Schöne, Foto: Michel Devezeau
Reiner Schöne
Kleine Lesung mit Reiner Schöne, Foto: Michel Devezeau

Für die folgenden knapp 40 Minuten gab es von "Reini" einen wirklich bunten Soloauftritt, in dem er eigene deutschsprachige Lieder und englischsprachigen Blues zum besten gab, sich selbst auf der Akustikgitarre begleitend. Dass er dabei die gesamte Zeit über einen Arminia Schal trug, freute nicht nur die Arminen Frank Willig und Jürgen Becker. Gegen Ende las Reiner noch einige äußerst unterhaltsame Anekdoten aus seinem Buch, in denen auch die Mitglieder der Reiner Schöne Band - die zwischen Ende der 70er und Mitte der 80er Jahre deutschlandweit unterwegs war - vorkamen. Damit schlug er den perfekten Bogen zum dritten Set, zu welchem sich die komplette (!) Band von damals wieder zusammengefunden hatte.

Reiner Schöne Band
Die Reiner Schöne Band, Foto: Chrille
Manne Kraski & Reiner Schöne
Manne Kraski & Reiner Schöne, Foto: Chrille

Neben Arndt fanden sich Manfred "Manne" Kraski (Git.), Erwin Giebelhausen (Bass) und wechselweise Thomas Weber und Werner Löhr am Schlagzeug sowie als einziges Nichtmitglied Ecki auf der Bühne ein. Obwohl die Band seit etwa 30 (!) Jahren nicht mehr zusammen aufgetreten war, klappten die alten Songs ("Eberhard", "Hey du", "Blumenkohl aus Amsterdam", "Öko-Walzer" etc) ganz hervorragend, und die gute Laune auf der Bühne sprang sofort auf das Publikum über.

Reiner Schöne & Arndt Schulz
Reiner Schöne & Arndt Schulz, Foto: Michel Devezeau
Reiner Schöne
Reini an der Bluesharp, Foto: Michel Devezeau

Zum Schluss gab es noch einen feinen Slow-Blues mit ausgedehnten Solopassagen und einem entfesselten Reini an der Bluesharp und daran anschließend Gruppenfotos und viele tolle Resonanzen aus dem Publikum. Und es waren sich alle einig, dass man bis zu einem weiteren gemeinsamen Gig nicht wieder 30 Jahre warten wolle (was angesichts des Durchschnittsalters der Band auch wenig sinnvoll erscheint).

Reiner Schöne Band
Die Reiner Schöne Band, Foto: Michel Devezeau
Reiner Schöne Band
Bluestime, Foto: Chrille

Reiner Schöne Band
Finale, Foto: Chrille
Finale Reiner Schöne Band
v.l.n.r.: Thomas Weber, Frank Willig, Manne Kraski,
Jürgen Becker, Reiner Schöne, Chrille, Ecki, Erwin Giebelhausen,
Arndt, Werner Löhr, Foto: Michel Devezeau




01.01.16: Southside Jam Special mit Überraschungsgästen am 02. Mai 2016

Das neue Jahr fängt gut an, denn wir freuen uns, an dieser Stelle ein Southside Jam Special für den Mai 2016 ankündigen zu können. Normalerweise gehen wir nach dem Southside Jam im April in die Sommerpause, aber aus gegebenen Anlass haben wir für Montag 02.05.16 ein Southside Jam Special mit Topgästen geplant. Ein Leckerbissen für alle Blues & Boogie Fans steht auf dem Programm. Mehr wird nicht verraten, aber wir freuen uns schon sehr auf diesen Abend.