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Übersicht 2018


04.12.18:  Rückblick Paul Botter & Jan Mohr
06.11.18:  Rückblick 12th Open Stage Night
09.10.18:  Rückblick John Allen
22.06.18:  Kay für Chrille
10.04.18:  Rückblick Dr. Slide
06.03.18:  Rückblick Morgan Finlay
06.02.18:  Rückblick Elizabeth Lee & Martin Hauke
09.01.18:  Rückblick Steve Simpson




04.12.18 Rückblick Paul Botter & Jan Mohr

Nicht ganz so voll wie die letzten Male war es bei der Dezemberausgabe des Southside Jams, worüber die anwesenden Gäste jedoch nicht allzu unglücklich zu sein schienen, hatte man dadurch endlich mal etwas Bewegungsfreiheit. Entsprechend gut war von Anfang an die Stimmung, als wir mit der SSJ Houseband unsere Eröffnungsrunde spielten. Als special guest war dieses Mal Martina "Fuchs" Maschke dabei. Aufgrund des großen Andrangs bei der Open Stage Night im November hatte sie auf ihren Beitrag freiwillig verzichtet, der nun nachgeholt wurde. Sie hatte den Wencke Myhre Schlager "Lass mein Knie Joe" politisch etwas unkorrekt in "Ich ess das Vieh roh" umgedichtet und erwirkte damit manchen Schmunzler.

SSJ Houseband im Dezember 2018
Die Southside Jam Houseband...

Martina Maschke
...u.a. mit Martina Maschke

Nach der Pause waren dann unsere musikalischen Gäste Paul Botter & Jan Mohr an der Reihe. Der gebürtige Helgoländer und seit seinem 15. Lebensjahr Hamburger Sänger und Gitarrist Paul Botter hatte in den späten 70er und 80er Jahren mit seiner Band Elephant deutsche Rockgeschichte geschrieben, vier erfolgreiche Studioalben veröffentlicht und europaweite Tourneen (u.a. mit Mitch Ryder) sowie zahlreiche Hörfunk- und Fernsehauftritte absolviert. Gemeinsam mit dem Hamburger Gitarristen Jan Mohr (u.a. Ex-Mitglied der Charly Schreckschuss Band und der Chargers sowie Sideman bei verschiedenen Europatourneen der Harpspieler R.J. Mischo und Mark Hummel) werden selten gehörte Perlen aus Pop und Blues geboten. Das Repertoire umfasst dabei Stücke von Jimmy Reed, Van Morrison, J.J. Cale, Steve Earl, John Hiatt, Tom Waits u.v.m.

Paul Botter & Jan Mohr
Paul Botter & Jan Mohr...

Paul Botter & Jan Mohr
...mit einem hochklassigen, intensiven Auftritt

Paul Botter
Paul Botter

Schon bei den ersten Klängen wurde klar, dass in den nächsten gut 30 Minuten ein hochklassiger und intensiver Vortrag auf uns zukommen würde. Paul Botter's Stimme erzeugte Gänsehaut, ohne dass es ihm irgendwelche Mühe zu bereiten schien. Ungekünstelt, erdig und immer auf dem Punkt sang er sich durch Blues, Pop und Rock, meisterte problemlos Nummern von John Hiatt und J.J. Cale und spielte so ganz nebenbei noch eine groovend-treibende Rythmusgitarre. Wow!

Jan Mohr
Jan Mohr

Für die solistischen Highlights war Jan Mohr zuständig. So selbstverständlich, wie Paul seine Gesangslinien phrasierte, so traumwandlerisch sicher spann Jan seine ausladenden Solobögen. Da stimmte alles: Sound, Stil, Geschmack. Dass er sich für seine instrumentellen Ausflüge viel Raum und Zeit gönnte, nahm ihm niemand übel. Ganz im Gegenteil: jedes seiner Soli wurde ausgiebig mit Szenenapplaus honoriert.

Nach der zweiten Pause versammelten wir uns rechtzeitig zur großen gemeinsamen Jamsession, denn es war klar, dass es auch in dieser Runde diverse instrumentale Extrarunden geben würde. Stlistisch bewegten wir uns nach wie vor auf dem von Paul und Jan vorgegebenen Terrain aus Blues, Americana und Soul. Paul dirigierte uns meisterhaft durch die Arrangements, und Jan verteilte großzügig Soloparts, griff aber auch nach wie vor selbst gerne und beherzt in die Saiten. Von Seiten des Publikums wurden die längeren Solopasssagen nach wie vor mit viel Szenenapplaus bedacht, woraus sich schließen ließ, dass man vor der Bühne mindestens genauso viel Spaß zu haben schien, wie auf der Bühne. Und Arminia-Wirt Jürgen meinte hinterher sogar, es wäre für ihn einer der schönsten Southside Jams überhaupt gewesen. Was mal wieder beweist, dass die am besten besuchten Konzerte nicht automatisch auch musikalisch die besten sein müssen.

Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband
Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband...

Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband
...jammen sich durch...

Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband
...Blues, Americana & Soul

Paul Botter & Jan Mohr
Jan, Paul & Kay

Paul Botter & Jan Mohr
Jan & Arndt

Alle Fotos dieses Berichts stammen von Martina "Fuchs" Maschke mit Ausnahme des Fotos von Martina (erste Reihe oben rechts), welches Klaus Hoffmann geschossen hat. Danke!



06.11.18 Rückblick 12th Open Stage Night

Einmal im Jahr - traditionsgemäß im November - findet die Open Stage Night des Southside Jam statt. In diesem Jahr war es bereits die zwölfte. Es wurden wieder keine musikalischen Gäste eingeladen. Stattdessen konnte jede(r) - egal ob Amateur oder Profi, ob Einzelkünstler oder Band - spontan mitmachen und bis zu zwei Titel über die bereitsgestellte Backline spielen.

Wie in den Jahren zuvor war auch die gestrige Open Stage Night bestens besucht, und so hatten wir schon lange vor Beginn eine gut gefüllte Liste mit Anmeldungen, die wir dann im Laufe des Abends unter Verzicht auf Setpausen auch alle berücksichtigen konnten. Nachdem die SSJ Houseband den Abend mit dem obligatorischen T-Bone-Shuffle eröffnet hatte, gab es eine bunte Mischung aus verschiedensten Stilrichtungen unterschiedlichster KünstlerInnen aller Altersgruppen. Die Umbaupausen blieben auf ein Minimum reduziert, und man gab sich auf der Bühne buchstäblich die Instrumente in die Hand. Alle verhielten sich in höchstem Maße kollegial, spendeten sich gegenseitigen Applaus und hielten sich vorbildlich an die Spielregeln, sodass es für alle Beteiligten wieder mal ein toller Abend wurde. Danke an alle KünstlerInnen, Jürgen Becker plus Team und das beste Publikum der Welt!

SSJ Houseband im November 2018
Die SSJ Houseband eröffnet

Golliwog 2018
Golliwog traditionell als erster Gast-Act

Der engste Kreis
Blues mit deutschen Texten: Der engste Kreis

Ingway
Ingo "Ingway" Schmidt" mit Rootsblues

Tres Hombres
Falk Stehr, Stephan Quast & Armin Balkenholl: Tres Hombres

The Incredible Songliner 2018
The Incredible Songliner: Pop in ungewöhnlichem Gewand

Salina Kargl Williams
Mit 15 Jahren die jüngste Teilnehmerin: Salina Kargl Williams

Tiefblau
Tiefblau zu neunt mit Soul auf deutsch

Six Days to Sunday
Aus Hildesheim: Six Days to Sunday

Roy Bush 2018
Hat so gut wie keinen Southside Jam verpasst: Roy Bush

Roland Loy
Zum ersten Mal beim Southside Jam: Roland Loy

Last Harvest
Last Harvest feat. Miri haben ihren Debutauftritt

Chill Out Blues Band
Die Chill Out Blues Band mit Annie Chojnacki

Antony Kay
Singer & Songwriter Antony Kay

Cream Flow
Cream Flow plus Karsten Gohde am Saxophon

Jürgen Zöpel
Jürgen Zöpel sorgt für den Schlusspunkt

Ein wenig mussten wir aufgrund der hohen Teilnehmerzahl dann doch überziehen, wenn auch nur um eine gute Viertelstunde. Es hatte knapp 3 Stunden lang Musik am Stück gegeben, was sowohl Stammgäste als auch Erstbesucher mit viel Interesse und großer Freude genossen. Und wir konnten einige neue Fans gewinnen, die sich von unserem kleinen Musiktreff begeistert zeigten. Der Plan, Profis und Anfänger generationsübergreifend zusammenzubringen, ist wieder einmal aufgegangen. Die Open Stage des Southside Jam erfreut sich offensichtlich ungebrochener Beliebtheit, und so rechnen wir stark mit einer Neuauflage im November 2019.

alle Fotos dieses Berichtes:
Martina "Fuchs" Maschke




09.10.18 Rückblick John Allen

Dass wir die aktuelle SSJ Saison ausnahmsweise eine Woche später eröffneten, hatte zwei Gründe: Zum einen fiel der erste Montag im Monat direkt auf den ersten, was uns nach der langen Pause etwas riskant erschien, da einige Monatsmagazine nicht immer rechtzeitig erhältlich sind. Zum anderen kam unser neuer Bassist Kay Bremer erst am zweiten Wochenende aus London zurück. Und seine erste Veranstaltung wollte er natürlich nicht verpassen. Obwohl es eigentlich gar nicht wirklich seine erste war, denn neben diversen Open Stage Auftritten hatte Kay bereits im Dezember 2016 Chrille beim SSJ vertreten. Seinen gestrigen offiziellen Einstand konnte er vor perfekter Kulisse feiern, denn das Arminia Vereinslokal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Und Kay machte seinen Job großartig. Obwohl für ihn komplettes Neuland ließ er sich nicht nehmen, sogar die vierte Gesangsstrophe unseres Eröffnungssongs - den T-Bone Shuffle - zu übernehmen.

SSJ Houseband im Oktober 2018
Die SSJ Houseband vor vollem Hause

SSJ Houseband im Oktober 2018
Der erste Set wie immer von der SSJ Houseband...

SSJ Houseband im Oktober 2018
...erstmals mit unserem "Neuen" Kay Bremer

Arndt Schulz im Oktober 2018
Arndt & Pepe...

Kay Bremer im Oktober 2018
...und Kay

Wie gewohnt gab es in unserem Eröffnungsset viele "neue" Songs zu hören, diesmal aus den Genres New Orleans Blues, Soul, Country und R'n'R. Und mit "Paint it Black" sendeten wir noch einen kleinen Gruß aus dem London der 60er Jahre. Das machte bei der lockeren Stimmung auf und vor der Bühne viel Spaß, kam sehr gut an (insbesondere wurde Kay gelobt) und stimmte alle schon einmal auf unseren musikalischen Gast John Allen ein, der nach einer kurzen Pause den zweiten Set ganz alleine gestaltete.

Seit seiner beinahe märchenhaften Entdeckung durch Frank Turner im Herbst 2013 tourt John Allen rastlos durch Europa. Knapp 500 Shows in weniger als vier Jahren stehen zu Buche, darunter Tourneen mit vielen Größen der Singer/Songwriter Szene, sowie Konzerte mit dem Popstar Milow. Seine musikalische Heimat siedelt Allen irgendwo zwischen klassischem Singer-Songwriter, Folk, Country, Punk und Americana an. In seinen Songs beschwört er die Geister der Vergangenheit, trauert verflossenen Lieben hinterher, besingt die Freiheit auf der Straße, lobt den Optimismus des Neuanfangs und kokettiert mit Alltäglichen. So eingängig seine Melodiebögen sind, so schwermütig können seine Texte sein, umwoben von Melancholie, Verzweiflung und Düsternis, die sich auch in seiner Stimme widerspiegeln, einer Stimme rau wie die stürmische See.

John Allen beim SSJ
John Allen erzählt...

Doch so düster und introvertiert, wie man aufgrund seines Infotextes vielleicht vermutet hätte, gab sich der sympathische Hamburger überhaupt nicht. Im Gegenteil: er erwies sich als äußerst zugewandter und humorvoller Künstler, der nicht nur durch seine ausschließlich selbstgeschriebenen Lieder und seinen rauen Gesangsstil zu überzeugen wusste, sondern mit ausgedehnten Ansagen zu den Songs die ZuschauerInnen immer mehr in seinen Bann zog. Dass so ein Konzept auch in einer belebten Kneipe funktionieren kann, war gleichermaßen überraschend wie erfreulich. Und so hörte man nach diesem beeindruckenden Soloset viele Kommentare wie "Ich weiß gar nicht, was ich besser fand, die Lieder oder die Geschichten". Was ja letztendlich auch egal ist. Denn wenn sich 40 Minuten so anfühlen, als wären erst 20 vergangen, hat man offensichtlich alles richtig gemacht.

John Allen beim SSJ
...und singt

John Allen jammt mit der SSJ Houseband
John Allen jammt mit der SSJ Houseband

In der dritten Runde freute sich John darauf, nun nicht mehr er selbst, sondern u.a. Tom Petty, Elvis Costello oder Bruce Springsteen sein zu dürfen. Denn aus dem reichhaltigen Oeuvre dieser Herren bedienten wir uns in der großen gemeinsamen Session, die wie immer ohne Probe, Netz und doppelten Boden stattfand. Hatte sich John in seiner Solorunde eher von seiner ruhigeren und verletzbaren Seite gezeigt, so wurde mit der Houseband zusammen ordentlich gerockt. Und so gab es natürlich auch einige Gitarren- und Orgelsoli zu hören, allerdings waren alle sehr darauf bedacht, den eigentlichen Song nicht aus den Augen zu verlieren. Als wir dann um kurz vor elf sogar etwas früher als geplant durch waren, entschied sich John, noch eine Nummer ganz alleine zu machen, die er komplett unplugged mit der obligatorischen längeren Geschichte dazu zum Besten gab. Und für diese letzten 5 Minuten dieses wunderbaren Abends war es in der pickepackevollen Kneipe mucksmäschenstill. Chapeau!

John Allen jammt mit der SSJ Houseband
John Allen singt Petty...

John Allen jammt mit der SSJ Houseband
...Springsteen und Costello

alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke



22.06.18 Kay für Chrille

Im Mai teilte uns Chrille überraschend mit, dass er die Southside Jam Houseband ab der nächsten Saison aus persönlichen Gründen verlassen würde. Neuer Mann am Bass ist ab sofort Kay Bremer, der schon desöfteren als Gastbassist beim SSJ mitgewirkt hat. Kay spielt mit Ecki bereits seit Mitte der 80er Jahre zusammen in verschiedenen Bands und Projekten. Zur Zeit ist er Mitglied von It's M.E. & Band sowie der Soulformation Tiefblau. Wir danken Chrille für elf wunderbare Jahre und wünschen ihm alles Gute für seine private und musikalische Zukunft. Und wir begrüßen Kay herzlich in der Band und freuen uns mit ihm zusammen auf die neue SSJ Saison, die nach der Sommerpause ausnahmsweise eine Woche später als gewohnt am Mo 08. Oktober 2018 beginnen wird. Wir arbeiten zur Zeit am Programm und werden es demnächst bekanntgeben (siehe Termine).

Pepe, Kay, Ecki & Arndt von der SSJ Houseband

SSJ Houseband 2018
Foto: Katee



10.04.18 Rückblick Dr. Slide

Zum letzten Southside Jam vor der Sommerpause hatten wir uns mit Dr. Slide - bürgerlich Axel Humbert - einen Künstler eingeladen, der sich selbst als wild, frei, kantig und vom rauen Wind des Lebens gezeichnet, doch immer noch hoffnungsvoll romantisch bezeichnet. Entsprechend ist seine Musik, die echt und analog und nicht perfekt glattpoliert ist. Sein Handwerkszeug sind neben einer Stimme, die unter die Haut geht, alle Saiteninstrumente von der Dobro bis zur selbstgebauten Squareneckguitar, die sich mit einem Bottleneck bearbeiten lassen, und aus denen er Klänge zaubert, die aus dem tiefsten Mississippi Delta zu kommen scheinen. Gelernt hat er bei den alten Meistern des Blues, und er war mit Größen wie John Lee Hooker, Bo Diddley und Johnny Winter auf Tour. Er war Gast auf internationalen Bluesfestivals in USA und Europa und spielte u.a. mit Pinetop Perkins, Willie "Big Eyes" Smith, Luther Allison, Eric Sardinas und Abi Wallenstein.

Die SSJ Houseband eröffnet wie gewohnt den Abend
Die SSJ Houseband eröffnet wie gewohnt den Abend...

Die SSJ Houseband mit Blues, Country und Rock'n'Roll
...mit Blues, Country und Rock'n'Roll

Es war ein fast sommerlicher Frühlingsabend, zu dem sich wieder viele Freunde/innen des SSJ eingefunden hatten. Auch die SSJ Houseband war zum Glück wieder vollzählig und startete mit einer wie gewohnt abwechslungsreichen Runde, in welcher man sich stilistisch zwischen Blues, New Orleans Style, Bluegrass, Country und Rock'n'Roll bewegte und offensichtlich den Geschmack des besten Publikums der Welt traf.

Nach einer kurzen Umbaupause kam dann unser musikalischer Gast an die Reihe. Er hatte erst vor kurzem den jungen Bluesharpspieler Florian Escherlor kennengelernt, mit dem er sich spontan zum Duo zusammenschloss. Da man sich zur Zeit auf gemeinsamer Konzertreise befand, war es naheliegend, auch den Abend beim SSJ gemeinsam zu bestreiten. Das war für alle eine sehr willkommene Überraschung und - wie sich herausstellen sollte - große Bereicherung im Arminia Vereinslokal.

Backstage
Backstage

Dr. Slide alias Axel Humbert
Dr. Slide alias Axel Humbert...

Florian Escherlor
...und Florian Escherlor

Axel alias Dr. Slide gab in den folgenden ca 40 Minuten eine Kostprobe aus seinem umfangreichen Repertoire selbstgeschriebener Songs, welche sich irgendwo zwischen Roots Music, Americana, Folk & Blues einordnen lassen. Axel stimmt seine Gitarre in Open Tunings und erreicht mit verschiedenen Spieltechniken wie Strumming, Sliding, Tapping und Percussion einen sehr differenzierten Sound mit hoher Dynamik. Mit leidenschaftlich knarzendem aber niemals übertriebenem Gesang unterstreicht er die unterschiedlichen Stimmungen seiner Lieder, die sein neugewonnener Kollege Florian mit geschmackvollen Bluesharpklängen zu veredeln versteht. Dieser verfügt ohne Zweifel über eine bemerkenswerte Spieltechnik, welche er aber - glücklicherweise - niemals zum Selbstzweck präsentiert. Statt auf spektakuläre, beifallserscheischende Soli setzt der schlacksige junge Musiker auf Melodie und Gefühl. Das Publikum honorierte diese uneitle und hohe Musikalität mit viel Szenenapplaus.

Dr. Slide und Florian Escherlor
Dr. Slide und Florian Escherlor...

Dr. Slide und Florian Escherlor
...spielen Roots Music und Americana

Das Bluesharp Duo
Dr. Slide und Florian Escherlor als Bluesharp Duo

Als dem Doktor in der Mitte des Sets plötzlich eine Saite reißt, stimmt Florian alleine einen Trainbeat an, um die so entstandene Zwangspause musikalisch zu überbrücken. Nachdem Axel seine Ersatzgitarre aus der Garderobe geholt hat, greift auch er zur Mundharmonika, und die beiden bringen die Nummer zur Begeisterung der Zuschauer mit zwei Harps zu Ende. Spätestens jetzt ist das letzte Eis gebrochen, und mit seiner sympathischen Berliner Schnauze und dem rauhen Charme des rastlosen Tourmusikers zieht Axel alle Anwesenden auf seine Seite.

Dann ist erst einmal Pause. Allerdings nur so kurz, dass Martina kaum von der Hutrunde zurück ist, als wir gemeinsam die Bühne zum finalen Jam betreten. Es gibt zwar eine Setlist, die jedoch keiner so richtig auf die Reihe bekommt und wir uns daher lieber spontan auf Tonart, Groove und Tempo einigen, um dann zusammen loszulegen.

Dr. Slide, Florian Escherlor & SSJ Houseband
Dr. Slide und Florian Escherlor...

Dr. Slide, Florian Escherlor & SSJ Houseband
...jammen mit Arndt, Chrille, Pepe & Ecki

Dr. Slide, Florian Escherlor & SSJ Houseband
Große Jamsession

Chrille, Florian & Pepe
Chrille, Florian & Pepe

Axel entwickelt im Laufe der Session immer mehr Freude am Jammen, legt irgendwann seine Gitarre beiseite, beschränkt sich aufs Singen und dirigiert "seine" Band nach Belieben. Jeder soll mal ran, nur Pepe "verzichtet" auf sein Solo, was Axel humorvoll mit den Worten "Das muss man mir doch vorher sagen" quittiert. Es geht sehr gelöst zu, es wird eine Menge gelacht, und man vergisst über allem die Zeit (was uns jedoch keiner übel nimmt). Zum Ende wird noch der Fuchs Martina Maschke auf die Bühne gebeten, um sich mit dem Doktor darin zu messen, wer die tiefere Stimme hat. Nach 20 Minuten über der Zeit ist dann aber entgültig Schluss, und wir beschließen nicht nur einen einzigartigen Abend, sondern eine wieder mal alle Erwartungenen überragende SSJ-Saison. Danke an alle Beteiligten und vor allem das beste Publikum der Welt!

Fuchs, Axel & Florian
Fuchs, Axel & Florian

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke


Finale
Finale



06.03.18 Rückblick Morgan Finlay

Wenn man den gestrigen Southside Jam charakterisieren möchte, so trifft das Wort "Improvisation" den Nagel auf den Kopf. Zunächst hatte Pepe - zum Glück rechtzeitig - Bescheid gegeben, dass er im März nicht dabei sein würde, da er mit seiner Band - den "Salty Mountain Boys" - unterwegs wäre. Daher hatten wir Werner Löhr gebeten, ihn an Drums und Gesang zu vertreten. Wesentlich kurzfristiger (ca 5 Stunden vor Auftrittsbeginn) musste dann leider grippebedingt Chrille absagen. In der kurzen Zeit ließ sich kein Ersatzbassist auftreiben, sodass die SSJ Houseband in dezimierter Besetzung auftreten musste. Leider fielen auch einige Stammgäste aufgrund von Krankheit aus, sodass auch Arminia Wirt Jürgen Becker improvisieren musste. Um die spontan freigewordenen Plätze noch besetzen zu können, griff er zum Telefon und rief diejenigen an, denen er bislang wegen vermeintlicher Überfüllung absagen musste. Es wurde letztendlich zwar nicht ganz so voll wie sonst, trotzdem war der Abend sehr gut besucht und man konnte sich immerhin etwas freier bewegen.

Die Southside Jam Houseband hatte sich als Gast den irisch-kanadischen Singer / Songwriter und Gitarristen Morgan Finlay eingeladen, der im zweiten Set eine Kostprobe aus seinem Soloprogramm gab und mit dem dann in der letzten Runde ausgiebig gejammt wurde. Finlay tourt seit über 10 Jahren quer durch Europa. Im Gepäck hat er mittlerweile 8 veröffentlichte Alben. Der Gitarrist und Sänger besticht durch sein Talent für Melodien und seine ergreifenden und mitfühlenden Texte.

Die SSJ Houseband in ungewöhnlicher Besetzung
Die SSJ Houseband in ungewöhnlicher Besetzung

SSJ Houseband und Morgan Finlay in der Garderobe
Eine kurze Probe mit Morgan Finlay in der Garderobe

Zunächst war jedoch die SSJ Houseband an der Reihe, von der mit Arndt und Ecki nur noch zwei Originalmitglieder auf der Bühne standen. Werner sang Songs von Springsteen und Dylan, Ecki hatte sich etwas von Keb Mo und Delbert McClinton ausgesucht, und Arndt steuerte mit "Watch out for Lucy" einen Titel von Eric Clapton bei. Ecki spielte die fehlenden Bassfiguren entweder mit der linken Hand am Keyboard oder griff alternativ zum E-Bass, und wir bekamen mit etwas Improvisieren eine knackige erste Runde auf die Beine gestellt.

Es folgte eine kurze Pause, in welcher Jürgen Becker von Harald Härke vom Kulturbüro Hannover für das Arminia Vereinslokal als Livemusiclocation in Verbindung mit dem Southside Jam den Titel Partner of UNESCO City of Music Hannover entgegen nahm. Das hatte sich Jürgen auch wirklich verdient, wenn man bedenkt, mit wieviel Aufwand und Hingabe er mit Hilfe seines Teams aus dem eher unscheinbaren Vereinslokal eine erstklassige Livemusik Location gemacht hat. Gratulation!

Morgan Finlay
Morgan Finlay...

Morgan Finlay
...gibt im zweiten Set...

Morgan Finlay
...einen Ausschnitt...

Morgan Finlay
...aus seinem Soloprogramm

Danach betrat unser Gast Morgan Finlay die Bühne, um das gespannte beste Publikum der Welt mit unterschiedlichen Songs aus eigener Feder zu unterhalten. Das machte er mit der Lockerheit und Professionalität des ständig tourenden Livemusikers, der auf seinen Reisen durch Europa so ziemlich jede Art von Bühne und Publikum kennengelernt hat. Mit seinen in sehr gutem Deutsch mit sympathischem Akzent gehaltenen Ansagen erwies er sich als verschmitzt-charmanter und humorvoller Entertainer, dem die Kommunikation mit seinen ZuhörerInnen eine wahre Herzensangelegenheit zu sein scheint. Der agile und mimikreiche Musiker zauberte mit Akustikgitarre und Stimme die unterschiedlichsten Stimmungen und nutzte alle Möglichkeiten der Dynamik vom kraftvollen Rockgroove bis zur Ballade in Pianissimo voll aus. Morgan genoss die Wärme und Aufmerksamkeit, die ihm entgegengebracht wurde, offensichtlich sehr und freute sich nach diesem wirklich feinen Set auf die gemeinsame Jamsession.

Jürgen Becker
Jürgen Becker wird geehrt

Arndt Schulz
Rockin the house: Arndt

Jammen mit Morgan Finlay und der SSJ Houseband
Jammen mit Morgan Finlay und der SSJ Houseband

Auch in diesem letzten Set wurde eine Menge improvisiert. Ecki hatte sich auf die Schnelle von drei Songs die Bassparts draufgeschafft und wechselte zwischen E-Bass, Akkordeon und Keyboards, Arndt griff bei den ruhigeren Stücken zur Akustikgitarre und sorgte auf der Strat für solistische Highlights, während Werner einen unaufdringlich und einfühlsam groovenden Rythmusteppich legte. Morgan hatte sichtlich Spaß am Jammen und ließ die unterschiedlichen Songs von irisch angehauchtem Folk über Country bis Reggae über das übliche (Zeit)-Maß hinaus wachsen und sich entwickeln. Da war ein regelrechtes Brodeln zu spüren, wie man es nicht alle Tage hat, das sich von der Bühne auch auf die Gäste übertrug. Obwohl das gesamte Set aus nur 6 Stücken bestand, spielten wir fast eine Dreiviertelstunde, ohne dass weder uns noch dem Publikum langweilig wurde. Als wir uns dann um elf Uhr schließlich verabschiedeten, waren wieder alle zufrieden: Morgan, die Band, die Gäste und der Veranstalter. So soll es sein!

Jammen mit Morgan Finlay und der SSJ Houseband
Die SSJ Houseband und Morgan Finlay

SSJ Houseband und Morgan Finlay: Finale
Finale

Alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke



06.02.18 Rückblick Elizabeth Lee & Martin Hauke

Die Sängerin und Songschreiberin Elizabeth Lee aus Austin,TX (USA), erinnert mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und energiegeladenen Bühnenshow an eine Mischung aus Janis Joplin, Bonnie Raitt und Beth Hart. Beim gestrigen Southside Jam war sie ausnahmsweise mal ohne ihre langjährige Band Cozmic Mojo live zu erleben, mit der sie seit Jahren regelmäßig durch ganz Europa tourt. Unterstützt wird sie bei ihrem Akustik-Programm von Martin Hauke an der Gitarre, der sonst bei der Rolling Stones Coverband Voodoo Lounge in die Saiten greift und mit der er bereits am 04.01.2010 Gast beim SSJ war. Das Programm dieser deutsch-amerikanischen Freundschaft besteht aus Acoustic Roots Rock, Folk und Blues und beinhaltet hauptsächlich eigene Songs der Texanerin sowie einige Cover-Nummern von u.a. Lucinda Williams, Etta James und Bonnie Raitt.

SSJ Houseband im Februar 2018
Die SSJ Houseband in etwas ungewohnter Instrumentierung...

SSJ Houseband mal anders
...und einer äußerst bunten Eröffnungsrunde

Als erstes spielten wir mit der SSJ Houseband eine etwas außergewöhnliche Eröffnungsrunde. Außergewöhnlich in Hinblick auf die Vielfalt der Songauswahl (Frankie Millers "Darling", Steve Earl, Levon Helm, Georgie Fame's "Bonnie & Clyde" und Cab Calloway's "Minnie the Moocha") als auch in Bezug auf die Instrumentierung, wo lustig der Bass getauscht wurde und Mandoline, Akustische Gitarre und Accordeon zum Einsatz kamen.

Lee & Hauke beim SSJ im Februar 2018
Elizabeth Lee & Martin Hauke...

Lee & Hauke beim SSJ im Februar 2018
...mit einem wunderbaren akustischen Soloset

Einen großartigen dynamischen Spannungsbogen schlugen dann unsere beiden Gäste Elizabeth Lee & Martin Hauke in ihrem gut halbstündigen Soloset. Von fast zaghaft gehauchten Zeilen bis hin zu kraftvollen extrovertierten Adlibitum Passagen fesselte die zierliche Texanerin mit der großen Stimme von Anfang an das zahlreich erschienene Publikum. Ihr Begleiter schuf mit der Akustikgitarre einen souverän groovenden Rythmus und streute einige geschmackvolle Slideparts ein. Mrs Lee unterstütze ihn dabei wahlweise mit Schellenring und Footstomping oder griff bisweilen selbst zur Akustikgitarre. Die beiden spielten in erster Linie Songs von ihrem gemeinsamen aktuellen Album "Blue Sky" und boten dabei die komplette Palette von Folk und American Roots Music. Das war hochklassig, kurzweilig und von hoher Intensität, und so ernteten die beiden völlig zurecht stürmischen Applaus.

Lee & Hauke und die SSJ Houseband
Lee & Hauke jammen...

Lee & Hauke und die SSJ Houseband
...mit der SSJ Houseband

Stürmisch ging es auch in der dritten Runde zur Sache. Mit ordentlich Druck im Rücken gab Elizabeth jetzt richtig Gas und erwies sich u.a. auch als echte Shouterin. Es machte ihr augenscheinig viel Spaß, ihre Songs über die übliche Länge zu ziehen und noch weitere Spannungsbögen auszuloten. Nicht zuletzt das gefühlvoll-intensiv interpretierte "I'd rather go blind" von Etta James erzeugte auf und vor der Bühne Gänsehaut en masse. Martin lotste die Band geschickt durch alle Songs, denn auch Zweiakkordnummern können ihre Tücken haben. Obwohl bereits nach elf gab es mit dem Titeltrack der aktuellen CD "Blue Sky" noch einen amtlichen Rock'n'Roll zum Abschied, bei dem jeder nochmal ran durfte, und dann war nach einem wieder einmal wunderbaren Abend Schluss. Schade eigentlich!

 Jam mit Lee & Hauke und der SSJ Houseband
Volles Haus

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke

Verbeugung und Finale
Verbeugung vor dem besten Publikum der Welt



09.01.18 Rückblick Steve Simpson

Zum ersten Southside Jam im neuen Jahr begrüßte die SSJ Houseband mit dem englischen Gitarristen und Sänger Steve Simpson eine echte Musiklegende. Simpson war Mitglied der Frankie Miller Band und über 30 Jahre mit Roger Chapman & The Shortlist on Tour und dort für Gitarre, Geige, Mandoline und Gesang zuständig. Der mittlerweile Wahlhannoveraner ist aktuell mit seiner CD The Wrong Road Home solo unterwegs. Zum Southside Jam brachte er als weiteren Gitarristen Pit Schwaar mit, der den treuen SSJ-Fans u.a. von seinem Auftritt mit Cream Flow bekannt sein dürfte.

Wie gewohnt eröffnete die SSJ Houseband den Abend mit einer Reihe bislang ungehörter Stücke. Im proppevollen Arminia Vereinslokal (Wirt Jürgen musste leider 80 weitere Vorbestellungen absagen) gab es Blues, Country und Rock'n'Roll sowie mit "Let it Snow" einen echten Evergreen (bzw Everwhite). Arndts alte Strat erschien dabei in einem völlig neuem Look: Der Künstler Della hatte sie erst kürzlich handbemalt.

SSJ Houseband im Januar 2018
Die SSJ Houseband eröffnet den Abend

Arndt Schulz im Januar 2018
Arndt mit neubemalter Gitarre

Danach kamen unsere beiden Gäste an die Reihe. Steve war erst am Freitag aus England nach Hannover gekommen. Extra für den Southside Jam hatte er seine aktuellen Studioaufnahmen in der Nähe von London unterbrochen. Am nächsten Tag musste er sogar bereits um 5.30 Uhr (!) wieder zum Flughafen, um den Flieger zurück zu erreichen. Was für ein Einsatz!

Steve Simpson & Pit Schwaar
Pit Schwaar (links) & Steve Simpson (rechts)...

Steve Simpson & Pit Schwaar
...spielen ein entspanntes Duoset

Die beiden Routiniers nahmen entspannt auf der Bühne Platz und ließen es zunächst etwas ruhiger angehen: Rootsblues, die Randy Newman Ballade "Guilty", der alte Klassiker "Georgia" - sofort wurde es mucksmäuschenstill im sonst so lebendigen Vereinslokal, und man lauschte gebannt Steve's rauer Stimme und den beiden gefühlvollen Gitarren. Pits Solos wurden jedes Mal mit Szenenapplaus bejubelt, und der freundliche und galante Engländer Steve freute sich augenscheinlich über diese schöne Athmosphäre.

Steve Simpson
Steve Simpson

Steve Simpson & Pit Schwaar
Pit & Steve in kühlem Blau

Mit Johnny Guitar Watson's "Real Mother for ya" wurde es deutlich lebhafter, und plötzlich schien auch unsere Lichtanlage, die bislang auf elegantes Weißlicht eingestellt war, zum Leben zu erwachen. Ohne dass jemand den Befehl dazu gegeben hatte, wechselte sie in schnellem Takt die Farben, was Steve trocken mit "Oh, like a disco" kommentierte. Bei der nächsten Ballade, welche dieses wunderbare Set beendete, stellte sie sich lediglich auf kühles Blaulicht und verweigerte daraufhin jegliches Kommando. Wie sich herausstellte war ein fehlerhaftes Kabel Schuld an dieser ungewollten Eigenmächtigkeit. Jürgen und Thomas Rettberg konnten den Fehler zum Glück in der Pause beseitigen.

Steve Simpson, Pit Schwaar & die SSJ Houseband
Steve Simpson, Pit Schwaar & die SSJ Houseband...

Steve Simpson & Pit Schwaar
...jammen Blues & Rock'n'Roll

Zu sechst ging es dann in die dritte Runde, in der es gemeinsam deutlich heftiger zur Sache ging. Mit drei Gitarren, Bass, Drums und Keys kann man schon eine Menge Luft verdrängen, und das taten wir dann auch nach allen Regeln der Kunst. Es gab u.a. Songs von Frankie Miller, The Band, CCR und Kim Wilson, und nicht nur Steve selbst schien es zu gefallen, von der Band einen "Kick in the Ass" zu bekommen: auch das Publikum erfreute sich nach dem sehr konzertanten und kunstvollen Duoset an der Druckwelle, die nun von der Bühne schwappte. Es wurde üppig soliert, und alle Freunde des gepflegten Gitarrensolos kamen voll auf ihre Kosten.

Steve Simpson, Pit Schwaar & die SSJ Houseband
Rock'n'Roll...

Steve Simpson & Pit Schwaar
... und Verbeugung vor dem besten Publikum der Welt

Punkt Elf setzten wir dann mit "Travelling Man" den Schlusspunkt hinter einen wieder einmal wunderbaren Southside Jam, den alle so genossen hatten. Eifrig geforderte Zugabenwünsche konnten wir verständlicherweise leider nicht mehr erfüllen, denn für Steve "Travelling Man" Simpson war die Nacht auch so schon kurz genug. Dafür gibt es im Februar mit Elisabeth Lee & Martin Hauke ja bereits die nächsten hochkarätigen Gäste, auf die wir uns schon sehr freuen.

alle Fotos dieses Artikels: Martina "Fuchs" Maschke