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Übersicht 2017


25.07.17:  Wolfgang Grieger & die Southside High Nees
03.04.17:  Rückblick Jimmy Reiter
07.03.17:  Rückblick Cream Flow
07.02.17:  Rückblick Black Rosie Trio
03.01.17:  Rückblick Janice Harrington




25.07.17 Wolfgang Grieger & die Southside High Nees

Wolfgang Grieger & die Southside High Nees
Wolfgang Grieger & die Southside High Nees

Nach unserem (leider stark verregneten) Gastspiel am gestrigen Montag in Soltau gibt es anlässlich des diesjährigen Maschseefestes eine weitere Gelegenheit, die Southside Jam Houseband während der Sommerpause und außerhalb unserer gewohnten Umgebung zu erleben. Wir begleiten nämlich Wolfgang Grieger & die High Nees bei ihrem Auftritt am So 06.08.17 an der Maschseequelle, Karl-Thiele-Weg 35, 30169 Hannover. Los geht es um 19 Uhr. Wir werden zum einen ein paar Solostücke aus unserem mittlerweile äußerst reichhaltigem Repertoire spielen und zum anderen Wolfgang und Achim als Backingband bei ihren Comedy-Songs unterstützen. Southside Jam Fans erinnern sich bestimmt schmunzelnd an den sehr lustigen gemeinsamen Abend am 06.12.16 bei Arminia. Und so freuen wir uns schon jetzt auf einen sicher ebenso unterhaltsamen Sommerabend an der idyllischen Maschseequelle. Diesmal dann aber bitte ohne Regen!



03.04.17 Rückblick Jimmy Reiter

Beim letzten Southside Jam vor der Sommerpause war gestern der Osnabrücker Bluesgitarrist und -sänger Jimmy Reiter zu Gast. Man kennt ihn als langjährigen Sideman von Doug Jay & the Blue Jays, als Mitglied der Bluesnight Band, mit der er u.a Künstler wie Larry Garner, Darrell Nulish, Sydney Youngblood und Ron Williams begleitete und seit einigen Jahren als Bandleader seiner eigenen Jimmy Reiter Band. Im März 2016 wurde er mit dem Big Blues Award als bester zeitgenössischer Blueskünstler des Jahres 2015 ausgezeichnet. Zum Southside Jam hatte Jimmy seinen Pianisten Niko Dreier mitgebracht.

Traditionsgemäß eröffneten wir mit der SSJ Houseband den Abend. In Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen Chuck Berry widmeten wir das erste Set fast ausschließlich diesem großen Rock'n'Roll-Künstler. Unsere Fans goutierten dies mit viel Applaus und kräftigem Mitsingen.

Jimmy Reiter & Niko Dreier
Jimmy Reiter & Niko Dreier...

Jimmy Reiter & Niko Dreier Arminia
...auf der Arminia Bühne...

Jimmy Reiter & Niko Dreier Garderobe
...und backstage

Als nächstes waren unsere Gäste an der Reihe. Obwohl Niko seit einiger Zeit festes Mitglied der Jimmy Reiter Band ist, hatten sie noch nie zuvor ein Konzert in Duobesetzung gegeben. Das merkte man den beiden allerdings überhaupt nicht an. Von Anfang an war klar, dass da zwei absolute Könner am Werke waren. Jimmy Reiter gehört seit Jahren zur Creme de la Creme der deutschen Bluesgitarristen, der auch international keinen Vergleich zu scheuen braucht. Mit seiner Gibson ES erzeugt er mit nur wenigen Noten und umso mehr Feeling einen ganz besonderen Sound. Und auch seine Stimme hat das passende Blues-Timbre. Sein erst 23-jähriger Kollege Niko liefert am Piano die souveräne Grundlage und beweist bei Solopassagen, dass er auch richtig abgehen kann. Seine Jugend hört man ihm überhaupt nicht an, denn er spielt wie ein Alter (und das ist ausnahmsweise mal ein Kompliment). Wie Jimmy selbst ist er aus der "Talentschmiede" der seit 30 (!) Jahren stattfindenden Blue-Monday-Sessions in der Osnabrücker Lagerhalle hervorgegangen.

Jimmy Reiter
Jimmy Reiter

Zum dritten Set traten wir dann in fetter Großbesetzung an, was allen einen Höllenspaß bereitete. Jimmy gab auf der Bühne kurze Instruktionen über Groove, Tonart und Ablauf, und dann ging es querbeet durch alles, was das Blueserherz erfreut: Midtempo Shuffle, Slowblues, Boogaloo, Swing - es blieb kein Wunsch offen. Selbstverständlich wurde auch an Soloparts nicht gespart, und endlich durfte - nach diversen Gitarren-, Piano- und Orgelsolos und unter frenetischem Applaus - auch mal Chrille am Bass ran (was bei Bluessessions ja nicht unbedingt üblich ist). Und so tasteten wir uns langsam an die 23 Uhr Marke heran, die dieses Mal leider nicht nur das Ende eines wunderbaren Bluesabends, sondern leider auch der SSJ Saison 2016/17 bedeutete. Und auch für unsere langjährige Kamerafrau und Archivarin Katee war es - zumindest hinter der Videokamera - der letzte SSJ. Ab der nächsten Saison wird es dafür eine neue Lösung geben. Danke, Katee, für Deine tolle Unterstützung!

Jimmy Reiter
Jimmy Reiter

Arndt, Pepe, Jimmy & Ecki
Arndt, Pepe, Jimmy & Ecki

Jimmy, Niko & die SSJ Houseband
Jimmy, Niko & die SSJ Houseband

Grande Finale
Arndt, Niko, Jimmy, Chrille, Pepe & Ecki

Und so ist nun auch die zweite Saison bei Arminia vorbei. Und es sind sich alle - die SSJ Houseband, die musikalischen Gäste und alle "Die-Hard-Fans" des SSJ - darüber einig, dass das Arminia Vereinslokal die bislang beste Spielstätte ist. Danke dafür an Jürgen Becker und sein Team! Auf die nächste Saison! Am Programm dafür arbeiten wir bereits fieberhaft, und es gibt bereits ein paar richtig gute Ideen. Man darf gespannt sein! Feststeht bereits der obligate Termin für die 11th Open Stage am 06.11.17.

Danke an dieser Stelle auch wieder an Martina "Fuchs" Maschke für Fotos und Hilfe bei der Organisation! Und vor allem an das beste Publikum der Welt - ohne Euch wäre das alles nicht möglich!

alle Fotos dieses Berichts:
Martina Maschke / Ecki Hüdepohl




07.03.17: Rückblick Cream Flow

Mit dem Trio Cream Flow hatte wir uns drei Kollegen/innen aus der hannoverschen Szene zum gemeinsamen Jammen eingeladen: Agnes Hapsari (Gesang, Piano), Pit Schwaar (Gitarre), und Marco Knichala (Perc.) spielen Genreklassiker und aktuelle Songs aus Pop, Groove, Soul und Jazz in eigenen soulig-swingenden Versionen. Auf der Playlist stehen unter anderem Titel von Bonnie Raitt, Vanessa Carlton, Kate Bush, Pharrell Williams und Jamie Cullum.

Auch anhaltender Dauerregen hielt unsere treuen Fans nicht davon ab, zahlreich zu erscheinen. Zahlreich bedeutete in diesem Fall, dass leider nicht alle hereinpassten. Alle anderen erlebten dafür einen ganz besonderen Abend. Der erste Set gehörte wie immer ganz der Southside Jam Houseband mit einer Runde bislang ungehörter Songs aus Country, Rock'n'Roll, Rock und Soul. Und nach einer kurzen Umbaupause betraten dann unsere Gäste die schnuckelige Arminia Bühne.

Southside Jam Houseband
Arndt, Pepe, Chrille & Ecki von der SSJ Houseband...

Cream Flow
...und Pit, Marco & Agnes von Cream Flow

Mit dem ersten Song - einer soulig groovenden Version von Carol King's "You've Got a Friend" - war sofort klar, dass uns ein hochklassiger Abend bevorstand. Den Mittelpunkt bildet Sängerin Agnes Hapsari, die trotz heftiger Erkältung auch die höchsten Töne noch mit Leichtigkeit traf und ihre locker vorgetragenen Gesangslinien ab und zu mit eleganten Schleifen verzierte. Darüber hinaus zeigte sie sich als hervorrragende Jazzpianistin, die mit der linken Hand nebenbei auch noch die Basslinien beisteuerte. Pit Schwaar erzeugte mit jazzigen Gitarren-Voicings wunderschöne Klangfarben und setzte mit seinen geschmackvollen Soli immer wieder kleine Highlights. Und Multiinstrumentalist Marco Knichala sorgte am Schlagzeug für einen cool groovenden Rythmusteppich und sang die zweite Stimme. Während es draußen weiter Bindfäden regnete, verbreiteten die drei mit ihrem chilligen Sound eine luftig frühlingshafte Stimmung und zauberten den verzückten ZuhörerInnen ein Lächeln ins Gesicht. Chapeau!

Cream Flow
Loungige Songs von Cream Flow

Pit & Marco
Pit & Marco

Agnes Hapsari
Agnes

Um kurz vor halb elf versammelten wir uns dann zur gemeinsamen dritten Runde. Pit hatte erfreulicherweise lauter Songs ausgewählt, die sich locker jammen ließen; darunter das immer wieder gerne gebrachte "Route 66" oder das nach längeren Improvisationen geradezu schreiende "Mercy, Mercy, Mercy". Pit betätigte sich souverän als musikalischer Leiter, und jeder durfte solistisch mal ran. Pepe spielte die erste Hälfte, danach übernahm Marco wieder den Drumpart. Zu "Cajun Moon" machte er ein ausgedehntes Solo, wobei er das Drumkit irgendwann verließ und auf dem Weg ins Publikum verschiedenste Gegenstände als Percussioninstrumente entfremdete. Die Session machte einen riesigen Spaß, und auch Agnes, die immer wieder von Hustenanfällen gebeutelt wurde, ließ sich die (Spiel)-Freude nicht vermiesen. Mit einer Punktlandung um elf verabschiedeten wir uns dann beim besten Publikum der Welt, das - wie wir selbst auch - wieder einmal einen ganz besonderen Abend erlebt hatte.

Cream Flow & die SSJ Houseband
Cream Flow & die SSJ Houseband jammen

Pit & Marco
Die große Session

Finale
Finale

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke



07.02.17: Rückblick Black Rosie Trio

Die AC/DC-Tribute-Band Black Rosie hat sich seit Gründung im Jahre 2006 einen Namen als hervorragende Liveband gemacht. Die fünf Rock-Ladies aus Hannover und Wernigerode spielen jährlich zahlreiche bundesweite Auftritte vom Club-Konzert bis zum Motorrad-Open-Air. Zum Southside Jam reisten Gaby Neitzel (Voc., Git.), Dörte Baumeister (Git.) und Dajana Berck (Drums) ausnahmsweise einmal zu dritt an, um zunächst alleine und später gemeinsam mit der SSJ Houseband das Haus zu rocken.

Southside Jam Houseband
Die SSJ Houseband mit einem wilden Musikmix...

Black Rosie Trio
...und das Black Rosie Trio mit einem lässigen Acousticset

Nach dem Introset der Southside Jam Houseband, der dieses Mal einen besonders bunten Stilmix enthielt (er reichte von Country über Disco und Reggae bis Rock), überzeugten unsere drei "Gästinnen" von Anfang an mit ihrem sympathischen Auftreten und hoher musikalischer Kompetenz. Extra für den gestrigen Abend hatten sie ein akustisches Trioprogramm erarbeitet, sodass die zahlreich erschienenen Black-Rosie-Fans einer echten Premiere beiwohnen konnten, die sie augenfällig wie auch der Rest des Publikums sehr genossen. Unterstützt wurden Gaby, Dörte und Dajana bereits von Chrille am Bass, der als Hahn im Korb (bzw auf der Bühne) sichtlich Spaß hatte.

Dörte, Dajana und Gaby
Dörte, Dajana und Gaby

Learning to Fly
"Learning to Fly"

Zum dritten Set gesellte sich dann über weite Strecken die komplette SSJ Houseband dazu. Das Frontmikro, an dem bisher meist Gaby zu finden war, wurde zwischendurch auch mal an Dajana und Dörte übergeben. Dajana und Pepe wechselten sich am Drumkit ab, und Gaby, Dörte und Arndt bildeten eine mächtige Gitarrenarmee, sodass man sich bisweilen an Bands wie Lynyrd Skynyrd oder die Allman Brs erinnert fühlte.

Natürlich standen auch jetzt wieder Songs von AC/DC im Mittelpunkt. Aber mit "Learning to Fly" von Tom Petty, Foreigners "Urgent" sowie dem von Pepe gesungenen "Fool for your Stockings" von ZZ Top gab es auch ein paar willkommene musikalische Ausreißer, die sich bestens einfügten. So wurde also wie angekündigt nach allen Regeln der Rockkunst das Haus gerockt und allen Beteiligten die Gehörgänge ordentlich freigepustet.

Gaby Neitzel
Gaby Neitzel

Dajana Berck
Dajana Berck

Die große Jamsession mit dem Black Rosie Trio
Die große Jamsession...

Learning to Fly
...mit dem Black Rosie Trio und der SSJ Houseband

Irgendwie waren wir allesamt an diesem Abend besonders spielfreudig. Jedenfalls war es plötzlich elf Uhr, und wir hatten gerade einmal die Hälfte der geplanten Nummern gespielt. Also setzten wir uns einfach mal über unsere eigenen Spielregeln hinweg und hängten noch eine Viertelstunde dran. Die Leute hatten jedoch noch immer nicht genug, sodass wir ein abschließendes "Highway to Hell" hinterschoben und damit den entgültigen Schlusspunkt setzten. Rock on!

Guitar Battle
Guitar Battle

Finale
Finale

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



03.01.17: Rückblick Janice Harrington

Der Southside Jam wurde gestern fast auf den Tag genau 10 Jahre alt. Mit allen Special-Jams und Auswärtsspielen macht das bis dahin insgesamt ca 80x Southside Jam, an denen ungefähr 250 (!) MusikerInnen teilgenommen haben. Unser Gastgeber Jürgen Becker übermittelte uns im Namen seines ganzen Teams seine Glückwünsche verbunden mit liebevoll gestalteten Dankesurkunden. Zum 10-jährigen hatten wir die amerikanische Jazz-, Blues- und Gospelsängerin, Produzentin und Schauspielerin Janice Harrington eingeladen, die ihren Ehemann - den Posaunisten Werner Gürtler - als Special Guest mitgebracht hatte. In Cleveland, Ohio geboren wohnt sie seit vielen Jahren zusammen mit Werner in der Nähe von Lüneburg. Janice Harrington hatte in ihrer langen Karriere mit vielen internationalen Künstlern auf der Bühne gestanden, darunter Billy Daniels, Lloyd Bridges, Frank Sinatra Jr., Sammy Davis Jr. und Lionel Hampton.

Zunächst eröffneten wir den Abend allerdings wie gewohnt alleine mit der Southside Jam Houseband und einer Rutsche neuer Songs. Jürgen hatte Wunderkerzen im Publikum verteilt, und so wurde der "T-Bone-Shuffle" erstmalig im Wunderkerzenschein dargeboten.

Southside Jam Houseband
Die SSJ Houseband im zehnten Jahr...

Publikum 10 Jahre SSJ
...bei Wunderkerzenschein vom besten Publikum der Welt

Janice Harrington & Werner Gürtler
Janice Harrington & Werner Gürtler

Danach folgten zwei äußerst kurzweilige Sets mit unseren beiden sympathischen Gästen. Nach dem von Ecki am Piano begleiteten Introsong "Two Fisted Double Jointed Rough and Ready Man" ging es von Jazzstandards wie Gershwins "Summertime" über Blues- und Soultitel (u.a. eine wunderschöne Version von "Georgia on my mind") und eigene Songs ("www.God", "Double Dynamite") bis hin zu Gospel und Spirituals. Janice hatte als geübte Chorleiterin keinerlei Schwierigkeiten, das Publikum auf den Punkt zum Mitsingen und -klatschen zu bringen. Die Mittsiebzigerin (!) gab alles und schonte weder sich selbst noch uns: Sie dirigierte uns sicher durch die Songs, verteilte üppig Soloparts und wagte auch mal ein kleines Tänzchen im Publikum. Werner hielt sich dezent zurück und setzte mit seinen Posaunensoli immer wieder kleine Highlights. Das machte viel Spaß, und Janice' anfängliche Skepsis (No Rehearsal - No Soundcheck - Never Met these Guys before) war im Nu verflogen.

Janice Harrington
Janice Harrington

Arndt Schulz
Arndt Schulz

Jamsession mit Janice Harrington & Werner Gürtler
Jamsession mit Janice Harrington & Werner Gürtler

Der Abend ging wieder einmal viel zu schnell vorbei. Das empfanden wohl auch unsere zahlreichen ZuschauerInnen, denn es wurde nach dem großen Finale vehement nach Zugabe gerufen, welche dann in Form eines ausgedehnten "Stormy Monday Blues" auch gegeben wurde. Danach verabschiedeten wir uns und genossen die vielen freundlichen Worte anlässlich unseres Jubiläums und des wieder einmal so wunderbar gelungenen Abends. Gefreut haben wir uns insbesondere über einige Gesichter der ersten Stunde sowohl auf Seiten des Publikums als auch der Künstler. So war u.a. Germaid Ponge anwesend, eine unserer musikalischen Gäste beim allerersten Southside Jam am 08.01.2007.

Wir danken an dieser Stelle wie immer Martina Maschke für die Fotos dieses Berichts, Katee für die Videodokumentation, Jürgen Becker und seinem Team für die Gastfreundschaft und dem besten Publikum der Welt für 10 wunderbare Jahre.
Die SSJ Houseband und Janice Harrington & Werner Gürtler
Die SSJ Houseband und Janice Harrington & Werner Gürtler