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Übersicht seit 2015

07.01.20:  Rückblick Boogiesoulmates
03.12.19:  Rückblick Ingvay
05.11.19:  Rückblick 13th Open Stage
01.10.19:  Rückblick Julian Dawson
09.04.19:  Rückblick Lucky's Good Stuff
05.03.19:  Rückblick Markus Rill
05.02.19:  Rückblick Martina Frank
08.01.19:  Rückblick einKlang
04.12.18:  Rückblick Paul Botter & Jan Mohr
06.11.18:  Rückblick 12th Open Stage Night
09.10.18:  Rückblick John Allen
22.06.18:  Kay für Chrille
10.04.18:  Rückblick Dr. Slide
06.03.18:  Rückblick Morgan Finlay
06.02.18:  Rückblick Elizabeth Lee & Martin Hauke
09.01.18:  Rückblick Steve Simpson
05.12.17:  Rückblick Deluxe
07.11.17:  Rückblick 11th Open Stage Night
03.10.17:  Rückblick JR Olsen
25.07.17:  Wolfgang Grieger & die Southside High Nees
03.04.17:  Rückblick Jimmy Reiter
07.03.17:  Rückblick Cream Flow
07.02.17:  Rückblick Black Rosie Trio
03.01.17:  Rückblick Janice Harrington
06.12.16:  Rückblick Wolfgang Grieger und die High Nees
08.11.16:  Rückblick 10th Open Stage
11.10.16:  Rückblick Jutta Weinhold Akustik Randale
28.07.16:  Brechende Kinder und schreiende Liebe
03.05.16:  Rückblick Mitch Kashmar Band
05.04.16:  Rückblick Carlini, Dodo Leo & Martin
08.03.16:  Rückblick Jorge & Chris
02.02.16:  Rückblick Boogielicious
05.01.16:  Rückblick Reiner Schöne & Band
01.01.16:  Southside Jam Special mit Überraschungsgästen am 02. Mai 2016
08.12.15:  Rückblick Robert Carl Blank
03.11.15:  Rückblick 9th Open Stage Night
06.10.15:  Rückblick Sydney Ellis




07.01.20 Rückblick Boogiesoulmates

Proppevoll war es bei der gestrigen Auftaktveranstaltung des Southside Jam ins neue Jahrzehnt. Die Boogiesoulmates hatten sich angekündigt. Aufgrund einer Erkrankung ihrer Sängerin Alicia Emmi Berg waren Pianist Niels von der Leyen und Schlagzeuger Andreas "Böckchen" Bock jedoch nur zu zweit angereist, was für einige Fans sicherlich zunächst eine große Enttäuschung war, die sich im Laufe des Abends aber ein wenig gelegt haben dürfte.

In voller Besetzung konnte glücklicherweise die SSJ Houseband antreten, bei einigen Songs wieder wohlklingend unterstützt von Karsten Gohde am Tenorsaxofon. Auch dieses Mal gab es unsere Mischung aus verschiedenen Genres, die - auch wenn Arndt bereits nach den ersten Tönen des T-Bone-Shuffles eine Saite riss - für beste Stimmung sorgte. Unsere Gäste Niels und Böckchen freuten sich trotz fehlender Alicia auf ihre Solorunde, in der sie als wahre Meister ihres Fachs verschiedenste Spielarten des Boogie-Woogie präsentierten. Fans dieser Musikrichtung kamen dabei voll auf ihre Kosten und erfreuten sich an der perfekten und dennoch hoch emotionalen Spielweise dieser beiden Spezialisten. Und manchem bisherigen Boogie-Abstinenzler zuckte es ungewollt in den Beinen, wenn Niels und Böckchen richtig loslegten. Ihre Freude über das volle Haus an einem Montag Abend war ihnen anzumerken, und so ließen sie ihrer Spielfreude freien Lauf und gaben eine gute halbe Stunde lang feinste Kostproben aus ihrem Soloprogramm.

Die SSJ Houseband im Januar 2020
Die SSJ Houseband zu Beginn (MM)

Boogiesoulmates Duo
Die Boogiesoulmates zu zweit (MM)

Andreas Bock
Andreas "Böckchen" Bock (MM)

Für die dritte Runde musste nun Plan B heran, den wir in kurzen konspirativen Treffen in der Garderobe ad hoc zurecht schneiderten. Martina "Fuchs" Maschke war an diesem Abend nicht nur für Fotos und Hutsammlung zuständig, sondern hatte sich bereit erklärt, ein paar Songs von Alicia, die sie sich spontan draufgeschafft hatte, zu singen. Aus diesem Grunde wechselte sie ständig zwischen Mikrofon und Kamera. Aber auch Pepe (vom Drum befreit mal als Frontsänger), Arndt und Ecki kamen nochmal mit Songs an die Reihe, die wir auf die Schnelle und z.T. erst unmittelbar auf der Bühne absprachen. Mit der heißen Nadel gestrickt, aber dennoch (oder gerade deshalb) musikalisch höchst spannend jammten wir uns mit "langen Ohren" durch verschiedene Blues- und Soultitel, kosteten Solopassagen genüsslich aus und vergaßen dabei vollkommen die Zeit: Plötzlich war es 23.20 Uhr, und wir wunderten uns, dass wir fast eine Stunde lang gespielt hatten.

Martina Fuchs Maschke
Martina "Fuchs" Maschke (HA)

Martina Fuchs Maschke
Martina "Fuchs" Maschke (HA)

Arndt Schulz
Arndt Schulz (HA)

Niels von der Leyen
Niels von der Leyen (HA)

Frank Pepe Peters
Frank "Pepe Peters" (HA)

Karsten Gohde
Karsten Gohde (HA)

Frank Pepe Peters
Pepe als Frontsänger (HA)

Boogiesoulmates & SSJ Houseband
Boogiesoulmates & SSJ Houseband (MM)

Niels & Ecki
Niels & Ecki (MM)

Und das Publikum wollte sogar noch mehr. Diesem Wunsch kamen wir jedoch augrund der nun wirklich fortgeschrittenen Zeit verständlicherweise nicht mehr nach. Mit dieser sehr beseelten und ausgiebigen Session sollten auch diejenigen versöhnt nach hause gegangen sein, die sich speziell auf Alicia gefreut hatten; auch wenn wir alle sie sehr gerne dabei gehabt hätten und sie diesen ohnehin schon besonderen Abend sicherlich noch zu veredeln gewusst hätte.

Foto rechts: Finale und Verbeugung
v.l.n.r.: Karsten, Arndt, Fuchs, Pepe, Böckchen, Kay, Niels, Ecki (HA)

alle Fotos diese Berichts:
Martina Maschke (MM) und Holger Averes (HA)
DANKE!


Boogiesoulmates Finale



03.12.19 Rückblick Ingvay

Vom Weihnachtsstress war beim Dezember Southside Jam nichts zu spüren. Das zahlreich erschienene Publikum war relaxt wie immer und freute sich auf die SSJ Houseband und ihre Gäste Ingo Schmidt und Uwe Seemann alias Ingvay. Die in letzter Zeit regelmäßig um Karsten Gohde erweiterte Houseband spielte einen außergewöhnlich abwechslungsreichen ersten Set, in dem es u.a. auch Gospel und einen Weihnachtssong gab.

Die SSJ Houseband im Dezember 2019
Die SSJ Houseband und Karsten Gohde (MM)

Arndt Schulz Dezember 2019
Arndt Schulz (HA)

Ecki Hüdepohl Dezember 2019
Ecki Hüdepohl (HA)

Danach waren unsere Gäste an der Reihe. Ingvay (mit bürgerlichem Namen Ingo Schmidt) ist als Sound-Spezialist seit 20 Jahren europaweit auf Tour - mit Roger Cicero, Heinz Rudolf Kunze, Wolfgang Niedecken, Chilly Gonzales, Jasmin Tabatabai, Lizz Wright, Jazzanova und vielen anderen. Neben seiner Haupttätigkeit hinter dem Pult ist er aber auch selbst aktiver Musiker und hat mittlerweile zwei selbst produzierte Alben veröffentlicht. Es sind die feinen Grooves - locker und mit Biss - von denen Ingvay's Americana-Songwriter-Blues lebt. Im Duo begleitet ihn Uwe Seemann - langjähriger Weggefährte, Bassist, Gitarrist, Sänger und kongenialer Sidekick.

Ingvay Duo
Uwe Seemann und Ingvay... (MM)

Ingvay Duo
...spielen in Duobesetzung... (MM)

Ingvay Duo
...einen feinen zweiten Set (MM)

Die Einflüsse auf Ingvay's Musik sind unüberhörbar: Dire Straights, Eric Clapton und vor allem J.J. Cale, von dem auch ein Song gecovert wird, lassen grüßen. Trotzdem hat Ingvay seinen eigenen Stil und präsentiert seine Songs mit einer ausgewogenen Mischung aus Relaxtheit und Energie. Es kommen diverse Gitarren zum Einsatz, mit den Füßen werden Stompbox und Offbeat bedient, und Uwe Seemann steuert neben geschmackvollem Bassspiel die zweite Stimme bei. Das groovt unaufdringlich und locker, sodass so mancher Fuß mitwippt.

Ingvay Duo
Uwe Seemann und Ingvay (HA)

Ingvay
Ingo "Ingvay" Schmidt (HA)

Ingvay Duo
Southside Jam mit Ingvay... (MM)

Ingvay bei Arminia
... vor vollem Haus (MM)

Zur dritten Runde gesellten sich Arndt, Pepe und Ecki dazu. Kay hatte frei und genoss den Rest des Abends vom Bühnenrand aus. Bei einigen Songs machte auch Karsten wieder mit und steuerte einige sehr schöne Saxofonpassagen bei. Uns machte es viel Spaß, sich einfach nur mal ein bißchen mit reinzuhängen, denn im Prinzip klingen Ingo und Uwe zusammen fast schon wie eine komplette Band: Hier und da mal ein kleiner Orgel-Einwurf als Garnierung, etwas Rythmusunterstützung von Pepe und ab und zu ein kleines Gitarrensolo.

Ingvay & die SSJ Houseband
Ingvay & die SSJ Houseband... (HA)

Ingvay & die SSJ Houseband
... jammen gemeinsam (MM)

Ingo und Uwe hatten sichtlich Gefallen am gemeinsamen Musizieren. Locker spielten wir uns durch Ingvay's Songs, die sich aufgrund ihrer unkomplizierten Struktur geradezu zum Jammen anboten. Als wir pünktlich um Elf Uhr den letzten Ton gespielt hatten, war es direkt schade, dass schon Schluss war. Eigentlich hätten wir noch stundenlang noch so weiterspielen können. Musik kann so entspannt sein.



Foto rechts: Verbeugung vor dem besten Publikum der Welt (MM)
v.l.n.r.: Kay Bremer, Uwe Seemann, Karsten Gohde, Arndt Schulz, Ingvay, Frank "Pepe" Peters, Ecki Hüdepohl

Fotos dieses Berichts: Martina Maschke (MM) & Holger Averes (HA) DANKE!
Finale: Ingvay & die SSJ Houseband



05.11.19 Rückblick 13th Open Stage

Wie in all den Jahren zuvor war auch die gestrige (mittlerweile dreizehnte) Open Stage des Southside Jam bestens besucht - sowohl auf Seite der Zuhörenden als auch der Aktiven. Bei letzteren waren eindeutig die "Wiederholungstäter"in der Überzahl, was uns insofern freut, da sie sich offensichtlich sehr wohl bei uns gefühlt haben. Aber wir hatten auch einige Debutanten auf der Bühne. Wie immer gab es, was Musikstil und Performance betrifft, eine Menge Abwechslung. Auf Pausen wurde, abgesehen von kleinen Umbaupausen, vollkommen verzichtet, sodass es uns tatsächlich gelang, alle Anmeldungen zu berücksichtigen, ohne allzusehr überziehen zu müssen: Um 23.20 Uhr war nach fast 3 Stunden Livemusik Schluss. Und wir gehen stark davon aus, dass es auch im November 2020 eine Neuauflage der Open Stage geben wird. Wir danken allen KünstlerInnen des gestrigen Abends für ihre Beiträge und freuen uns auf's nächste Mal.

Open Stage 2019, Publikum
Auch bei der 13ten Open Stage volles Haus

Open Stage 2019, SSJ Houseband
Eröffnung durch die SSJ Houseband

Open Stage 2019, Reinhard Fricke
Reinhard Fricke & SSJ Houseband have the Blues

Open Stage 2019, Salina Kargl Williams
Salina Kargl Williams mit zwei Balladen

Open Stage 2019, Carsten Bewig & Stephan Gehlhaar
Debutanten: Carsten Bewig & Stephan Gehlhaar

Open Stage 2019, Roy Bush
Immer dabei: Roy Bush

Open Stage 2019, Werner Löhr
Werner Löhr singt Bob Dylan (13 Strophen?)

Open Stage 2019, Last Harvest
Last Harvest mit zwei Covertiteln

Open Stage 2019, Antony Kay
Singer & Songwriter Antony Kay

Open Stage 2019, Uli Holzberger Trio
Rock: Uli Holzberger, Martin Hartmann & Jenne "Consul" Meier

Open Stage 2019, Martina Maschke & Roland Loy
Erstmalig im Duo: Martina Maschke & Roland Loy

Open Stage 2019, Poor Immigrants
Auch ein neues Duo: Poor Immigrants

Open Stage 2019, Carbosonics
Aus der Stage Factory wurden die Carbosonics

alle Fotos: Martina Maschke / Ecki Hüdepohl


Open Stage 2019, Frank Paulsen & Manfred Flathe
Schöner Abschluss: Frank Paulsen & Manfred Flathe



01.10.19 Rückblick Julian Dawson

Mit Julian Dawson brachen wir am gestrigen Abend erstmals unsere goldene Regel, einen musikalischen Gast kein zweites Mal einzuladen. Der 1954 in London, England geborene Sänger, Songschreiber, Gitarrist, Harmonikaspieler und Autor, der in seiner langen Karriere weltweit zahlreiche Platten veröffentlicht und Tourneen absolviert hat, war bereits im März 2015 dabei gewesen, damals noch im Pindopp und mit großem Erfolg. Dawson hat mit unzähligen internationalen Künstlern aus Rock, Folk und Country zusammengearbeitet, ist ein anerkannter Songwriter, verfügt neben seiner unverwechselbaren Stimme über große Entertainerqualitäten und ist darüber hinaus ein überaus freundlicher Mensch. Die SSJ Houseband freute sich somit bereits zum zweiten Mal auf diesen Ausnahmekünstler.

Um vollzählig antreten zu können, hatten wir den Oktober-Jam um eine Woche vorgezogen, sodass es erstmalig einen Southside Jam im September gab. Dies zusammen mit den Tatsachen, dass Hannover 96 ein Montagsheimspiel hatte und zudem Regen und Sturm ums Haus peitschten, ließ uns einen schwach besuchten Abend befürchten, was sich jedoch glücklicherweise nicht bewahrheitete. Arminia-Wirt Jürgen Becker hatte mit seinen Leuten die Hofeinfahrt neu gepflastert, die Gäste wurden bereits am Eingang mit Musik und Fotos am Großbildschirm begrüßt, und Thomas "Retti" Rettberg hatte das Bühnenlicht neu programmiert. Außerdem ist in dieser Saison auch Katee Schulz wieder dabei, die sich um Videoübertragung und -aufnahmen kümmert. Somit war der Boden für einen tollen Abend bereitet, und auch wir als Houseband waren hochmotiviert und spielten eine extralange Eröffnungsrunde von fast 45 Minuten. Dazu gesellten sich dann noch unser Haussaxofonist Karsten Gohde und für einen Boogie Retti am Piano.

SSJ Houseband im September 2019
Die Southside Jam Houseband in klassischem Line Up...

SSJ Houseband mit Karsten Gohde
...mit Karsten Gohde am Saxofon...

SSJ Houseband mit Thomas Rettberg
...sowie Thomas "Retti" Rettberg am Piano

Obwohl Julian Dawson bereits einige Auftritte, einen Nashville-Aufenthalt und 7 Stunden auf der A2 hinter sich hatte, betrat er gut gelaunt die Bühne und begann seinen Auftritt mit einem getragenen Acapella Song. Innerhalb weniger Sekunden war es still im Vereinslokal, und alle lauschten gebannt dem Vortrag des Gentle Giant aus England.
Julian Dawson beim SSJ 2019
Der freundliche Riese: Julian Dawson

Es war schon beeindruckend, mit welch Ruhe und 100-prozentiger Präsenz Julian seine Songs vortrug, die bis auf wenige Ausnahmen eher balladesken Charakter hatten. Ob er dabei mit einem Augenzwinkern sein rostiges Auto besang, mit "All the King's Horses" eine rührende Adaption des bekannten Aretha Franklin Hits brachte, oder das Publikum freundlich zum Mitsingen einlud - alles geschah auf unprätentiöse Art und Weise mit viel Humor, Wärme und absoluter Klasse. Zwischen den Songs erzählte Julian mit viel Augenzwinkern interessante Geschichten, ließ keinen Zweifel offen bezüglich seiner Meinung zum bevorstehenden Brexit ("a whole country commits suicide") verbunden mit dem Wunsch, sich in Deutschland mitsamt Kindern und Enkeln sowie seiner umfangreichen Plattensammlung und einigen Gitarren adoptieren zu lassen. Das war eine gute halbe Stunde lang bestes Entertainment auf höchstem musikalischen Niveau. Oder auch einfach eine glatte Eins!

Julian Dawson beim SSJ 2019
Mit Klasse...

Julian Dawson beim SSJ 2019
...Leidenschaft...

Julian Dawson beim SSJ 2019
...und Harmonika

Lässigkeit und Unaufgeregtheit prägten auch den gemeinsamen dritten Set, auch wenn es nun manchmal auch etwas heftiger zur Sache ging. Mit ausgiebigen Instrumentalpassagen hielten wir uns zugunsten der für sich sprechenden Songs etwas zurück und konzentrierten uns mehr auf Dynamik und Arrangement. Nachdem Julian in letzter Zeit viele Sologigs gespielt hatte, schien es ihm viel Spaß zu machen, seine Songs mal wieder im Bandarrangement zu spielen. Und da war er nicht der einzige: Auch wir selbst hatten eine Riesenfreude dabei und den Reaktionen des besten Publikums der Welt zufolge auch das. Es war jedenfalls deutlich mehr als nur ein gelungener Saisonbeginn, sondern im Gegensatz zu Hannover 96, die ihr gestriges Heimspiel 0:4 gegen Nürnberg verloren hatten, ein deutlicher Heimsieg. Und ein vorweggenommenes Highlight.

SSJ Houseband mit Julian Dawson
Julian Dawson jammt...

SSJ Houseband mit Julian Dawson
... mit der SSJ Houseband

SSJ Houseband mit Julian Dawson
Finale mit...

SSJ Houseband mit Julian Dawson
... Arminia-Fan-Schal

Alle Fotos des Berichtes: Martina Maschke




09.04.19 Rückblick Lucky's Good Stuff

Mit dem gestrigen Southside Jam beendeten wir eine erfolgreiche und großartige Saison 2018/19. Der anhaltend große Zuspruch ist gewaltig, und so sind wir nach wie vor hochmotiviert und werden uns demnächst an die Planung für die kommende Saison setzen. Zum Abschluss war es wieder knackig voll, und es wurde ein ebenso knackiger Abend mit viel Musik (alle Sets waren außergewöhnlich lang), wenig Pausen und vielen tollen Musikern. Gleich zu Beginn hatten wir wieder Karsten Gohde am Tenorsaxophon dabei, der sich zum einen gefühlvoll in die unterschiedlichen Stilistiken einfügte, sich zum anderen mit Arndt aber auch ein heftiges Gitarren-Saxophon-Duell lieferte - sehr zum Vergnügen des Publikums. Ein besonderes Highlight unserer Introrunde war sicherlich Kays erster komplett gesungener Song ("Running down a dream" von Tom Petty), womit er nicht nur seine eigene Familie überraschte, sondern wofür er auch völlig zurecht tosenden Applaus bekam.

SSJ Houseband im April 2019
Die Southside Jam Houseband eröffnet den Abend

SSJ Houseband mit Karsten Gohde
SSJ Houseband mit Karsten Gohde

Kay Bremer
Kay Bremer erstmalig am Leadgesang

Wie schon bemerkt gab es nur eine kurze Pause, nach welcher es musikalisch mit unseren Gästen aus Unterfranken weiterging. Lucky Herbert ist mit Lucky's Good Stuff seit vielen Jahren hauptsächlich in Nordbayern unterwegs. Mit seinem jüngeren Bruder Christof Herbert, der des öfteren in der Band aushilft, spielt er aber desöfteren auch im Duo. Die Brüder bewegen sich musikalisch in den Genres Folk, Country und Westcoast Rock und covern mit Leidenschaft die Songs ihrer Idole wie u.a. Bob Dylan, Neil Young, The Eagles und CCR. Und das gab es dann in der zweiten Runde auch ausgiebig zu hören. Grundlage ihres anheimelnd warmen Sounds sind zwei Akkustikgitarren, hier und da etwas Mundharmonika und vor allem ihre beiden Stimmen, die so perfekt bezüglich Phrasierung und Intonation harmonieren, wie es wohl nur bei Brüdern möglich ist, die sich ein Leben lang kennen. Ihre sympathisch natürliche Art kam ebenso wie das Programm aus durchweg bekannten Stücken mit hohem Wiedererkennungswert bestens an, sodass sich alle auf die große gemeinsame Session freuten, welche sich nach einer wieder einmal äußerst kurzen Verschnaufpause anschloss.

Lucky und Christof Herbert
Lucky (rechts) und Christof Herbert...

Kay Bremer
...mit einem prima Unplugged Auftritt

Die musikalische Grundausrichtung - Americana, Country, Westcoastrock - blieb auch in dieser dritten Runde erhalten. Jetzt wurde es mit Songs von "Blackberry Smoke", "Tom Petty" und "Lee Roy Parnell" deutlich rockiger, was bei drei Gitarren auch nicht weiter verwunderlich war. Anfangs hielten wir uns was Soli und Improvisationen betraf noch vornehm zurück, was sich gegen Ende dann allerdings änderte. Nun gesellte sich auch Karsten wieder dazu, und bei "Keep your hands to yourself" und "Call me the Breeze" wurde ausgiebig nachgeholt, was bislang an Soloparts fehlte und bei einer Jamsession letztlich das Salz in der Suppe ausmacht.

Lucky und Christof Herbert & die SSJ Houseband
Lucky und Christof Herbert & die SSJ Houseband...

Lucky und Christof Herbert & die SSJ Houseband
...mit Americana, Country & Westcoastrock

Das gefiel nicht nur uns selbst sondern offensichtlich auch dem besten Publikum der Welt so gut, dass wir nach anhaltenden Ovationen trotz überschrittener Elf Uhr Marke noch ein improvisiertes "Ain't no sunshine" nachschoben - natürlich auch hier wieder mit viel Raum zum Jammen und ein würdiger Schlussstrich unter eine tolle SSJ-Saison.

Finale Jamsession
Finale Jamsession...

Alle Fotos dieses Berichts: Martina Fuchs" Maschke


Grand Finale
...und Abschluss einer tollen SSJ Saison



05.03.19 Rückblick Markus Rill

Keine Pappnasen, keine Kamellen, kein Alaaf oder Helau am Rosenmontag! Zumindest nicht im Arminia Vereinsheim. Stattdessen Folk, Soul, Americana, Rock und Blues vor gut besuchter Kulisse mit dem einen oder anderen Überraschungsgast; so mit Werner Löhr bereits im Eröffnungsset der SSJ Houseband, der am Frontmikro lässig eine Dylan-Nummer croonte.

SSJ Houseband 03/2019
Die Southside Jam Houseband zu viert...

SSJ Houseband mit Werner Löhr
...und mit Werner Löhr

Herausragende, bewegende Songs, eine einmalige Raspelstimme sowie stilsichere Variabilität zwischen Rock'n'Roll, Country, Folk und Soul sind die Markenzeichen unseres musikalischen Gastes Markus Rill, der nach einer kurzen Pause die Bühne betrat. Der in Frankfurt/Main geborene Rill hat in Austin/Texas das Songschreiber-Handwerk studiert und in Nashville/Tennessee gelernt, wie sich aus exzellenten Songs herausragende Alben machen lassen.

Nur mit Gitarre, Mundharmonika sowie seiner einzigartigen Stimme ausgerüstet präsentierte Markus folgerichtig ausschließlich selbstverfasstes Material, welches er mit lockeren, (selbst)-ironischen Moderationen intelligent anreicherte. So erzählte er u.a., warum er lieber Rockstar statt Heiratsschwindler geworden ist und gab seine zweifelhaften Erfahrungen mit Kopenhagener Hotelzimmern kund.

Markus Rill
Markus Rill...

Markus Rill
...singt eigene Songs...

Markus Rill
...und erzählt Geschichten

Außerdem erfuhr man interessante Geschichten über fragwürdige amerikanische B-Movie-Produzenten, dass auch Zombies sich selbst verwirklichen wollen und lernte die Bizarrheit der deutschen Countryszene kennen. So bunt seine Ansagen, so vielseitig war auch die musikalische Bandbreite, die von sensiblen Balladen über flockige Countrysongs bis Soul reichte. Als special Guest hatte Markus bei einigen Songs die texanische Sängerin Elizabeth Lee mitgebracht. Frau Lee war bereits am 05.02.2018 zusammen mit Martin Hauke Gast beim SSJ gewesen. Dass sie auch am gestrigen Abend mitmachte, war ihr insofern besonders hoch anzurechnen, als dass sie am nächsten Tag sehr früh die Reise in ihre Heimat Texas antreten wollte. Wie Elizabeth so hatte auch Ecki bei Markus aktueller CD "The Great Mystery" mitgespielt. Und so wurde diese Runde feinster Songschreiberkunst zu dritt beendet und gab einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste, in welcher dann erstmalig die neuen Songs in voller Bandbesetzung gespielt werden sollten. Und das ganze selbstverständlich wie immer beim SSJ ohne Probe. No risk no fun!

Markus Rill & Elizabeth Lee
Elizabeth Lee & Markus Rill

Markus Rill, Elizabeth Lee & Ecki Hüdepohl
Elizabeth, Markus & Ecki

Ein paar Abläufe wurden noch kurz in der Garderobe besprochen, und dann ging es aber auch gleich los. Und es klappte erstaunlich gut, was nicht nur Markus, Elizabeth und die Band beflügelte, sondern auch das beste Publikum der Welt. In großer Bandbesetzung klang es natürlich automatisch deutlich druckvoller, und in diesem ohnehin souliger angelegten Set wurde bisweilen auch ordentlich gerockt. Die Elf Uhr Marke wurde zwar etwas überschritten, aber das machte nichts. Schließlich war ja Rosenmontag.

Markus Rill & SSJ Houseband
Markus Rill und die SSJ Houseband...

Markus Rill & SSJ Houseband
... jammen mit Elizabeth Lee

Markus Rill & SSJ Houseband
Jamsession

alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke


Markus Rill & SSJ Houseband
Finale



05.02.19 Rückblick Martina Frank

Woran es lag, dass zum gestrigen Southside Jam noch mehr Leute gekommen waren als zum ohnehin schon mehr als gut besuchten Januar-Jam, konnte niemand sagen. Jedenfalls ging dieses mal wirklich gar nichts mehr, und wer nicht vorsorglich rechtzeitig einen der begehrten Sitzplätze reserviert hatte, musste auf Tuchfühlung mit seinem Stehnachbarn gehen. Da passte kein Blatt mehr dazwischen. Diese eindrucksvolle Kulisse motivierte uns als Houseband natürlich besonders. Und gemeinsam mit Karsten Gohde, der wie bereits im Januar geschmackvolle Saxofonklänge beisteuerte, präsentierten wir eine gleichermaßen originelle wie abwechslungsreiche erste Runde.

SSJ Houseband im Februar 2019
Eröffnungsrunde mit der Southside Jam Houseband...

SSJ Houseband im Februar 2019
...und mit Saxofonist Karsten Gohde

Nach der anschließenden Pause war dann unser Gast Martina Frank an der Reihe. Martina gilt seit Jahren als eine der ausdrucksstärksten Sängerinnen Hannovers. Unter ihrem Mädchennamen Martina Mields spielte sie zunächst in der ersten Besetzung von "Moulin Rouge" und trat in den 80-90ern mit "The Heartbreakers" in ganz Niedersachsen auf. Außerdem wirkte sie lange Jahre bei "Me and zze Boys", "Soulution", "Lost Mavericks" und "Powermans Grave" mit. Mit eigenen Kompositionen gewann sie 1991 mit den "Barefoot Girls" einen Preis der deutschen Phonoakademie. Die erste CD veröffentlichte sie allerdings erst 2011 mit der Metalband "Poison Sun". Unter ihrem jetzigen Namen Martina Frank, der auch ihrer aktuellen Acoustic-Bluesformation den Namen gibt, spielt sie Blues, Balladen und Americana, Eigenkompositionen und bekannte Hits in frischem Stil.

Martina Frank in Blue
Martina Frank ganz in Blau

Martina Frank
Martina an Gitarre...

Martina Frank
...und Guitarlele

Alle waren sehr gespannt, was Martina in ihrem Soloset spielen würde, denn viele kannten sie zwar von ihren zahlreichen Bands, aber solo hatte man sie bisher nur selten hören können. Und sie traute sich etwas: Abgesehen von dem Eröffnungstitel "As Time Goes by" sowie dem Winery Dogs Song "I'm no Angel" gab es ausschließlich Selbstgeschriebenes in deutscher Sprache. Die hauptsächlich eher ruhig gehaltenen Songs hatten teilweise chansonartigen Charakter und wurden durch Martinas nuancenreichen und emotional anrührenden Gesang geprägt. Aber auch ihr Gitarren- bzw Guitarlelespiel hatte seine eigene Klasse und verwob sich kunstvoll mit ihren fein geführten Gesangslinien. Als kleines Sahnehäubchen hatte Martina außerdem ihr wie sie selbst sagte "Kästchen" dabei, welches die gegriffenen Akkorde als Chorstimmen hinzufügte. Für diesen unerwarteten und besonderen Auftritt gab es folgerichtig den verdienten großen Applaus.

Martina Frank und die SSJ Houseband
Martina und die SSJ Houseband...

Martina Frank und die SSJ Houseband
...jammen im dritten Set gemeinsam

Im gemeinsamen dritten Set stellte unser Gast ihren vielseitigen Musikgeschmack unter Beweis, denn da ging es nun bunt durch die Stilrichtungen. Zu Beginn gab es mit Slim Harpo's "Hipshake" eine magische One-Chord-Bluesnummer. Rhythmisch vertrackt folgte ein mit deutschem Text versehenes "Golden Brown" (inklusive gesungenem "Kästchensolo" der Meisterin selbst) und Alice Coopers Rockhymne "Take it Like a Women". Mit Janis Joplins "Move Over" zeigte Frau Frank, dass sie bei Bedarf auch eine echte Rockröhre sein kann, und bei "Hey Ya" durfte nun auch das Publikum mal aus voller Kehle mitsingen. Danach wurde Bluegrass ("Man - bzw in diesem Fall - Girl of Constant Sorrow") geboten und als geplanter Abschluss ein zackiges "Get Rhythm" angestimmt. Anhaltenden Zugabenrufen zur Folge setzte Martina mit dem inbrünstig a capella vorgetragenen "Mercedes Benz" den ganzvollen Schlusspunkt.

Martina Frank und die SSJ Houseband
Die große gemeinsame Jamsession

Martina Frank und die SSJ Houseband
Eine bunte Mischung...

Martina Frank und die SSJ Houseband
...im dritten Set

Dieser gestrige Abend war sicherlich ein weiterer echter Höhepunkt - nicht nur was die Besucherzahl betrifft - in der Southside Jam Historie. Und wir freuen uns schon auf die kommenden. In der besten Location mit dem besten Publikum der Welt!

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke



08.01.19 Rückblick einKlang

Unsere ersten Gäste im neuen Jahr waren das Duo einKlang, welches aus den beiden Musikerinnen Anna Selvadurai (Gesang, Gitarre, Klavier) und Tinatin Tsereteli (Gesang, Klavier, Gitarre) besteht, die ihr Herz in ihren einzigartigen, starken Stimmen tragen: Facettenreich in ihren Klangfarben, sich ergänzend, harmonierend. Abwechselnd in der akustischen Instrumentalbesetzung boten sie handgemachte, charmante und genreübergreifende Eigeninterpretationen von Songs aus dem Pop-Rock bis Crossover-Klängen der Welt sowie Soul und Jazzmusik. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als STIMMungsvoll. Zum Southside Jam brachten sie mit Anne Pappert einen special Guest mit.

SSJ Houseband im Januar 2019
Die Southside Jam Houseband mit Karsten Gohde

Die SSJ Houseband eröffnete vor vollem Hause. Anscheinend war vielen BesucherInnen Weihnachten und Sylvester noch nicht genug gewesen; jedenfalls war das Arminia Vereinsheim bis auf den letzten Stehplatz knackig gefüllt. Wirt Jürgen musste sogar einige weitere Gäste leider wieder nach hause schicken, weil nichts mehr ging.

Auf der Bühne hatten wir uns bei einigen Songs mit Karsten Gohde am Saxophon verstärkt, dessen geschmackvolle Soli stets mit viel Szenenapplaus bedacht wurden. Wie immer gab es eine bunte Mischung aus Shuffle, Rock, Blues und Pop, und wir waren von Anfang an in bester Spiellaune, sodass bereits der erste Set mit 40 Minuten ungewöhnlich üppig ausfiel. Dafür war dann die Pause umso kürzer, und man erwartete gespannt die drei Ladies von einKlang, die sich mit den Akteurinnen Anna Selvadurai, Tinatin Tsereteli und Anne Pappert heute zum ersten Mal sozusagen als "dreiKlang" präsentierten.

einKlang
Anne Pappert, Anna Selvadurai & Tinatin Tsereteli...

einKlang
...in perfekter Harmonie...

Sie strahlten von Beginn an eine solche Ruhe und Gelassenheit aus, dass es trotz der vielen Gäste und dem laufenden Thekenbetrieb mit den ersten Gitarrenklängen sofort ruhig im Zuschauerraum wurde. Dass mindestens zwei Drittel des Trios unter schweren Erkältungen litt, war nicht zu merken. In perfekter Harmonie wurden zwei- und bisweilen dreistimmige Satzgesänge angeboten, die alleine schon für wohlige Gänsehaut gesorgt hätten. Daneben überzeugten die Damen mit abwechslungsreicher und geschmackvoller Instrumentierung. Neben den beiden akustischen Gitarren von Anna und Tinatin kamen Violine, Piano, Djembe und Handpercussion zum Einsatz, und bei einigen Songs setzte sich Anne ans Drumkit. Ebenso vielseitig war auch die Auswahl des Repertoires, das sich aus Eigenbearbeitungen bekannter Songs aus Pop, Soul, Jazz etc zusammensetzte. Mit einem Medley aus mehr als dreißig Titeln, die alle über derselben Akkordfolge liefen, machten die Künstlerinnen gegen Ende der zweiten Runde eindrucksvoll deutlich, wie einfach Popmusik funktioniert.

einKlang
...und mit abwechslungsreicher Instrumentierung

einKlang
Anne am Drumkit

Für ihren in allen Belangen hochklassigen und wundervollen Auftritt ernteten Anna, Tinatin und Anne verdienterweise stürmischen Beifall. Dann hieß es kurz durchschnaufen und mit vollem Elan in die gemeinsame dritte Runde starten! Und in dieser wurde es auf der Bühne so richtig kuschelig: wir waren insgesamt zu acht, denn auch Karsten am Saxophon war wieder dabei. Die musikalische Ausrichtung blieb die gleiche, aber es wurde folgerichtig natürlich etwas druckvoller. Das schien den drei Ladies aber durchaus zu gefallen, und die Stimmbänder wurden trotz Erkältung überhaupt nicht geschont; im Gegenteil, jetzt wurde richtig Gas gegeben. Die Freiräume zum Jammen wurden reichlich genutzt, jedoch ohne den Bogen zu überspannen. Dabei hatten nicht nur wir auf der Bühne, sondern auch die Leute davor offensichtlich so viel Spaß, dass es trotz deutlicher Überschreitung des selbstauferlegten Zeitlimits zu lautstark geäußerten Zugabenwünschen kam, die wir jedoch nicht mehr erfüllen konnten. Wie heißt es so treffend: Wenn es am schönsten ist...

einKlang und die SSJ Houseband
einKlang, Karsten Gohde und die SSJ Houseband...

einKlang und die SSJ Houseband
...jammen Soul, Pop, Jazz etc

einKlang und die SSJ Houseband
Eine wunderbare Jamsession...

Alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke


einKlang und die SSJ Houseband
...mit einem fulminanten Finale



04.12.18 Rückblick Paul Botter & Jan Mohr

Nicht ganz so voll wie die letzten Male war es bei der Dezemberausgabe des Southside Jams, worüber die anwesenden Gäste jedoch nicht allzu unglücklich zu sein schienen, hatte man dadurch endlich mal etwas Bewegungsfreiheit. Entsprechend gut war von Anfang an die Stimmung, als wir mit der SSJ Houseband unsere Eröffnungsrunde spielten. Als special guest war dieses Mal Martina "Fuchs" Maschke dabei. Aufgrund des großen Andrangs bei der Open Stage Night im November hatte sie auf ihren Beitrag freiwillig verzichtet, der nun nachgeholt wurde. Sie hatte den Wencke Myhre Schlager "Lass mein Knie Joe" politisch etwas unkorrekt in "Ich ess das Vieh roh" umgedichtet und erwirkte damit manchen Schmunzler.

SSJ Houseband im Dezember 2018
Die Southside Jam Houseband...

Martina Maschke
...u.a. mit Martina Maschke

Nach der Pause waren dann unsere musikalischen Gäste Paul Botter & Jan Mohr an der Reihe. Der gebürtige Helgoländer und seit seinem 15. Lebensjahr Hamburger Sänger und Gitarrist Paul Botter hatte in den späten 70er und 80er Jahren mit seiner Band Elephant deutsche Rockgeschichte geschrieben, vier erfolgreiche Studioalben veröffentlicht und europaweite Tourneen (u.a. mit Mitch Ryder) sowie zahlreiche Hörfunk- und Fernsehauftritte absolviert. Gemeinsam mit dem Hamburger Gitarristen Jan Mohr (u.a. Ex-Mitglied der Charly Schreckschuss Band und der Chargers sowie Sideman bei verschiedenen Europatourneen der Harpspieler R.J. Mischo und Mark Hummel) werden selten gehörte Perlen aus Pop und Blues geboten. Das Repertoire umfasst dabei Stücke von Jimmy Reed, Van Morrison, J.J. Cale, Steve Earl, John Hiatt, Tom Waits u.v.m.

Paul Botter & Jan Mohr
Paul Botter & Jan Mohr...

Paul Botter & Jan Mohr
...mit einem hochklassigen, intensiven Auftritt

Paul Botter
Paul Botter

Schon bei den ersten Klängen wurde klar, dass in den nächsten gut 30 Minuten ein hochklassiger und intensiver Vortrag auf uns zukommen würde. Paul Botter's Stimme erzeugte Gänsehaut, ohne dass es ihm irgendwelche Mühe zu bereiten schien. Ungekünstelt, erdig und immer auf dem Punkt sang er sich durch Blues, Pop und Rock, meisterte problemlos Nummern von John Hiatt und J.J. Cale und spielte so ganz nebenbei noch eine groovend-treibende Rythmusgitarre. Wow!

Jan Mohr
Jan Mohr

Für die solistischen Highlights war Jan Mohr zuständig. So selbstverständlich, wie Paul seine Gesangslinien phrasierte, so traumwandlerisch sicher spann Jan seine ausladenden Solobögen. Da stimmte alles: Sound, Stil, Geschmack. Dass er sich für seine instrumentellen Ausflüge viel Raum und Zeit gönnte, nahm ihm niemand übel. Ganz im Gegenteil: jedes seiner Soli wurde ausgiebig mit Szenenapplaus honoriert.

Nach der zweiten Pause versammelten wir uns rechtzeitig zur großen gemeinsamen Jamsession, denn es war klar, dass es auch in dieser Runde diverse instrumentale Extrarunden geben würde. Stlistisch bewegten wir uns nach wie vor auf dem von Paul und Jan vorgegebenen Terrain aus Blues, Americana und Soul. Paul dirigierte uns meisterhaft durch die Arrangements, und Jan verteilte großzügig Soloparts, griff aber auch nach wie vor selbst gerne und beherzt in die Saiten. Von Seiten des Publikums wurden die längeren Solopasssagen nach wie vor mit viel Szenenapplaus bedacht, woraus sich schließen ließ, dass man vor der Bühne mindestens genauso viel Spaß zu haben schien, wie auf der Bühne. Und Arminia-Wirt Jürgen meinte hinterher sogar, es wäre für ihn einer der schönsten Southside Jams überhaupt gewesen. Was mal wieder beweist, dass die am besten besuchten Konzerte nicht automatisch auch musikalisch die besten sein müssen.

Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband
Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband...

Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband
...jammen sich durch...

Paul Botter, Jan Mohr & die SSJ Houseband
...Blues, Americana & Soul

Paul Botter & Jan Mohr
Jan, Paul & Kay

Paul Botter & Jan Mohr
Jan & Arndt

Alle Fotos dieses Berichts stammen von Martina "Fuchs" Maschke mit Ausnahme des Fotos von Martina (erste Reihe oben rechts), welches Klaus Hoffmann geschossen hat. Danke!



06.11.18 Rückblick 12th Open Stage Night

Einmal im Jahr - traditionsgemäß im November - findet die Open Stage Night des Southside Jam statt. In diesem Jahr war es bereits die zwölfte. Es wurden wieder keine musikalischen Gäste eingeladen. Stattdessen konnte jede(r) - egal ob Amateur oder Profi, ob Einzelkünstler oder Band - spontan mitmachen und bis zu zwei Titel über die bereitsgestellte Backline spielen.

Wie in den Jahren zuvor war auch die gestrige Open Stage Night bestens besucht, und so hatten wir schon lange vor Beginn eine gut gefüllte Liste mit Anmeldungen, die wir dann im Laufe des Abends unter Verzicht auf Setpausen auch alle berücksichtigen konnten. Nachdem die SSJ Houseband den Abend mit dem obligatorischen T-Bone-Shuffle eröffnet hatte, gab es eine bunte Mischung aus verschiedensten Stilrichtungen unterschiedlichster KünstlerInnen aller Altersgruppen. Die Umbaupausen blieben auf ein Minimum reduziert, und man gab sich auf der Bühne buchstäblich die Instrumente in die Hand. Alle verhielten sich in höchstem Maße kollegial, spendeten sich gegenseitigen Applaus und hielten sich vorbildlich an die Spielregeln, sodass es für alle Beteiligten wieder mal ein toller Abend wurde. Danke an alle KünstlerInnen, Jürgen Becker plus Team und das beste Publikum der Welt!

SSJ Houseband im November 2018
Die SSJ Houseband eröffnet

Golliwog 2018
Golliwog traditionell als erster Gast-Act

Der engste Kreis
Blues mit deutschen Texten: Der engste Kreis

Ingvay
Ingo "Ingvay" Schmidt" mit Rootsblues

Tres Hombres
Falk Stehr, Stephan Quast & Armin Balkenholl: Tres Hombres

The Incredible Songliner 2018
The Incredible Songliner: Pop in ungewöhnlichem Gewand

Salina Kargl Williams
Mit 15 Jahren die jüngste Teilnehmerin: Salina Kargl Williams

Tiefblau
Tiefblau zu neunt mit Soul auf deutsch

Six Days to Sunday
Aus Hildesheim: Six Days to Sunday

Roy Bush 2018
Hat so gut wie keinen Southside Jam verpasst: Roy Bush

Roland Loy
Zum ersten Mal beim Southside Jam: Roland Loy

Last Harvest
Last Harvest feat. Miri haben ihren Debutauftritt

Chill Out Blues Band
Die Chill Out Blues Band mit Annie Chojnacki

Antony Kay
Singer & Songwriter Antony Kay

Cream Flow
Cream Flow plus Karsten Gohde am Saxophon

Jürgen Zöpel
Jürgen Zöpel sorgt für den Schlusspunkt

Ein wenig mussten wir aufgrund der hohen Teilnehmerzahl dann doch überziehen, wenn auch nur um eine gute Viertelstunde. Es hatte knapp 3 Stunden lang Musik am Stück gegeben, was sowohl Stammgäste als auch Erstbesucher mit viel Interesse und großer Freude genossen. Und wir konnten einige neue Fans gewinnen, die sich von unserem kleinen Musiktreff begeistert zeigten. Der Plan, Profis und Anfänger generationsübergreifend zusammenzubringen, ist wieder einmal aufgegangen. Die Open Stage des Southside Jam erfreut sich offensichtlich ungebrochener Beliebtheit, und so rechnen wir stark mit einer Neuauflage im November 2019.

alle Fotos dieses Berichtes:
Martina "Fuchs" Maschke




09.10.18 Rückblick John Allen

Dass wir die aktuelle SSJ Saison ausnahmsweise eine Woche später eröffneten, hatte zwei Gründe: Zum einen fiel der erste Montag im Monat direkt auf den ersten, was uns nach der langen Pause etwas riskant erschien, da einige Monatsmagazine nicht immer rechtzeitig erhältlich sind. Zum anderen kam unser neuer Bassist Kay Bremer erst am zweiten Wochenende aus London zurück. Und seine erste Veranstaltung wollte er natürlich nicht verpassen. Obwohl es eigentlich gar nicht wirklich seine erste war, denn neben diversen Open Stage Auftritten hatte Kay bereits im Dezember 2016 Chrille beim SSJ vertreten. Seinen gestrigen offiziellen Einstand konnte er vor perfekter Kulisse feiern, denn das Arminia Vereinslokal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Und Kay machte seinen Job großartig. Obwohl für ihn komplettes Neuland ließ er sich nicht nehmen, sogar die vierte Gesangsstrophe unseres Eröffnungssongs - den T-Bone Shuffle - zu übernehmen.

SSJ Houseband im Oktober 2018
Die SSJ Houseband vor vollem Hause

SSJ Houseband im Oktober 2018
Der erste Set wie immer von der SSJ Houseband...

SSJ Houseband im Oktober 2018
...erstmals mit unserem "Neuen" Kay Bremer

Arndt Schulz im Oktober 2018
Arndt & Pepe...

Kay Bremer im Oktober 2018
...und Kay

Wie gewohnt gab es in unserem Eröffnungsset viele "neue" Songs zu hören, diesmal aus den Genres New Orleans Blues, Soul, Country und R'n'R. Und mit "Paint it Black" sendeten wir noch einen kleinen Gruß aus dem London der 60er Jahre. Das machte bei der lockeren Stimmung auf und vor der Bühne viel Spaß, kam sehr gut an (insbesondere wurde Kay gelobt) und stimmte alle schon einmal auf unseren musikalischen Gast John Allen ein, der nach einer kurzen Pause den zweiten Set ganz alleine gestaltete.

Seit seiner beinahe märchenhaften Entdeckung durch Frank Turner im Herbst 2013 tourt John Allen rastlos durch Europa. Knapp 500 Shows in weniger als vier Jahren stehen zu Buche, darunter Tourneen mit vielen Größen der Singer/Songwriter Szene, sowie Konzerte mit dem Popstar Milow. Seine musikalische Heimat siedelt Allen irgendwo zwischen klassischem Singer-Songwriter, Folk, Country, Punk und Americana an. In seinen Songs beschwört er die Geister der Vergangenheit, trauert verflossenen Lieben hinterher, besingt die Freiheit auf der Straße, lobt den Optimismus des Neuanfangs und kokettiert mit Alltäglichen. So eingängig seine Melodiebögen sind, so schwermütig können seine Texte sein, umwoben von Melancholie, Verzweiflung und Düsternis, die sich auch in seiner Stimme widerspiegeln, einer Stimme rau wie die stürmische See.

John Allen beim SSJ
John Allen erzählt...

Doch so düster und introvertiert, wie man aufgrund seines Infotextes vielleicht vermutet hätte, gab sich der sympathische Hamburger überhaupt nicht. Im Gegenteil: er erwies sich als äußerst zugewandter und humorvoller Künstler, der nicht nur durch seine ausschließlich selbstgeschriebenen Lieder und seinen rauen Gesangsstil zu überzeugen wusste, sondern mit ausgedehnten Ansagen zu den Songs die ZuschauerInnen immer mehr in seinen Bann zog. Dass so ein Konzept auch in einer belebten Kneipe funktionieren kann, war gleichermaßen überraschend wie erfreulich. Und so hörte man nach diesem beeindruckenden Soloset viele Kommentare wie "Ich weiß gar nicht, was ich besser fand, die Lieder oder die Geschichten". Was ja letztendlich auch egal ist. Denn wenn sich 40 Minuten so anfühlen, als wären erst 20 vergangen, hat man offensichtlich alles richtig gemacht.

John Allen beim SSJ
...und singt

John Allen jammt mit der SSJ Houseband
John Allen jammt mit der SSJ Houseband

In der dritten Runde freute sich John darauf, nun nicht mehr er selbst, sondern u.a. Tom Petty, Elvis Costello oder Bruce Springsteen sein zu dürfen. Denn aus dem reichhaltigen Oeuvre dieser Herren bedienten wir uns in der großen gemeinsamen Session, die wie immer ohne Probe, Netz und doppelten Boden stattfand. Hatte sich John in seiner Solorunde eher von seiner ruhigeren und verletzbaren Seite gezeigt, so wurde mit der Houseband zusammen ordentlich gerockt. Und so gab es natürlich auch einige Gitarren- und Orgelsoli zu hören, allerdings waren alle sehr darauf bedacht, den eigentlichen Song nicht aus den Augen zu verlieren. Als wir dann um kurz vor elf sogar etwas früher als geplant durch waren, entschied sich John, noch eine Nummer ganz alleine zu machen, die er komplett unplugged mit der obligatorischen längeren Geschichte dazu zum Besten gab. Und für diese letzten 5 Minuten dieses wunderbaren Abends war es in der pickepackevollen Kneipe mucksmäschenstill. Chapeau!

John Allen jammt mit der SSJ Houseband
John Allen singt Petty...

John Allen jammt mit der SSJ Houseband
...Springsteen und Costello

alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke



22.06.18 Kay für Chrille

Im Mai teilte uns Chrille überraschend mit, dass er die Southside Jam Houseband ab der nächsten Saison aus persönlichen Gründen verlassen würde. Neuer Mann am Bass ist ab sofort Kay Bremer, der schon desöfteren als Gastbassist beim SSJ mitgewirkt hat. Kay spielt mit Ecki bereits seit Mitte der 80er Jahre zusammen in verschiedenen Bands und Projekten. Zur Zeit ist er Mitglied von It's M.E. & Band sowie der Soulformation Tiefblau. Wir danken Chrille für elf wunderbare Jahre und wünschen ihm alles Gute für seine private und musikalische Zukunft. Und wir begrüßen Kay herzlich in der Band und freuen uns mit ihm zusammen auf die neue SSJ Saison, die nach der Sommerpause ausnahmsweise eine Woche später als gewohnt am Mo 08. Oktober 2018 beginnen wird. Wir arbeiten zur Zeit am Programm und werden es demnächst bekanntgeben (siehe Termine).

Pepe, Kay, Ecki & Arndt von der SSJ Houseband

SSJ Houseband 2018
Foto: Katee



10.04.18 Rückblick Dr. Slide

Zum letzten Southside Jam vor der Sommerpause hatten wir uns mit Dr. Slide - bürgerlich Axel Humbert - einen Künstler eingeladen, der sich selbst als wild, frei, kantig und vom rauen Wind des Lebens gezeichnet, doch immer noch hoffnungsvoll romantisch bezeichnet. Entsprechend ist seine Musik, die echt und analog und nicht perfekt glattpoliert ist. Sein Handwerkszeug sind neben einer Stimme, die unter die Haut geht, alle Saiteninstrumente von der Dobro bis zur selbstgebauten Squareneckguitar, die sich mit einem Bottleneck bearbeiten lassen, und aus denen er Klänge zaubert, die aus dem tiefsten Mississippi Delta zu kommen scheinen. Gelernt hat er bei den alten Meistern des Blues, und er war mit Größen wie John Lee Hooker, Bo Diddley und Johnny Winter auf Tour. Er war Gast auf internationalen Bluesfestivals in USA und Europa und spielte u.a. mit Pinetop Perkins, Willie "Big Eyes" Smith, Luther Allison, Eric Sardinas und Abi Wallenstein.

Die SSJ Houseband eröffnet wie gewohnt den Abend
Die SSJ Houseband eröffnet wie gewohnt den Abend...

Die SSJ Houseband mit Blues, Country und Rock'n'Roll
...mit Blues, Country und Rock'n'Roll

Es war ein fast sommerlicher Frühlingsabend, zu dem sich wieder viele Freunde/innen des SSJ eingefunden hatten. Auch die SSJ Houseband war zum Glück wieder vollzählig und startete mit einer wie gewohnt abwechslungsreichen Runde, in welcher man sich stilistisch zwischen Blues, New Orleans Style, Bluegrass, Country und Rock'n'Roll bewegte und offensichtlich den Geschmack des besten Publikums der Welt traf.

Nach einer kurzen Umbaupause kam dann unser musikalischer Gast an die Reihe. Er hatte erst vor kurzem den jungen Bluesharpspieler Florian Escherlor kennengelernt, mit dem er sich spontan zum Duo zusammenschloss. Da man sich zur Zeit auf gemeinsamer Konzertreise befand, war es naheliegend, auch den Abend beim SSJ gemeinsam zu bestreiten. Das war für alle eine sehr willkommene Überraschung und - wie sich herausstellen sollte - große Bereicherung im Arminia Vereinslokal.

Backstage
Backstage

Dr. Slide alias Axel Humbert
Dr. Slide alias Axel Humbert...

Florian Escherlor
...und Florian Escherlor

Axel alias Dr. Slide gab in den folgenden ca 40 Minuten eine Kostprobe aus seinem umfangreichen Repertoire selbstgeschriebener Songs, welche sich irgendwo zwischen Roots Music, Americana, Folk & Blues einordnen lassen. Axel stimmt seine Gitarre in Open Tunings und erreicht mit verschiedenen Spieltechniken wie Strumming, Sliding, Tapping und Percussion einen sehr differenzierten Sound mit hoher Dynamik. Mit leidenschaftlich knarzendem aber niemals übertriebenem Gesang unterstreicht er die unterschiedlichen Stimmungen seiner Lieder, die sein neugewonnener Kollege Florian mit geschmackvollen Bluesharpklängen zu veredeln versteht. Dieser verfügt ohne Zweifel über eine bemerkenswerte Spieltechnik, welche er aber - glücklicherweise - niemals zum Selbstzweck präsentiert. Statt auf spektakuläre, beifallserscheischende Soli setzt der schlacksige junge Musiker auf Melodie und Gefühl. Das Publikum honorierte diese uneitle und hohe Musikalität mit viel Szenenapplaus.

Dr. Slide und Florian Escherlor
Dr. Slide und Florian Escherlor...

Dr. Slide und Florian Escherlor
...spielen Roots Music und Americana

Das Bluesharp Duo
Dr. Slide und Florian Escherlor als Bluesharp Duo

Als dem Doktor in der Mitte des Sets plötzlich eine Saite reißt, stimmt Florian alleine einen Trainbeat an, um die so entstandene Zwangspause musikalisch zu überbrücken. Nachdem Axel seine Ersatzgitarre aus der Garderobe geholt hat, greift auch er zur Mundharmonika, und die beiden bringen die Nummer zur Begeisterung der Zuschauer mit zwei Harps zu Ende. Spätestens jetzt ist das letzte Eis gebrochen, und mit seiner sympathischen Berliner Schnauze und dem rauhen Charme des rastlosen Tourmusikers zieht Axel alle Anwesenden auf seine Seite.

Dann ist erst einmal Pause. Allerdings nur so kurz, dass Martina kaum von der Hutrunde zurück ist, als wir gemeinsam die Bühne zum finalen Jam betreten. Es gibt zwar eine Setlist, die jedoch keiner so richtig auf die Reihe bekommt und wir uns daher lieber spontan auf Tonart, Groove und Tempo einigen, um dann zusammen loszulegen.

Dr. Slide, Florian Escherlor & SSJ Houseband
Dr. Slide und Florian Escherlor...

Dr. Slide, Florian Escherlor & SSJ Houseband
...jammen mit Arndt, Chrille, Pepe & Ecki

Dr. Slide, Florian Escherlor & SSJ Houseband
Große Jamsession

Chrille, Florian & Pepe
Chrille, Florian & Pepe

Axel entwickelt im Laufe der Session immer mehr Freude am Jammen, legt irgendwann seine Gitarre beiseite, beschränkt sich aufs Singen und dirigiert "seine" Band nach Belieben. Jeder soll mal ran, nur Pepe "verzichtet" auf sein Solo, was Axel humorvoll mit den Worten "Das muss man mir doch vorher sagen" quittiert. Es geht sehr gelöst zu, es wird eine Menge gelacht, und man vergisst über allem die Zeit (was uns jedoch keiner übel nimmt). Zum Ende wird noch der Fuchs Martina Maschke auf die Bühne gebeten, um sich mit dem Doktor darin zu messen, wer die tiefere Stimme hat. Nach 20 Minuten über der Zeit ist dann aber entgültig Schluss, und wir beschließen nicht nur einen einzigartigen Abend, sondern eine wieder mal alle Erwartungenen überragende SSJ-Saison. Danke an alle Beteiligten und vor allem das beste Publikum der Welt!

Fuchs, Axel & Florian
Fuchs, Axel & Florian

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke


Finale
Finale



06.03.18 Rückblick Morgan Finlay

Wenn man den gestrigen Southside Jam charakterisieren möchte, so trifft das Wort "Improvisation" den Nagel auf den Kopf. Zunächst hatte Pepe - zum Glück rechtzeitig - Bescheid gegeben, dass er im März nicht dabei sein würde, da er mit seiner Band - den "Salty Mountain Boys" - unterwegs wäre. Daher hatten wir Werner Löhr gebeten, ihn an Drums und Gesang zu vertreten. Wesentlich kurzfristiger (ca 5 Stunden vor Auftrittsbeginn) musste dann leider grippebedingt Chrille absagen. In der kurzen Zeit ließ sich kein Ersatzbassist auftreiben, sodass die SSJ Houseband in dezimierter Besetzung auftreten musste. Leider fielen auch einige Stammgäste aufgrund von Krankheit aus, sodass auch Arminia Wirt Jürgen Becker improvisieren musste. Um die spontan freigewordenen Plätze noch besetzen zu können, griff er zum Telefon und rief diejenigen an, denen er bislang wegen vermeintlicher Überfüllung absagen musste. Es wurde letztendlich zwar nicht ganz so voll wie sonst, trotzdem war der Abend sehr gut besucht und man konnte sich immerhin etwas freier bewegen.

Die Southside Jam Houseband hatte sich als Gast den irisch-kanadischen Singer / Songwriter und Gitarristen Morgan Finlay eingeladen, der im zweiten Set eine Kostprobe aus seinem Soloprogramm gab und mit dem dann in der letzten Runde ausgiebig gejammt wurde. Finlay tourt seit über 10 Jahren quer durch Europa. Im Gepäck hat er mittlerweile 8 veröffentlichte Alben. Der Gitarrist und Sänger besticht durch sein Talent für Melodien und seine ergreifenden und mitfühlenden Texte.

Die SSJ Houseband in ungewöhnlicher Besetzung
Die SSJ Houseband in ungewöhnlicher Besetzung

SSJ Houseband und Morgan Finlay in der Garderobe
Eine kurze Probe mit Morgan Finlay in der Garderobe

Zunächst war jedoch die SSJ Houseband an der Reihe, von der mit Arndt und Ecki nur noch zwei Originalmitglieder auf der Bühne standen. Werner sang Songs von Springsteen und Dylan, Ecki hatte sich etwas von Keb Mo und Delbert McClinton ausgesucht, und Arndt steuerte mit "Watch out for Lucy" einen Titel von Eric Clapton bei. Ecki spielte die fehlenden Bassfiguren entweder mit der linken Hand am Keyboard oder griff alternativ zum E-Bass, und wir bekamen mit etwas Improvisieren eine knackige erste Runde auf die Beine gestellt.

Es folgte eine kurze Pause, in welcher Jürgen Becker von Harald Härke vom Kulturbüro Hannover für das Arminia Vereinslokal als Livemusiclocation in Verbindung mit dem Southside Jam den Titel Partner of UNESCO City of Music Hannover entgegen nahm. Das hatte sich Jürgen auch wirklich verdient, wenn man bedenkt, mit wieviel Aufwand und Hingabe er mit Hilfe seines Teams aus dem eher unscheinbaren Vereinslokal eine erstklassige Livemusik Location gemacht hat. Gratulation!

Morgan Finlay
Morgan Finlay...

Morgan Finlay
...gibt im zweiten Set...

Morgan Finlay
...einen Ausschnitt...

Morgan Finlay
...aus seinem Soloprogramm

Danach betrat unser Gast Morgan Finlay die Bühne, um das gespannte beste Publikum der Welt mit unterschiedlichen Songs aus eigener Feder zu unterhalten. Das machte er mit der Lockerheit und Professionalität des ständig tourenden Livemusikers, der auf seinen Reisen durch Europa so ziemlich jede Art von Bühne und Publikum kennengelernt hat. Mit seinen in sehr gutem Deutsch mit sympathischem Akzent gehaltenen Ansagen erwies er sich als verschmitzt-charmanter und humorvoller Entertainer, dem die Kommunikation mit seinen ZuhörerInnen eine wahre Herzensangelegenheit zu sein scheint. Der agile und mimikreiche Musiker zauberte mit Akustikgitarre und Stimme die unterschiedlichsten Stimmungen und nutzte alle Möglichkeiten der Dynamik vom kraftvollen Rockgroove bis zur Ballade in Pianissimo voll aus. Morgan genoss die Wärme und Aufmerksamkeit, die ihm entgegengebracht wurde, offensichtlich sehr und freute sich nach diesem wirklich feinen Set auf die gemeinsame Jamsession.

Jürgen Becker
Jürgen Becker wird geehrt

Arndt Schulz
Rockin the house: Arndt

Jammen mit Morgan Finlay und der SSJ Houseband
Jammen mit Morgan Finlay und der SSJ Houseband

Auch in diesem letzten Set wurde eine Menge improvisiert. Ecki hatte sich auf die Schnelle von drei Songs die Bassparts draufgeschafft und wechselte zwischen E-Bass, Akkordeon und Keyboards, Arndt griff bei den ruhigeren Stücken zur Akustikgitarre und sorgte auf der Strat für solistische Highlights, während Werner einen unaufdringlich und einfühlsam groovenden Rythmusteppich legte. Morgan hatte sichtlich Spaß am Jammen und ließ die unterschiedlichen Songs von irisch angehauchtem Folk über Country bis Reggae über das übliche (Zeit)-Maß hinaus wachsen und sich entwickeln. Da war ein regelrechtes Brodeln zu spüren, wie man es nicht alle Tage hat, das sich von der Bühne auch auf die Gäste übertrug. Obwohl das gesamte Set aus nur 6 Stücken bestand, spielten wir fast eine Dreiviertelstunde, ohne dass weder uns noch dem Publikum langweilig wurde. Als wir uns dann um elf Uhr schließlich verabschiedeten, waren wieder alle zufrieden: Morgan, die Band, die Gäste und der Veranstalter. So soll es sein!

Jammen mit Morgan Finlay und der SSJ Houseband
Die SSJ Houseband und Morgan Finlay

SSJ Houseband und Morgan Finlay: Finale
Finale

Alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke



06.02.18 Rückblick Elizabeth Lee & Martin Hauke

Die Sängerin und Songschreiberin Elizabeth Lee aus Austin,TX (USA), erinnert mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und energiegeladenen Bühnenshow an eine Mischung aus Janis Joplin, Bonnie Raitt und Beth Hart. Beim gestrigen Southside Jam war sie ausnahmsweise mal ohne ihre langjährige Band Cozmic Mojo live zu erleben, mit der sie seit Jahren regelmäßig durch ganz Europa tourt. Unterstützt wird sie bei ihrem Akustik-Programm von Martin Hauke an der Gitarre, der sonst bei der Rolling Stones Coverband Voodoo Lounge in die Saiten greift und mit der er bereits am 04.01.2010 Gast beim SSJ war. Das Programm dieser deutsch-amerikanischen Freundschaft besteht aus Acoustic Roots Rock, Folk und Blues und beinhaltet hauptsächlich eigene Songs der Texanerin sowie einige Cover-Nummern von u.a. Lucinda Williams, Etta James und Bonnie Raitt.

SSJ Houseband im Februar 2018
Die SSJ Houseband in etwas ungewohnter Instrumentierung...

SSJ Houseband mal anders
...und einer äußerst bunten Eröffnungsrunde

Als erstes spielten wir mit der SSJ Houseband eine etwas außergewöhnliche Eröffnungsrunde. Außergewöhnlich in Hinblick auf die Vielfalt der Songauswahl (Frankie Millers "Darling", Steve Earl, Levon Helm, Georgie Fame's "Bonnie & Clyde" und Cab Calloway's "Minnie the Moocha") als auch in Bezug auf die Instrumentierung, wo lustig der Bass getauscht wurde und Mandoline, Akustische Gitarre und Accordeon zum Einsatz kamen.

Lee & Hauke beim SSJ im Februar 2018
Elizabeth Lee & Martin Hauke...

Lee & Hauke beim SSJ im Februar 2018
...mit einem wunderbaren akustischen Soloset

Einen großartigen dynamischen Spannungsbogen schlugen dann unsere beiden Gäste Elizabeth Lee & Martin Hauke in ihrem gut halbstündigen Soloset. Von fast zaghaft gehauchten Zeilen bis hin zu kraftvollen extrovertierten Adlibitum Passagen fesselte die zierliche Texanerin mit der großen Stimme von Anfang an das zahlreich erschienene Publikum. Ihr Begleiter schuf mit der Akustikgitarre einen souverän groovenden Rythmus und streute einige geschmackvolle Slideparts ein. Mrs Lee unterstütze ihn dabei wahlweise mit Schellenring und Footstomping oder griff bisweilen selbst zur Akustikgitarre. Die beiden spielten in erster Linie Songs von ihrem gemeinsamen aktuellen Album "Blue Sky" und boten dabei die komplette Palette von Folk und American Roots Music. Das war hochklassig, kurzweilig und von hoher Intensität, und so ernteten die beiden völlig zurecht stürmischen Applaus.

Lee & Hauke und die SSJ Houseband
Lee & Hauke jammen...

Lee & Hauke und die SSJ Houseband
...mit der SSJ Houseband

Stürmisch ging es auch in der dritten Runde zur Sache. Mit ordentlich Druck im Rücken gab Elizabeth jetzt richtig Gas und erwies sich u.a. auch als echte Shouterin. Es machte ihr augenscheinig viel Spaß, ihre Songs über die übliche Länge zu ziehen und noch weitere Spannungsbögen auszuloten. Nicht zuletzt das gefühlvoll-intensiv interpretierte "I'd rather go blind" von Etta James erzeugte auf und vor der Bühne Gänsehaut en masse. Martin lotste die Band geschickt durch alle Songs, denn auch Zweiakkordnummern können ihre Tücken haben. Obwohl bereits nach elf gab es mit dem Titeltrack der aktuellen CD "Blue Sky" noch einen amtlichen Rock'n'Roll zum Abschied, bei dem jeder nochmal ran durfte, und dann war nach einem wieder einmal wunderbaren Abend Schluss. Schade eigentlich!

 Jam mit Lee & Hauke und der SSJ Houseband
Volles Haus

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke

Verbeugung und Finale
Verbeugung vor dem besten Publikum der Welt



09.01.18 Rückblick Steve Simpson

Zum ersten Southside Jam im neuen Jahr begrüßte die SSJ Houseband mit dem englischen Gitarristen und Sänger Steve Simpson eine echte Musiklegende. Simpson war Mitglied der Frankie Miller Band und über 30 Jahre mit Roger Chapman & The Shortlist on Tour und dort für Gitarre, Geige, Mandoline und Gesang zuständig. Der mittlerweile Wahlhannoveraner ist aktuell mit seiner CD The Wrong Road Home solo unterwegs. Zum Southside Jam brachte er als weiteren Gitarristen Pit Schwaar mit, der den treuen SSJ-Fans u.a. von seinem Auftritt mit Cream Flow bekannt sein dürfte.

Wie gewohnt eröffnete die SSJ Houseband den Abend mit einer Reihe bislang ungehörter Stücke. Im proppevollen Arminia Vereinslokal (Wirt Jürgen musste leider 80 weitere Vorbestellungen absagen) gab es Blues, Country und Rock'n'Roll sowie mit "Let it Snow" einen echten Evergreen (bzw Everwhite). Arndts alte Strat erschien dabei in einem völlig neuem Look: Der Künstler Della hatte sie erst kürzlich handbemalt.

SSJ Houseband im Januar 2018
Die SSJ Houseband eröffnet den Abend

Arndt Schulz im Januar 2018
Arndt mit neubemalter Gitarre

Danach kamen unsere beiden Gäste an die Reihe. Steve war erst am Freitag aus England nach Hannover gekommen. Extra für den Southside Jam hatte er seine aktuellen Studioaufnahmen in der Nähe von London unterbrochen. Am nächsten Tag musste er sogar bereits um 5.30 Uhr (!) wieder zum Flughafen, um den Flieger zurück zu erreichen. Was für ein Einsatz!

Steve Simpson & Pit Schwaar
Pit Schwaar (links) & Steve Simpson (rechts)...

Steve Simpson & Pit Schwaar
...spielen ein entspanntes Duoset

Die beiden Routiniers nahmen entspannt auf der Bühne Platz und ließen es zunächst etwas ruhiger angehen: Rootsblues, die Randy Newman Ballade "Guilty", der alte Klassiker "Georgia" - sofort wurde es mucksmäuschenstill im sonst so lebendigen Vereinslokal, und man lauschte gebannt Steve's rauer Stimme und den beiden gefühlvollen Gitarren. Pits Solos wurden jedes Mal mit Szenenapplaus bejubelt, und der freundliche und galante Engländer Steve freute sich augenscheinlich über diese schöne Athmosphäre.

Steve Simpson
Steve Simpson

Steve Simpson & Pit Schwaar
Pit & Steve in kühlem Blau

Mit Johnny Guitar Watson's "Real Mother for ya" wurde es deutlich lebhafter, und plötzlich schien auch unsere Lichtanlage, die bislang auf elegantes Weißlicht eingestellt war, zum Leben zu erwachen. Ohne dass jemand den Befehl dazu gegeben hatte, wechselte sie in schnellem Takt die Farben, was Steve trocken mit "Oh, like a disco" kommentierte. Bei der nächsten Ballade, welche dieses wunderbare Set beendete, stellte sie sich lediglich auf kühles Blaulicht und verweigerte daraufhin jegliches Kommando. Wie sich herausstellte war ein fehlerhaftes Kabel Schuld an dieser ungewollten Eigenmächtigkeit. Jürgen und Thomas Rettberg konnten den Fehler zum Glück in der Pause beseitigen.

Steve Simpson, Pit Schwaar & die SSJ Houseband
Steve Simpson, Pit Schwaar & die SSJ Houseband...

Steve Simpson & Pit Schwaar
...jammen Blues & Rock'n'Roll

Zu sechst ging es dann in die dritte Runde, in der es gemeinsam deutlich heftiger zur Sache ging. Mit drei Gitarren, Bass, Drums und Keys kann man schon eine Menge Luft verdrängen, und das taten wir dann auch nach allen Regeln der Kunst. Es gab u.a. Songs von Frankie Miller, The Band, CCR und Kim Wilson, und nicht nur Steve selbst schien es zu gefallen, von der Band einen "Kick in the Ass" zu bekommen: auch das Publikum erfreute sich nach dem sehr konzertanten und kunstvollen Duoset an der Druckwelle, die nun von der Bühne schwappte. Es wurde üppig soliert, und alle Freunde des gepflegten Gitarrensolos kamen voll auf ihre Kosten.

Steve Simpson, Pit Schwaar & die SSJ Houseband
Rock'n'Roll...

Steve Simpson & Pit Schwaar
... und Verbeugung vor dem besten Publikum der Welt

Punkt Elf setzten wir dann mit "Travelling Man" den Schlusspunkt hinter einen wieder einmal wunderbaren Southside Jam, den alle so genossen hatten. Eifrig geforderte Zugabenwünsche konnten wir verständlicherweise leider nicht mehr erfüllen, denn für Steve "Travelling Man" Simpson war die Nacht auch so schon kurz genug. Dafür gibt es im Februar mit Elisabeth Lee & Martin Hauke ja bereits die nächsten hochkarätigen Gäste, auf die wir uns schon sehr freuen.

alle Fotos dieses Artikels: Martina "Fuchs" Maschke



05.12.17 Rückblick Deluxe

Zur Weihnachtsausgabe des Southside Jam machte die Southside Jam Houseband sich selbst und allen Gästen ein besonderes Geschenk: Gleich vier hochkarätige MusikerInnen aus (nicht nur) der hannoverschen Szene brachten gemeinsam eine geballte Ladung Qualität und Spielfreude auf die kleine Arminia-Bühne. Zahlreiche Erfahrungen und z.T. internationale Erfolge als Live- und Studioperformer, Songwriter und Produzenten konnten Tina Lux, Susan Bremer, Peter PJ Jordan und Jens Imhoff in unterschiedlichsten Bands und Projekten sammeln. Die Zeit lässt es leider viel zu selten zu, dass die Vier gemeinsam als Deluxe auftreten. Umso schöner, dass es jetzt beim Southside Jam geklappt hatte! Deluxe nehmen bekannte und unbekannte Songs aus Soul, Blues, Pop und Rock und interpretieren sie in eigenen akustischen Versionen mit vierstimmigem Satzgesang, zwei Akustikgitarren, Handperkussion und Bluesharp.

Zunächst gab es von der SSJ Houseband eine Runde Country, Blues und Rock'n'Roll und - der Adventszeit entsprechend - leicht Weihnachtliches. Erstmalig wurde dabei die von unserem lieben Kollegen und technischem Genie Thomas Rettberg neu prorammierte Lichtanlage eingesetzt, die den jeweiligen Sänger fotografen-freundlich ins rechte Licht rückt. Ecki gelang es auf Anhieb, die richtigen Farbkombinationen zu treffen, und auch sonst klappte diese erste Runde erstaunlich gut. Und wir freuten uns auf die zweite mit unseren Gästen.

Pepe Peters
Pepe in Gedenken an Malcolm Young

Arndt Schulz
Arndt besingt 10 kleine Weihnachtsmänner

Chrille Schulz
Spot auf Chrille...

Chrille Schulz
...und Ecki

Diese betraten dann um kurz vor halb Zehn die Bühne und beeindruckten gleich einmal mit einer knackigen vierstimmigen Version des Beatlesklassikers "Eight Days a Week". Obwohl die Hälfte der Gruppe unter Erkältungen litt, wurden die Gesangsdarbietungen davon in keiner Weise beeinträchtigt. Im Gegenteil: die Damen und Herren hatten sichtlich Spaß an dem, was sie da trieben, und das übertrug sich auch sofort auf das Publikum, welches den Vaya Con Dios Hit "Nah Neh Nah" lautstark mitsang. Die Vier harmonierten - nicht nur stimmlich - bestens zusammen. Während die Ladies im Zentrum des Geschehens standen, bildeten PJ und Jens mit zwei Akustikgitarren sowie Stompbox und Schellenring einen souveränen Sound- und Rythmusteppich. Zum Schluss der Runde überließen Tina und Susan den Jungs, die bisweilen auch zu zweit unter dem Pseudonym "Jack & Daniels" auftreten, für zwei Stücke die Bühne. Damit wurde dann nach einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Set die Pause eingeläutet.

Deluxe
Tina, P.J., Susan & Jens...

Deluxe
...mit einer bunten Mischung aus Pop, Soul und Blues

Deluxe Ladies
Ladies...

Deluxe Gents
...and Gentlemen

Jens Imhoff
Jens Imhoff

Im dritten Set wurde es dann ziemlich eng auf der Bühne, dafür jedoch auch umso lustiger. Was zum Teil auch daran lag, dass es aufgrund der um einen Halbton tiefer gestimmten Gitarren von Jens und P.J. ein paar Unklarheiten in Hinblick auf die Tonarten gab. Nachdem diese ausgeräumt waren, ging es dann aber voll zur Sache, und wir jammten uns durch eine wiederum bunte Mischung aus Pop-, Soul- und Rocktiteln, die wir mit einigen spontanen Improvisationen anreicherten.

Deluxe und die SSJ Houseband
Deluxe und die SSJ Houseband

Deluxe und die SSJ Houseband
Viel los...

Deluxe und die SSJ Houseband
...auf der Arminia Bühne

Wir hatten einen Heidenspaß, der augenscheinlich nicht am Bühnenrand aufhörte. Tina Lux grüßte mehrmals ihre Eltern, die sich im Publikum befanden, Susan Bremer machte die Bandvorstellung in Reimform (den zweiten Teil hatte sie zwar leider vergessen, was aber in der Garderobe nachgeholt wurde), Arndt sorgte mit seinem beherzten Solo in "Rawhide" (befreit von Raum, Zeit und Tonart) für lustige und überraschte Blicke, und überhaupt ging es sehr locker und gelöst zu. Und so soll es ja auch sein!

Damit beenden wir das Jahr 2017, danken wie immer Jürgen Becker und seinem Team von Arminia, unseren musikalischen Gästen und vor allem dem besten Publikum der Welt. Euch allen eine frohe Weihnachtszeit und einen eleganten Rutsch ins neue Jahr!

Alle Fotos dieses Berichts stammen von Klaus Hoffmann und Martina Maschke. Danke!

Finale Deluxe und die SSJ Houseband
Finale: Arndt, P.J., Tina, Susann, Jens , Chrille, Ecki & Pepe



07.11.17 Rückblick 11th Open Stage Night

Tradtionsgemäß findet im November die Open Stage Night statt. Zu diesem Anlass wurden auch bei der gestrigen elften Open Stage Night keine musikalischen Gäste geladen sondern spontan musiziert. Es kamen sowohl langjährige Profis als auch blutjunge Newcomer, Solokünstler wie komplette Bands, und einige ließen sich spontan von der SSJ Houseband begleiten. Die Houseband stellte wie immer das Equipment zur Verfügung und bestimmte die Reihenfolge.

Im prall gefüllten Arminia Vereinsheim ging es Schlag auf Schlag zur Sache, und die einzelnen Beiträge waren von einer kaum dagewesenen Abwechslung in Hinblick auf Musikrichtung, Instrumentierung, Besetzung und Performance. Und es gab so viele Anmeldungen wie nie zuvor, sodass wir - obwohl sich alle vorbildlich an die Vorgabe von maximal 2 Songs und 10 Minuten Auftrittszeit hielten - noch ein gutes Stündchen ranhängen mussten - was wir aufgrund der tollen Stimmung und der großartigen Beiträge aber auch sehr gerne taten.

Golliwog 2017
Auch in diesem Jahr machten Golliwog den Anfang: Arndt, Andreas Oyen, Heiner Schädel, Michael Witte & Helmut Kreutzfeldt

Sunny Heitz & Friends
Sunny Heitz & Friends (Susanne Petrovic-Farah, Martina Maschke) und Kay Bremer, Pit Schwaar, Pepe & Ecki

Creamflow 2017
Pit Schwaar und Agnes Hapsari von Cream Flow spielen Jazz

Ingmar Schütte
Musikcomedy mit SSJ Debutant Ingmar Schütte

Wakaluba Brothers
Die Ukulelentruppe Wakaluba Brothers alias Stephan Quast, Mario Timme, Pepe, Armin Balkenholl und Ingo "Kidd" Meissner

Torsten & Björn Becker
Torsten & Björn Becker spielen ein Instrumental von Jeff Beck

Becker Jam
Björn Becker und Martina Maschke jammen mit der SSJ Houseband "Georgia"

Jürgen Zöpel
Jürgen Zöpel interpretiert Bob Dylan und Tom Petty

Songliner 2017
Songliner alias Anja Eichler, Christine & Wolfgang Eppinger

Jochen Steckler 2017
Zwei eigene Songs von Jochen Steckler

Stage Factory
Stage Factory mit Holger Averes an den Drums

Roy Bush 2017
Roy Bush mit eigen(willig)em Material

Lisa Willerding
Lisa Willerding mit zwei sehr sensiblen eigenen Balladen

Werner Löhr 2017
Nach seinem kurzweiligen Musikquiz jammt Werner Löhr mit der SSJ Houseband

Tim Gerber
Tim Gerber mit zwei Liedern der DDR-Band Renft

Kai Wienbeck
Kai Wienbeck spielt Bluesrock mit der SSJ Houseband

Rust

Foto links: Die polnische Band Rust, die bei Jürgen Becker im Arminia Vereinsheim zu Gast ist, da sie zur Zeit Aufnahmen im hannoverschen Musikzentrum macht, sorgt mit zwei eigenen Rocknummern im 70er Jahre Sound für einen würdigen Abschluss.

Alle Fotos diese Berichts stammen von Martina "Fuchs" Maschke mit freundlicher Unterstützung von Robby Ballhause und Holger Averes.

Aufgrund des überwältigenden Erfolgs und des großen Andrangs werden wir die Tradition fortsetzen und am 05. November 2018 die zwölfte Open Stage Night feiern. Wir freuen uns jetzt schon darauf und hoffen auf einen ähnlich abwechslungsreichen und inspirierten Abend wie gestern mit vielen tollen musikalischen Gästen und dem besten Publikum der Welt.



03.10.17 Rückblick JR Olsen

SSJ Houseband Oktober 2017
Die SSJ Houseband eröffnet

Der erste Southside Jam nach der Sommerpause fand am Brückentag zwischen Wochenende und Tag der deutschen Einheit statt. Unsere Befürchtung, es könnte daher womöglich ein ruhiger Abend werden, bestätigte sich nicht. Es wurde wieder richtig voll, und alle freuten sich über die neu gestaltete Location: Arminiawirt Jürgen Becker hatte im Sommer nämlich die seitliche Trennwand entfernt, sodass die Bühne nun auch seitlich einzusehen ist. Außerdem hatten wir ein neues Soundsystem angeschafft, welches perfekten Hörgnuss im gesamten Lokal gewährleistet (aufgrund einer Extrabox von Jürgen sogar auf der Terrasse). Und so begannen wir mit der Southside Jam Houseband gut gelaunt und hoch motiviert mit einem Shuffle- und Rock'n'Roll-lastigen Eröffnungsset, bei dem das beste Publikum der Welt bereits ordentlich mitging. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann weiter mit unserem musikalischen Gast.

Mit JR Olsen hatten wir einen hannoverschen Songschreiber, Sänger und Gitarristen eingeladen, der sich zum einen im englischsprachigen Country- und Americanabereich bewegt, zum anderen auf seiner Debut-CD "Wird alles gut? Alles wird gut!" aus dem Jahre 2014 eigene Songs in deutscher Sprache präsentiert. Am gestrigen Abend gab er Kostproben aus beiden musikalischen Welten zum Besten. Einige hatten ihn sicher noch als charismatischen Frontmann der Countryband "Lost Mavericks" in Erinnerung und wussten, dass bei ihm auch der Unterhaltungswert nicht zu kurz kommen würde.

JR Olsen & Chrille Schulz
JR Olsen und Chrille alias "Strummer"...

JR Olsen & Chrille Schulz
...spielen zunächst in Duobesetzung

Seit einiger Zeit betreibt JR Olsen gemeinsam mit unserem SSJ-Bassisten Chrille Schulz das Gitarrenduo Strummer. In dieser Besetzung bestritten die beiden den mittleren Set, in welchem ein schöner musikalischer Bogen von Lyle Lovett über Van Morrison bis hin zu eigenen deutschsprachigen Songs gespannt wurde. Die eher ruhig und stimmungsvoll gehaltenen Stücke kamen bestens an, und es war auffällig, wie trotz des Kneipenbetriebs sehr intensiv und aufmerksam zugehört wurde und so eine wunderbare Konzertathmosphäre entstand.

JR Olsen & die SSJ Houseband
Gemeinsamer Jam mit JR Olsen...

JR Olsen & die SSJ Houseband
...und der SSJ Houseband

In der Pause wurde von allen Seiten neben dem wunderbaren musikalischen Vortrag die deutlich verbesserte Akkustik und die optimierten Sichtverhältnisse gelobt. Der Aufwand hat sich in jedem Fall gelohnt. Im dritten Set wurde dann wie gewohnt gemeinsam gejammt. Chrille kehrte von der E-Gitarre wieder zum Bass zurück, und wir begaben uns ins musikalische Reich von Country, Rhythm & Blues, Soul und Rock'n'Roll. Highlights waren auch in diesem Set die eigenen deutschsprachigen Lieder unseres Gastes, in denen u.a. die "Fragen des Lebens" behandelt wurden.

JR Olsen & die SSJ Houseband
Kurze Absprache...

JR Olsen & die SSJ Houseband
...und los geht's

Das machte allen so viel Spaß, dass wir trotz deutlich überschrittener 23 Uhr Grenze mit dem "Honkytonk Man" ausnahmsweise noch eine kleine Zugabe hinterherschoben. Schließlich war ja am nächsten Tag Feiertag. Und so freuen wir uns bereits auf den November, wo es zur mittlerweile elften Open Stage Night "Bühne frei für spontane Jamsessions" heißen wird.

JR Olsen & die SSJ Houseband
Spaß auf der Bühne...

JR Olsen & die SSJ Houseband
...und gute Sicht für alle

alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke



25.07.17 Wolfgang Grieger & die Southside High Nees

Wolfgang Grieger & die Southside High Nees
Wolfgang Grieger & die Southside High Nees

Nach unserem (leider stark verregneten) Gastspiel am gestrigen Montag in Soltau gibt es anlässlich des diesjährigen Maschseefestes eine weitere Gelegenheit, die Southside Jam Houseband während der Sommerpause und außerhalb unserer gewohnten Umgebung zu erleben. Wir begleiten nämlich Wolfgang Grieger & die High Nees bei ihrem Auftritt am So 06.08.17 an der Maschseequelle, Karl-Thiele-Weg 35, 30169 Hannover. Los geht es um 19 Uhr. Wir werden zum einen ein paar Solostücke aus unserem mittlerweile äußerst reichhaltigem Repertoire spielen und zum anderen Wolfgang und Achim als Backingband bei ihren Comedy-Songs unterstützen. Southside Jam Fans erinnern sich bestimmt schmunzelnd an den sehr lustigen gemeinsamen Abend am 06.12.16 bei Arminia. Und so freuen wir uns schon jetzt auf einen sicher ebenso unterhaltsamen Sommerabend an der idyllischen Maschseequelle. Diesmal dann aber bitte ohne Regen!



03.04.17 Rückblick Jimmy Reiter

Beim letzten Southside Jam vor der Sommerpause war gestern der Osnabrücker Bluesgitarrist und -sänger Jimmy Reiter zu Gast. Man kennt ihn als langjährigen Sideman von Doug Jay & the Blue Jays, als Mitglied der Bluesnight Band, mit der er u.a Künstler wie Larry Garner, Darrell Nulish, Sydney Youngblood und Ron Williams begleitete und seit einigen Jahren als Bandleader seiner eigenen Jimmy Reiter Band. Im März 2016 wurde er mit dem Big Blues Award als bester zeitgenössischer Blueskünstler des Jahres 2015 ausgezeichnet. Zum Southside Jam hatte Jimmy seinen Pianisten Niko Dreier mitgebracht.

Traditionsgemäß eröffneten wir mit der SSJ Houseband den Abend. In Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen Chuck Berry widmeten wir das erste Set fast ausschließlich diesem großen Rock'n'Roll-Künstler. Unsere Fans goutierten dies mit viel Applaus und kräftigem Mitsingen.

Jimmy Reiter & Niko Dreier
Jimmy Reiter & Niko Dreier...

Jimmy Reiter & Niko Dreier Arminia
...auf der Arminia Bühne...

Jimmy Reiter & Niko Dreier Garderobe
...und backstage

Als nächstes waren unsere Gäste an der Reihe. Obwohl Niko seit einiger Zeit festes Mitglied der Jimmy Reiter Band ist, hatten sie noch nie zuvor ein Konzert in Duobesetzung gegeben. Das merkte man den beiden allerdings überhaupt nicht an. Von Anfang an war klar, dass da zwei absolute Könner am Werke waren. Jimmy Reiter gehört seit Jahren zur Creme de la Creme der deutschen Bluesgitarristen, der auch international keinen Vergleich zu scheuen braucht. Mit seiner Gibson ES erzeugt er mit nur wenigen Noten und umso mehr Feeling einen ganz besonderen Sound. Und auch seine Stimme hat das passende Blues-Timbre. Sein erst 23-jähriger Kollege Niko liefert am Piano die souveräne Grundlage und beweist bei Solopassagen, dass er auch richtig abgehen kann. Seine Jugend hört man ihm überhaupt nicht an, denn er spielt wie ein Alter (und das ist ausnahmsweise mal ein Kompliment). Wie Jimmy selbst ist er aus der "Talentschmiede" der seit 30 (!) Jahren stattfindenden Blue-Monday-Sessions in der Osnabrücker Lagerhalle hervorgegangen.

Jimmy Reiter
Jimmy Reiter

Zum dritten Set traten wir dann in fetter Großbesetzung an, was allen einen Höllenspaß bereitete. Jimmy gab auf der Bühne kurze Instruktionen über Groove, Tonart und Ablauf, und dann ging es querbeet durch alles, was das Blueserherz erfreut: Midtempo Shuffle, Slowblues, Boogaloo, Swing - es blieb kein Wunsch offen. Selbstverständlich wurde auch an Soloparts nicht gespart, und endlich durfte - nach diversen Gitarren-, Piano- und Orgelsolos und unter frenetischem Applaus - auch mal Chrille am Bass ran (was bei Bluessessions ja nicht unbedingt üblich ist). Und so tasteten wir uns langsam an die 23 Uhr Marke heran, die dieses Mal leider nicht nur das Ende eines wunderbaren Bluesabends, sondern leider auch der SSJ Saison 2016/17 bedeutete. Und auch für unsere langjährige Kamerafrau und Archivarin Katee war es - zumindest hinter der Videokamera - der letzte SSJ. Ab der nächsten Saison wird es dafür eine neue Lösung geben. Danke, Katee, für Deine tolle Unterstützung!

Jimmy Reiter
Jimmy Reiter

Arndt, Pepe, Jimmy & Ecki
Arndt, Pepe, Jimmy & Ecki

Jimmy, Niko & die SSJ Houseband
Jimmy, Niko & die SSJ Houseband

Grande Finale
Arndt, Niko, Jimmy, Chrille, Pepe & Ecki

Und so ist nun auch die zweite Saison bei Arminia vorbei. Und es sind sich alle - die SSJ Houseband, die musikalischen Gäste und alle "Die-Hard-Fans" des SSJ - darüber einig, dass das Arminia Vereinslokal die bislang beste Spielstätte ist. Danke dafür an Jürgen Becker und sein Team! Auf die nächste Saison! Am Programm dafür arbeiten wir bereits fieberhaft, und es gibt bereits ein paar richtig gute Ideen. Man darf gespannt sein! Feststeht bereits der obligate Termin für die 11th Open Stage am 06.11.17.

Danke an dieser Stelle auch wieder an Martina "Fuchs" Maschke für Fotos und Hilfe bei der Organisation! Und vor allem an das beste Publikum der Welt - ohne Euch wäre das alles nicht möglich!

alle Fotos dieses Berichts:
Martina Maschke / Ecki Hüdepohl




07.03.17: Rückblick Cream Flow

Mit dem Trio Cream Flow hatte wir uns drei Kollegen/innen aus der hannoverschen Szene zum gemeinsamen Jammen eingeladen: Agnes Hapsari (Gesang, Piano), Pit Schwaar (Gitarre), und Marco Knichala (Perc.) spielen Genreklassiker und aktuelle Songs aus Pop, Groove, Soul und Jazz in eigenen soulig-swingenden Versionen. Auf der Playlist stehen unter anderem Titel von Bonnie Raitt, Vanessa Carlton, Kate Bush, Pharrell Williams und Jamie Cullum.

Auch anhaltender Dauerregen hielt unsere treuen Fans nicht davon ab, zahlreich zu erscheinen. Zahlreich bedeutete in diesem Fall, dass leider nicht alle hereinpassten. Alle anderen erlebten dafür einen ganz besonderen Abend. Der erste Set gehörte wie immer ganz der Southside Jam Houseband mit einer Runde bislang ungehörter Songs aus Country, Rock'n'Roll, Rock und Soul. Und nach einer kurzen Umbaupause betraten dann unsere Gäste die schnuckelige Arminia Bühne.

Southside Jam Houseband
Arndt, Pepe, Chrille & Ecki von der SSJ Houseband...

Cream Flow
...und Pit, Marco & Agnes von Cream Flow

Mit dem ersten Song - einer soulig groovenden Version von Carol King's "You've Got a Friend" - war sofort klar, dass uns ein hochklassiger Abend bevorstand. Den Mittelpunkt bildet Sängerin Agnes Hapsari, die trotz heftiger Erkältung auch die höchsten Töne noch mit Leichtigkeit traf und ihre locker vorgetragenen Gesangslinien ab und zu mit eleganten Schleifen verzierte. Darüber hinaus zeigte sie sich als hervorrragende Jazzpianistin, die mit der linken Hand nebenbei auch noch die Basslinien beisteuerte. Pit Schwaar erzeugte mit jazzigen Gitarren-Voicings wunderschöne Klangfarben und setzte mit seinen geschmackvollen Soli immer wieder kleine Highlights. Und Multiinstrumentalist Marco Knichala sorgte am Schlagzeug für einen cool groovenden Rythmusteppich und sang die zweite Stimme. Während es draußen weiter Bindfäden regnete, verbreiteten die drei mit ihrem chilligen Sound eine luftig frühlingshafte Stimmung und zauberten den verzückten ZuhörerInnen ein Lächeln ins Gesicht. Chapeau!

Cream Flow
Loungige Songs von Cream Flow

Pit & Marco
Pit & Marco

Agnes Hapsari
Agnes

Um kurz vor halb elf versammelten wir uns dann zur gemeinsamen dritten Runde. Pit hatte erfreulicherweise lauter Songs ausgewählt, die sich locker jammen ließen; darunter das immer wieder gerne gebrachte "Route 66" oder das nach längeren Improvisationen geradezu schreiende "Mercy, Mercy, Mercy". Pit betätigte sich souverän als musikalischer Leiter, und jeder durfte solistisch mal ran. Pepe spielte die erste Hälfte, danach übernahm Marco wieder den Drumpart. Zu "Cajun Moon" machte er ein ausgedehntes Solo, wobei er das Drumkit irgendwann verließ und auf dem Weg ins Publikum verschiedenste Gegenstände als Percussioninstrumente entfremdete. Die Session machte einen riesigen Spaß, und auch Agnes, die immer wieder von Hustenanfällen gebeutelt wurde, ließ sich die (Spiel)-Freude nicht vermiesen. Mit einer Punktlandung um elf verabschiedeten wir uns dann beim besten Publikum der Welt, das - wie wir selbst auch - wieder einmal einen ganz besonderen Abend erlebt hatte.

Cream Flow & die SSJ Houseband
Cream Flow & die SSJ Houseband jammen

Pit & Marco
Die große Session

Finale
Finale

alle Fotos dieses Berichts: Martina "Fuchs" Maschke



07.02.17: Rückblick Black Rosie Trio

Die AC/DC-Tribute-Band Black Rosie hat sich seit Gründung im Jahre 2006 einen Namen als hervorragende Liveband gemacht. Die fünf Rock-Ladies aus Hannover und Wernigerode spielen jährlich zahlreiche bundesweite Auftritte vom Club-Konzert bis zum Motorrad-Open-Air. Zum Southside Jam reisten Gaby Neitzel (Voc., Git.), Dörte Baumeister (Git.) und Dajana Berck (Drums) ausnahmsweise einmal zu dritt an, um zunächst alleine und später gemeinsam mit der SSJ Houseband das Haus zu rocken.

Southside Jam Houseband
Die SSJ Houseband mit einem wilden Musikmix...

Black Rosie Trio
...und das Black Rosie Trio mit einem lässigen Acousticset

Nach dem Introset der Southside Jam Houseband, der dieses Mal einen besonders bunten Stilmix enthielt (er reichte von Country über Disco und Reggae bis Rock), überzeugten unsere drei "Gästinnen" von Anfang an mit ihrem sympathischen Auftreten und hoher musikalischer Kompetenz. Extra für den gestrigen Abend hatten sie ein akustisches Trioprogramm erarbeitet, sodass die zahlreich erschienenen Black-Rosie-Fans einer echten Premiere beiwohnen konnten, die sie augenfällig wie auch der Rest des Publikums sehr genossen. Unterstützt wurden Gaby, Dörte und Dajana bereits von Chrille am Bass, der als Hahn im Korb (bzw auf der Bühne) sichtlich Spaß hatte.

Dörte, Dajana und Gaby
Dörte, Dajana und Gaby

Learning to Fly
"Learning to Fly"

Zum dritten Set gesellte sich dann über weite Strecken die komplette SSJ Houseband dazu. Das Frontmikro, an dem bisher meist Gaby zu finden war, wurde zwischendurch auch mal an Dajana und Dörte übergeben. Dajana und Pepe wechselten sich am Drumkit ab, und Gaby, Dörte und Arndt bildeten eine mächtige Gitarrenarmee, sodass man sich bisweilen an Bands wie Lynyrd Skynyrd oder die Allman Brs erinnert fühlte.

Natürlich standen auch jetzt wieder Songs von AC/DC im Mittelpunkt. Aber mit "Learning to Fly" von Tom Petty, Foreigners "Urgent" sowie dem von Pepe gesungenen "Fool for your Stockings" von ZZ Top gab es auch ein paar willkommene musikalische Ausreißer, die sich bestens einfügten. So wurde also wie angekündigt nach allen Regeln der Rockkunst das Haus gerockt und allen Beteiligten die Gehörgänge ordentlich freigepustet.

Gaby Neitzel
Gaby Neitzel

Dajana Berck
Dajana Berck

Die große Jamsession mit dem Black Rosie Trio
Die große Jamsession...

Learning to Fly
...mit dem Black Rosie Trio und der SSJ Houseband

Irgendwie waren wir allesamt an diesem Abend besonders spielfreudig. Jedenfalls war es plötzlich elf Uhr, und wir hatten gerade einmal die Hälfte der geplanten Nummern gespielt. Also setzten wir uns einfach mal über unsere eigenen Spielregeln hinweg und hängten noch eine Viertelstunde dran. Die Leute hatten jedoch noch immer nicht genug, sodass wir ein abschließendes "Highway to Hell" hinterschoben und damit den entgültigen Schlusspunkt setzten. Rock on!

Guitar Battle
Guitar Battle

Finale
Finale

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



03.01.17: Rückblick Janice Harrington

Der Southside Jam wurde gestern fast auf den Tag genau 10 Jahre alt. Mit allen Special-Jams und Auswärtsspielen macht das bis dahin insgesamt ca 80x Southside Jam, an denen ungefähr 250 (!) MusikerInnen teilgenommen haben. Unser Gastgeber Jürgen Becker übermittelte uns im Namen seines ganzen Teams seine Glückwünsche verbunden mit liebevoll gestalteten Dankesurkunden. Zum 10-jährigen hatten wir die amerikanische Jazz-, Blues- und Gospelsängerin, Produzentin und Schauspielerin Janice Harrington eingeladen, die ihren Ehemann - den Posaunisten Werner Gürtler - als Special Guest mitgebracht hatte. In Cleveland, Ohio geboren wohnt sie seit vielen Jahren zusammen mit Werner in der Nähe von Lüneburg. Janice Harrington hatte in ihrer langen Karriere mit vielen internationalen Künstlern auf der Bühne gestanden, darunter Billy Daniels, Lloyd Bridges, Frank Sinatra Jr., Sammy Davis Jr. und Lionel Hampton.

Zunächst eröffneten wir den Abend allerdings wie gewohnt alleine mit der Southside Jam Houseband und einer Rutsche neuer Songs. Jürgen hatte Wunderkerzen im Publikum verteilt, und so wurde der "T-Bone-Shuffle" erstmalig im Wunderkerzenschein dargeboten.

Southside Jam Houseband
Die SSJ Houseband im zehnten Jahr...

Publikum 10 Jahre SSJ
...bei Wunderkerzenschein vom besten Publikum der Welt

Janice Harrington & Werner Gürtler
Janice Harrington & Werner Gürtler

Danach folgten zwei äußerst kurzweilige Sets mit unseren beiden sympathischen Gästen. Nach dem von Ecki am Piano begleiteten Introsong "Two Fisted Double Jointed Rough and Ready Man" ging es von Jazzstandards wie Gershwins "Summertime" über Blues- und Soultitel (u.a. eine wunderschöne Version von "Georgia on my mind") und eigene Songs ("www.God", "Double Dynamite") bis hin zu Gospel und Spirituals. Janice hatte als geübte Chorleiterin keinerlei Schwierigkeiten, das Publikum auf den Punkt zum Mitsingen und -klatschen zu bringen. Die Mittsiebzigerin (!) gab alles und schonte weder sich selbst noch uns: Sie dirigierte uns sicher durch die Songs, verteilte üppig Soloparts und wagte auch mal ein kleines Tänzchen im Publikum. Werner hielt sich dezent zurück und setzte mit seinen Posaunensoli immer wieder kleine Highlights. Das machte viel Spaß, und Janice' anfängliche Skepsis (No Rehearsal - No Soundcheck - Never Met these Guys before) war im Nu verflogen.

Janice Harrington
Janice Harrington

Arndt Schulz
Arndt Schulz

Jamsession mit Janice Harrington & Werner Gürtler
Jamsession mit Janice Harrington & Werner Gürtler

Der Abend ging wieder einmal viel zu schnell vorbei. Das empfanden wohl auch unsere zahlreichen ZuschauerInnen, denn es wurde nach dem großen Finale vehement nach Zugabe gerufen, welche dann in Form eines ausgedehnten "Stormy Monday Blues" auch gegeben wurde. Danach verabschiedeten wir uns und genossen die vielen freundlichen Worte anlässlich unseres Jubiläums und des wieder einmal so wunderbar gelungenen Abends. Gefreut haben wir uns insbesondere über einige Gesichter der ersten Stunde sowohl auf Seiten des Publikums als auch der Künstler. So war u.a. Germaid Ponge anwesend, eine unserer musikalischen Gäste beim allerersten Southside Jam am 08.01.2007.

Wir danken an dieser Stelle wie immer Martina Maschke für die Fotos dieses Berichts, Katee für die Videodokumentation, Jürgen Becker und seinem Team für die Gastfreundschaft und dem besten Publikum der Welt für 10 wunderbare Jahre.
Die SSJ Houseband und Janice Harrington & Werner Gürtler
Die SSJ Houseband und Janice Harrington & Werner Gürtler



06.12.16: Rückblick Wolfgang Grieger und die High Nees

Die Southside Jam Houseband freute sich im Dezember auf einen der aktivsten und populärsten Musik Comedy Acts Hannovers: Wolfgang Grieger & die High Nees haben sich mit Liedern wie „Ich wollte immer ein Rebell sein, aber oft war mir nicht gut“, „Bei mir steh’n von den Nachbarn die Pakete“ oder „Es ist so schön in der Gerichtsmedizin“ in die Herzen ihrer Fans gesungen. Von Rock bis Pop über Country bis Polka ist bei dieser Band alles möglich. Wer Sinn für Unsinn hat, intelligenten Albernheiten nicht abgeneigt ist, musikalisch überrascht sein und herzhaft lachen möchte, ist hier genau richtig.

Southside Jam Houseband
Die SSJ Houseband...

Kay Bremer erstmals in der Southside Jam Houseband
...erstmals mit Kay Bremer am Bass

Erstmals seit Bestehen des Southside Jams fehlte Chrille. Und das ausgerechnet dieses Mal, wo er doch als festes Mitglied sowohl der SSJ Houseband als auch der High Nees gleich doppelt gebraucht worden wäre. Den ersten Set bestritt für ihn der wunderbare Kay Bremer (Tiefblau, It's M.E. & Band), der sich auf's geschmeidigste in die Band einfügte. Da mit Chrille auch ein Sänger fehlte, durften Arndt und Ecki doppelt ran. Vielleicht aufgrund der besinnlichen Weihnachtszeit fiel die Runde erstaunlich ruhig und relaxed aus, was jedoch keineswegs als Manko empfunden wurde.

Nach einer kleinen Umbaupause kamen dann unsere Gäste, denen eine eigene kleine Fangemeinde auch zum SSJ gefolgt war. Wegen Chrilles Abwesenheit bestritten Wolfgang Grieger und Achim Ritscher ihr Soloset ausnahmsweise einmal alleine, was ihnen ganz vorzüglich gelang. Es war das erste Mal, dass wir beim SSJ einen echten Musik-Comedy-Act hatten. Und das kam bei den Leuten von Beginn an großartig an. Schon Wolfgangs Ansagen waren eine Klasse für sich, und die sparsam begleiteten Lieder (Wolfgang am Piano und Achim an Cajon, Büchsen, Löffeln und weiteren obskuren Percussions) mit ihren komischen, auf den Punkt gebrachten Texten sorgten für zahlreiche und anhaltende Lacher. Ein Highlight war u.a. ihre umgeschriebene und athmosphärisch dichte Version des Gilbert O'Sullivan Hits "Claire". Auch dieser zweite Set wurde bewusst etwas ruhiger gehalten, und das auf's höchste amüsierte Publikum wartete ungeduldig und voller Erwartungen auf die dritte Runde, zu der sich dann die Houseband dazugesellte.

Wolfgang Grieger und Achim Ritscher
Ausnahmeweise als Duo: Wolfgang Grieger und Achim Ritscher

Wolfgang, Achim und die SSJ Houseband
Volle Bühne mit Wolfgang Grieger...

Wolfgang, Achim und die SSJ Houseband
...den High Nees und der SSJ Houseband

In der dritten Runde ging es dann etwas rockiger zur Sache. Neben High Nees Evergreens wie "Scheiße kann man nicht poliern" und "Es ist so schön in der Gerichtsmedizin" gab es lustige Bearbeitungen bekannter Rocksongs wie "Ain't seen nothing yet" ("Ich glaub da fehlt 'n Brett") oder "I love Rock'n'Roll" ("Beim Eierlauf ich in die Hocke soll"). Den Posten am Bass übernahm nun Andreas Mertens (Gigantor, Heartbreakers), der seinen Part ebenfalls vom allerfeinsten erledigte. Wolfgang konnte sich nun frei auf der Bühne bewegen, und diese Freiheit nutze er auch: Er lieferte sich mit der Blockflöte bewaffnet ein echtes Solobattle mit Arndt, griff dann mal zum Akkordeon, mal zur Ukulele, dirigierte fleißig die Band und animierte das Publikum erfolgreich zum Mitsingen. Selbiges dankte es ihm mit viel Applaus und Gelächter.

Wolfgang, Achim und die SSJ Houseband
Wolfgang an Akkordeon...

Solo-Duell mit Wolfgang und Arndt
...und Blockflöte

Nach diesem äußerst unterhaltsamen Abend war dann um kurz nach 23 Uhr Schluss. Eifrig geforderte Zugaben mussten leider unerfüllt bleiben, dafür gab es aber noch CDs zum Sonderpreis. Im neuen Jahr geht es dann bereits einen Tag nach Neujahr weiter mit dem SSJ. Zum 10-jährigen Bestehen haben wir die Blues- und Gospelsängerin Janice Harrington zu Gast.

Alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



08.11.16: Rückblick 10th Open Stage

Einmal im Jahr (traditionsgemäß jeweils im November) werden keine musikalischen Gäste eingeladen. Stattdessen gibt es so wie am gestrigen regnerischen Novemberabend eine sogenannte Open Stage, bei der MusikerInnen spontan teilnehmen können, egal ob als Einzelkünstler, Duo oder komplette Band, Amateur oder Profi. Voranmeldungen waren nicht notwendig. Wer mitmachen wollte, meldete sich einfach bei Pepe an, der die Reihenfolge der Auftritte festlegte. Pro Formation wurden 1-2 Titel gespielt, dann wurde gewechselt. Eigene Instrumente konnten natürlich mitgebracht werden, größere Umbauten waren jedoch nicht möglich und nötig. So freuten wir uns auf bekannte und neue Gesichter, die dann auch ebenso wie das Publikum zahlreich und gut gelaunt erschienen. Um es vorwegzunehmen: Es wurde ein großartiger Abend in bester Athmosphäre mit einer Vielfalt und Abwechslung an MusikerInnen und Beiträgen, wie man es sich nicht besser wünschen kann.

Southside Jam Houseband Open Stage 2016
Die SSJ Houseband eröffnet den Abend

Golliwog Open Stage 2016
Wie auch schon im Jahr zuvor folgen Golliwog

Roy Bush Open Stage 2016
"Dauergast" Roy Bush

Annie Chojnacki Open Stage 2016
Annie Chojnacki an der Orgel u.a. mit Pit Schwaar

John Roe Open Stage 2016
eigene harte Rocksongs von der Peiner Band John Roe...

Katja & Elisabeth Open Stage 2016
... und ruhige Chansons von Katja & Elisabeth

It's M.E. & Band Open Stage 2016
It's M.E. & Band; Livedebut in diesem Line Up


An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die tollen Beiträge aller beteiligten KünstlerInnen bedanken. Und nicht nur für die Qualität ihrer Musik und die Leidenschaft, mit der sie vorgetragen wurde, sondern auch für Freundlichkeit, Kollegialität und Teamgeist. Danke! Außerdem geht unser Dank an unseren Wirt und Gastgeber Jürgen Becker inklusive seinem gesamten Team! Und ganz besonders an das beste Publikum der Welt! In welcher Kneipe ist es sonst möglich, das auf der Bühne ein sehr leises und zerbrechliches Stück vorgetragen wird, und nach nur kurzer Zeit ist es trotz vollem Hause und reichlich Thekenbetrieb mit einem Male mucksmäuschenstill, und alle lauschen gebannt dem Vortrag? Respekt!

Wir bedanken uns für die wie immer lückenlose Bild- und Tondokumentation bei Katee, die trotz überschrittener Zeit und frühem Aufstehen am nächsten Tag bis zum Schluss durchgehalten hat, sowie wieder einmal bei Martina "Fuchs" Maschke für die ganzen Fotos dieses Berichtes (nur das nebenstehende stammt von Holger Averes) sowie das Einsammeln der Kollekte. Und bei - neu im Team - Martina Frank, die sich nicht nur wunderbar um die technische Betreuung unserer Gäste und den Sound gekümmert hat, sondern nebenbei auch mal eben auf der Bühne stand, um ein Duett zu singen.

DANKE AN EUCH ALLE!

Reinhard Fricke Open Stage 2016
Reinhard Fricke mit Kay Bremer (B) und Boisy (Dr)

Martina Frank Open Stage 2016
Martina Frank auch mal auf der Bühne

Jochen Steckler Open Stage 2016
Jochen Steckler singt zwei Songs seiner CD "Peace to You"

Robby Ballhause Open Stage 2016
Robby Ballhause ebenfalls mit zwei Eigenkompositionen

Sydney Ellis Open Stage 2016
Blues von Sydney Ellis u.a. mit Eckart Gehde (G)

Ferdy Doernberg Open Stage 2016
Bluesrock mit Ferdy Doernberg...

Ralf Koopmann Open Stage 2016
...und mit Ralf Koopmann (Sax)

Jürgen Zöpel Open Stage 2016
Jürgen Zöpel singt zwei Balladen

Marc Sichter Open Stage 2016
Marc Sichter (G) sorgt u.a. mit Bob & Axel (B, G)...

Dirk Schröter Open Stage 2016
...und Dirk Schröter (D) für den krönenden Abschluss



11.10.16: Rückblick Jutta Weinhold Akustik Randale

Wegen des Feiertags kehrten wir ausnahmsweise eine Woche später aus der Sommerpause zurück, und es war, als es hätte es eine Pause nie gegeben: Es war knüppelvoll, alle freuten sich auf den Abend und die neue Southside Jam Saison. Nach der Begrüßung gab es zunächst wieder eine Runde mit der SSJ Houseband, bevor wir dann unsere musikalischen Gäste auf die Bühne holten.

Jutta Weinhold: SSJ Houseband
Die SSJ Houseband beginnt

Jutta Weinhold: Marc, Pepe & Arndt
Marc, Pepe & Arndt

Jutta Weinhold
Jutta Weinhold

Das waren dieses Mal Jutta Weinhold und ihre Formation Akustik Randale, zu denen ihr langjähriger Schlagzeuger Bubi „The Schmied“ Blacksmith, Gitarrist Holger Marx sowie in Personalunion mit der SSJ Houseband Arndt Schulz gehören. Jutta Weinhold zählt sicher zu den beständigsten und bekanntesten Rocksängerinnen Deutschlands. Seit ihren Anfängen in den späten 60er Jahren waren ihre wichtigsten musikalischen Stationen ihre Mitwirkung bei den Musicals "Hair" und "Jesus Christ Superstar", bei der Kultband "Amon Düül 2" sowie bei "Udo Lindenberg". Darüber hinaus veröffentlichte die Mitbegründerin des "Dramatic Metal" diverse Soloalben und war Kopf ihrer eigenen Band "Zed Yago". Neben Rock und Metal singt sie aber auch Blues und Gospel, und seit einiger Zeit betreibt sie neben der "Jutta Weinhold Band" das Projekt "Akustik Randale", welches Rocktitel in akustischer Instrumentierung interpretiert. Und das gelingt den Vieren ganz vorzüglich: Musik aus der Zeit, "als die Jungs noch lange Haare hatten", stand auf dem Programm, und das waren neben Hits wie "Hey Mr Tambourine Man" und "Lazy Sunday Afternoon" auch seltener zu Gehör gebrachte Rocksongs wie Led Zeppelins "Immigrant Song". Mehrstimmiger Gesang, zwei Akustikgitarren und ein Drumkit waren die Zutaten zu einem außergewöhnlichem und gleichzeitig sehr einschmeichelndem Sound.

Jutta zog das Publikum mit ihrer sympatischen Art von Anfang an auf ihre Seite. Man merkte sofort, dass da eine echte Überzeugungstäterin am Werke war. Die Zeit scheint spurlos an ihr vorübergegangen zu sein: Wo manch gleichaltriger Rock'n'Roll Recke mittlerweile Probleme hat, überhaupt noch auf die Bühne zu kommen, hat sie nach all den Jahrzehnten nichts von ihrer Kraft und Präsenz verloren. Einziges "Aufputschmittel" ist eine Kanne grünen Tees, um die Stimme zwischendurch etwas zu ölen. Auf ihrem T-Shirt kann man lesen "Make Love Not War". Was bei manchem wie Mode oder Masche wirkt, ist bei Jutta Lebensmotto. Und wenn man ihr zuhört und -sieht, scheinen Love and Peace wieder aufzuleben; im Publikum rückt man enger zusammen und klatscht und singt freudig mit. Und auch die Band hat Spaß: Als Frau Weinhold nach einer halben Stunde zur Pause ruft, raunt ihr Bubi von hinten zu: "Einen noch!" Sehr zur Freude aller.

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Jutta Weinhold's Akustik Randale

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Holger Marx, Jutta Weinhold, Bubi Blacksmith, Arndt Schulz

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Jutta, Bubi & Arndt

Zur großen Jamsession wurde es dann mal wieder recht kuschelig auf der Bühne. Pepe und Bubi wechselten sich am Drumkit ab, ebenso wie Arndt und Holger akustische und elektrische Gitarren tauschten. Chrille, Marc und Ecki nahmen ihre gewohnten Positionen ein, und dann ging es ab: von Dylan's "Like a Rolling Stone" über Van Morrison's "Gloria" zu einem fulimanten "Lady in Black" (mit Anca Graterol im Duett), bei dem das Publikum sämtliche Fischerchöre dieser Welt blass aussehen ließe. Zu "Come together" bat Jutta Martina Maschke dazu, und zum Abschluss wurde noch gemeinsam "You Can't Always Get what You Want" geboten. Die Stimmung war großartig, und so gab es trotz überschrittener Zeit als Zugabe noch "The Rose" von Betty Middler. Yeah!

Jutta Weinhold's Akustik Randale
Die große Jamsession

Jutta Weinhold: Arndt, Marc & Jutta
Arndt, Marc & Jutta

Jutta Weinhold mit Anca Graterol Jutta Weinhold mit Anca Graterol

Jutta Weinhold mit Martina Maschke
Jutta Weinhold mit Martina Maschke

Das war ein Start in die neue Saison, wie man ihn sich nur wünschen kann. Wieder einmal erwiesen sich unsere Gäste nicht nur als großartige MusikerInnen, sondern auch als wunderbare, liebenswerte Menschen. Und das Publikum als das beste der Welt!

Jetzt schauen wir gespannt in die Zukunft, was uns noch so alles erwarten wird. Da ist als nächstes die Open Stage im November, zu der wir keine Gäste eingeladen haben, sondern spontane Jamsessions stattfinden werden. Etwas langfristiger gesehen werden wir dann im Januar exakt 10 Jahre (!) Southside Jam feiern, was wir selbst kaum fassen können. Wir freuen uns drauf!


alle Fotos dieses Artikels: Martina Maschke
Ausnahme: die zwei Fotos mit Martina (von Holger Averes und Anca Graterol)


Jutta Weinhold mit Martina und Anca
Die drei Rockladies



28.07.16: Brechende Kinder und schreiende Liebe

Am vergangenen Montag spielten wir mit der Southside Jam Houseband ausnahmsweise einmal außerhalb und ohne musikalische Gäste. Für den obligatorischen Rückblick lassen wir an dieser Stelle einmal die heutige Böhmezeitung sprechen. Wir bedanken uns bei dem/der Reporter(in) für die positive Resonanz, möchten aber richtigstellen, dass unser Gitarrist Marc Hothan mit c und nicht mit k geschrieben wird, auch wenn der Blues tief ins Mark trifft (ebenso wie Pepe´s Gesang übrigens. Oder war´s jetzt doch der von Chrille?) Marc war an dem Abend jedenfalls gar nicht anwesend. Verschwiegen wurde dagegen Chrille, der wie üblich Bass spielte und nicht wie behauptet Pepe. Dieser befand sich nämlich an seinem gewohnten Platz hinter den Drums und nicht etwa unser Gitarrist Arndt.

Der Satz über abrupt brechende Kinder hat in unseren Köpfen wilde Bilder entstehen lassen, ebenso wie die Bemerkung, dass sich alle Körperteile bewegen wollten, und auch die Formulierung von nach Wiederholung schreiender Liebe hat für viel Amusement gesorgt. Wir wissen nicht, welche Drogen der/die Schreiber/in genommen hat, aber es sei ihm/ihr gegönnt. Alles weitere im folgenden:

Böhmezeitung 28.07.16
Böhmezeitung 28.07.16



03.05.16: Rückblick Mitch Kashmar Band

Ausnahmsweise gab es im Mai noch einen Extra Southside Jam. Eine sich derzeit auf Tour befindende internationale Bluesband aus USA und Deutschland hatte angefragt. Aus Gründen des Gebietsschutzes durften im Vorfeld leider keine Namen genannt werden, was unsere treuen Fans jedoch glüchlicherweise keinesfalls davon abhielt, zahlreich zu erscheinen. Und nach unserem Eröffnungsset ("Batman", "Kicks", "Yeh Yeh", "Ridin' in my car", "Purple rain" und "Honkytonk nighttime man" wurde das Geheimnis endlich gelüftet und die Mitch Kashmar Band angekündigt. Außer dem Namensgeber an Leadgesang und Bluesharp waren Andreas Bock (Drums), Jan Hirte (Guitar) und Nils van der Leyen dabei - treuen SSJ Fans durch Jams mit R.J. Mischo und Kat Baloun bereits bestens bekannt und in guter Erinnerung.

Mitch Kashmar Band
Die Mitch Kashmar Band

Mitch Kashmar Band
Jan Hirte, Andreas Bock & Mitch Kashmar

Mitch Kashmar
Mitch Kashmar

Mitch Kashmar und seine Band erwiesen sich als bestens aufeinander eingespieltes Team, wussten bei einem homogenen Bandsound mit virtuosen Soloeinlagen echte Highlights zu setzen und zeigten sich darüber hinaus sympatisch und publikumsnah. Da wurden alle Spielarten des Blues und seiner Artverwandten auf musikalisch höchstem Niveau dargeboten; der Bandleader selbst gilt nicht zu Unrecht als einer der führenden zeitgenössischen Harmonikaspieler. Jan Hirte wusste sowohl durch mitreißende Gitarrensoli als auch als banddienlicher Rhythmusgitarrist zu überzeugen, Pianist Nils van der Leyen ließ durch seine groovige linke Hand vergessen, dass die Band ohne Bassisten auftrat, und Drummer Andreas Bock trieb die Band mit seinen Rhythmen zu immer neuen Höchstleistungen an. Das ganze kam dabei so leicht, souverän und lässig rüber, dass sich das "beste Publikum der Welt" vom ersten Ton an sofort mitreißen ließ, begeistert mitklatschte und -sang und bei den leisen Passagen gebannt zuhörte. Nach gut 40 Minuten gab es dann eine Pause, zu der die Band jedoch nicht in der Garderobe verschwand, sondern am Bühnenrand stehend mit Fans plauderte, CDs verkaufte, Autogramme gab und sich überhaupt im Getummel sehr wohl zu fühlen schien.

Jan Hirte & Mitch Kashmar
Jan Hirte und Mitch Kashmar spielen am Bühnenrand

Mitch Kashmar & Marc Hothan
Jamsession mit Marc & Mitch Kashmar

Den dritten Set eröffneten unsere Gäste zunächst alleine, allerdings bereits etwas verstärkt durch Chrille, dessen cooles Bass-Spiel nicht nur dem Chef zu gefallen schien. Danach wuren nach und nach Marc, Arndt, Ecki und Pepe dazugebeten, und es wurde nach allen Regeln der Blueskunst gejammt. "Böckchen" (Andreas) betätigte sich zwischendurch als Publikumsanimateur, die drei Gitarristen wechselten sich gegenseitig ab, Nils und Ecki gaben zwischendurch den vierhändigen und Mitch behielt als Sessionleiter stets die Übersicht über Arrangements und gerechte Soloverteilung. Das war kurzweilig, hochklassig und vor allem ein großes Vergnügen für die Aktiven wie für die ZuschauerInnen.

Andreas
Andreas "Böckchen" Bock als Animateur

Mitch Kashmar Band & Southside Jam Houseband
Die große Jamsession

Jan Hirte und Chrille
Chrille und Jan

Nils van der Leyen & Ecki
Nils und Ecki

Und so verging die Zeit wieder viel zu schnell, und mit einem Male wurde uns klar, dass nicht nur dieser Abend zuende war, sondern mit ihm die gesamte erste Saison bei Arminia und Jürgen Becker und seinem Team, dem wir an dieser Stelle noch einmal unseren Dank aussprechen wollen. Nicht nur wir - die SSJ Houseband - sondern auch alle unsere Gäste und das Publikum haben sich bisher unglaublich wohl gefühlt. Wir freuen uns auf die nächste Saison.

Jamsession mit der Mitch Kashmar Band
Jamsession mit der Mitch Kashmar Band

Jamsession mit der Mitch Kashmar Band
Chrille, Jan Hirte, "Böckchen" & Mitch Kashmar

Surprise Surprise
Vorher...

Grande Finale
... und nachher: Grande Finale
alle Fotos dieses Berichts: Martina Maschke




08.03.16: Rückblick Carlini, Dodo Leo & Martin

Den gestrigen Abend bestritten nach der Eröffnung der Houseband ("Please send me someone to love", "Fire", "96 tears", "World without tears", "Standing in the rain") unsere Gäste Marino Carlini, Dodo Leo & Thomas Martin. Sie bezeichnen ihre Show selbst als "verwegene Unterhaltung mit Saiteninstrumenten, Perkussion und Gesang". Die drei Musiker und Songwriter schlossen sich vor ein paar Jahren zum Trio zusammen, um mit akustischen Gitarren, E- Gitarre, Bass, Cajon, Banjo, Manoline, Mundharmonika und Perkussion sowie Kazoo und dreistimmigen Satzgesängen eigene und gecoverte Songs aus Rock, Pop, Jazz, Blues und Soul auf eine eigene, originelle Weise zu interpretieren. Alle drei haben langjährige Liveerfahrungen sowohl in diversen Bands (u.a. Pride, Cissy Strut) als auch als Solokünstler hinter sich.

Carlini, Leo & Martin
Akkustischer Pop und Rock...

Carlini, Leo & Martin
...mit Marino Carlini, Dodo Leo & Thomas Martin

Die drei machten es sich auf der Bühne in vorderer Reihe so bequem, wie es der wenige Platz erlaubte, und brachten (im wahrsten Sinne des Wortes) locker vom Hocker viele Songs von ihrem jüngst erschienen Debutalbum "A night at the club" unter die Leute. Jeder hatte eigene Songs beigesteuert, die er selbst sang, jeweils unterstützt von den Kollegen. Die Instrumente wurden fast nach jedem Song munter gewechselt, man schmetterte dreistimmige Chöre ins Auditorium, bot neben englischsprachigen Titeln schon mal einen italienischen Song an und ließ sich auch von einer streikenden Gitarre nicht die Laune verderben. Im Gegenteil: Carlini, Leo und Martin hatten sichtlich Spaß, was sich entsprechend auf das Publikum übertrug. Selbiges wurde allerdings auch stark gefordert: Sing-a-long-Parts mehrsprachig und mit verteilten Rollen zeugen von großem Vertrauen in die musikalischen Fähigkeiten der Zuhörer.

Carlini, Leo & Martin
Drei Musiker und eine Menge Spaß und Instrumente

Carlini, Leo & Martin und die SSJ Houseband
Jamsession mit Carlini, Leo & Martin und der SSJ Houseband

Nach einer aufgrund der fortgeschrittenen Zeit sehr kurzen Umbaupause ging es dann mit der großen gemeinsamen Jamsession in die dritte Runde. Nun wurden sowohl wieder eigene Songs als auch mit z.B. "Lucky man" von ELP und Randy Newman´s "Rider in the rain" einige bekannte Titel zu Gehör gebracht. Unsere Gäste beschränkten sich auf ihre Stimmen und instrumentell auf eine Akkustikgitarre und etwas Handpercussion, überließen uns also weitestgehend das musikalische Backing und verteilten großzügig Soloparts, sodass Thomas Martins Song "I´m a hobo" deutlich länger als im Original ausfiel. Apropos Ausfallen: Selbiges mussten leider zwei Songs, die wir noch in petto hatten, denn es war mittlerweile schon nach elf. Den würdigen Schlusspunkt setzte schließlich der Dylan Evergreen "I shall be released", der unerklärlicherweise bisher bei noch keinem Southside Jam gespielt worden war.

Carlini, Leo & Martin und die SSJ Houseband
Jamsession mit Carlini, Leo & Martin und der SSJ Houseband...

Carlini, Leo & Martin und die SSJ Houseband
... auf einer gut ausgefüllten Bühne

Backstage

Eigentlich wäre mit diesem Southside Jam die Saison im April zuende gewesen, aber für alle FreundInnen unserer beliebten Reihe gibt es ausnahmsweise im Mai noch einen Nachschlag. Wer genau dann für musikalische Highlights sorgen wird, sagen wir an dieser Stelle noch nicht. Nur so viel sei verraten, dass es sich um eine hochklassige und international besetzte Bluesband aus USA und Deutschland handelt. Wir können nur jedem empfehlen, sich dieses besondere Highlight am 02. Mai nicht entgehen zu lassen.

Foto links: Backstage im Arminia Museeum
Foto links von Dodo Leo
alle anderen Fotos von Martina "Fuchs" Maschke




08.03.16: Rückblick Jorge & Chris

Der Southside Jam im März stand ganz im Zeichen des Rock'n'Roll: Stilecht was Musik und Outfit betrifft spielen unsere Märzgäste Jorge & Chris (Jorge Gomez und Christian Dahlke aus Gütersloh) authentischen Rock'n'Roll der fünfziger Jahre. Mit anspruchsvollen Arrangements und zweistimmigem Gesang beweisen die beiden, dass man mit zwei akustischen Gitarren und zwei Stimmen einen richtig fetten Sound erzeugen kann. Das Repertoire reicht von Rock’n’Roll Klassikern wie „Blue Suede Shoes“ oder „Hit the Road Jack“ bis hin zu sanften Balladen wie „Can’t Help Falling In Love“ oder „In The Ghetto“ von Elvis Presley.

SSJ Houseband
Eröffnung mit der Southside Jam Houseband; Foto: Martina "Fuchs" Maschke

Doch zunächst eröffneten wir den Abend mit der Southside Jam Houseband. Nach längerem waren wir endlich wieder zu fünft am Werke, denn Marc war zur großen Freude wieder dabei. Nach dem leider von einem Stromausfall unterbrochenen "T-Bone Shuffle" wurde mit "Honkytonk Blues", "Up the cripple creak", "I wish you would", "Trains I missed", Can´t buy me love" und "Just because" wieder eine bunte Mischung neuer Titel geboten.

Die zweite Runde gestalteten dann unsere beiden Gäste: Lässig, locker, tiefenentspannt und sympatisch präsentierten Jorge & Chris eine erstaunlich abwechslungsreiche Mischung aus Covertiteln, die jedoch zur allgemeinen Freude weit über das hinausgingen, was man sich unter dem Begriff "akustischer Rock´n´Roll" vorzustellen vermag. Neben obligatorischen Elvis- und Carl Perkins Titeln gab es beispielsweise CCRs "Looking out my backdoor" und sogar eine coole Version der vielgehassten Party-um-jeden-Preis-Westernhagen-Nummer "Mit 18". Charmant und augenzwinkernd waren auch Jorges Ansagen, filigran und geschmackvoll die Sologitarre von Chris. Und zusammen harmonisierten sie mit perfekt geführten zweistimmigen Gesangslinien und dezenten, aber bestens tragenden Gitarrenbegleitungen - alles dabei stilecht vorgetragen mit Rockabilly-Echo auf den Stimmen und passendem Outfit. Da war eine Zugabe unumgänglich.

Jorge & Chris
Relaxte Runde mit Jorge & Chris
Foto oben: Michel Devezeau
Foto rechts: Martina "Fuchs" Maschke


Jorge & Chris

In der dritten Runde ging es dann richtig zur Sache. Gemeinsam wurde mit Rock´n´Roll Klassikern wie "Burning Love", "Big Boss Man", "Jambalaya", "La Bamba" und "Johnny B. Goode" nach allen Regeln der Kunst das Haus gerockt; so massiv, dass es zu zwei weiteren Stromausfällen kam, was der guten Stimmung auf und vor der Bühne jedoch keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: eigentlich ist es ja das Ziel jedes überzeugten Rock´n´Rollers, solange und mit so viel Energie zu rocken, bis die Sicherung rausfliegt. Mit anderen Worten: Aufgabe erfüllt!

Jorge & Chris und die SSJ Houseband
Jorge & Chris jammen...
Foto: Martina "Fuchs" Maschke


Jorge & Chris und die SSJ Houseband
...mit der SSJ Houseband
Foto: Martina "Fuchs" Maschke




02.02.16: Rückblick Boogielicious

"Ihr habt immer so nette Gäste" sagte Arminia-Wirt Jürgen Becker zu uns, nachdem Eeco Rijken Rapp und David Herzel ihn begrüßt hatten. Das können wir auf jeden Fall so unterschreiben. Die beiden Virtuosen haben bereits Konzerte in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Belgien, England und Portugal gegeben und 4 CDs eingespielt. Neben dem Boogie als zentralem Element ihrer Musik erweitern sie Ihren Stil mit Rock'n'Roll, Blues und Jazz und orientieren sich dabei an der Musik von Größen wie Albert Ammons, Pete Johnson, Armstrong, Waller, Ellington und Art Blakey. Schlagzeuger David Herzel hat bereits u.a. mit Paul Kuhn, Gottfried Böttger, Junior Watson, Klaus Doldinger getourt und ist Preisträger des Kreativ-Preises Deutschlands. Sein Partner Eeco Rijken Rapp beherrscht viele unterschiedliche Piano-Stile, vom traditionellen Boogie Woogie, Blues und Swing, bis zum virtuosen Stride-Piano.

Boogielicious
Boogielicious: David Herzel und Eeco Rijken Rapp

Doch bevor unsere Gäste zuschlugen, präsentierten wir mit der Southside Jam Houseband wie immer einen komplett "neuen" Set. "Take it easy", "All I ever do", "Guitars and Cadillacs", "Blue Diamonds" und "Hey Mr Tambourine man" machten uns selbst viel Spaß und kamen beim "besten Publikum der Welt" - welches mal wieder zuverlässig zahlreich erschienen war - bestens an. Eine runde erste Runde!

Boogielicious
Soloset von Boogielicious...

Kay Steffens
...und mit Kay Steffens als Gast an der Bluesharp

Was Boogielicious danach in den nächsten 35 Minuten ablieferte, überraschte viele Zuschauer und überzeugte selbst den härtesten Skeptiker. Mit großer musikalischer Brillanz und gleichzeitig hohem Unterhaltungswert gaben die beiden Virtuosen einen Ausschnitt aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Uptempo-Boogies wechselten sich ab mit (leider immer seltener gehörten) Stridepiano-Nummern, es gab witzige Dialoge zwischen Piano und Drums, die eine oder andere Gesangsnummer inklusive Sing-along-Part und als kleines I-Tüpfelchen mit Kay Steffens einen von der Boogienight am 04.02.14 bereits bestens bekannten Gast an der Mundharmonika.

David Herzel bearbeitete in seinem Solo nicht nur Pepes Slingerland Drumkit, sondern benutzte bei einem Ausflug von der Bühne alles, was er unter seine Sticks bekam. Da mussten sowohl Tische und Gläser als auch die Rücken und Schultern des Publikums herhalten. Unser Stammgast Holger Averes meinte aber später, er "fühle sich geehrt, geschlagzeugt worden zu sein". Das Publikum ging kräftig mit, und einige hielt es nicht mehr auf dem Stuhl, und sie wagten ein Tänzchen.

Foto rechts: David Herzel beim Drumsolo auf dem Weg durch´s Auditorium

David Herzel


Boogielicious & die SSJ Houseband
Chrille, David, Arndt & Eeco

Nach einer kurzen Verschnaufpause gingen wir dann zur Jamsession über. In der Garderobe wurden schnell ein paar Songs durchgesprochen, aber da es sich bei "Caledonia", "Big boss man", etc um bekannte Standards handelte, gab es nur wenig Gesprächsbedarf und keinerlei Fragezeichen. Zunächst begannen David, Eeco, Arndt und Chrille, wobei sich Eeco und Arndt am Leadgesang abwechselten und sich gegenseitig die Solos zuwiesen, als spielten sie schon ewig zusammen. "Iko Iko" sang dann Pepe am Frontmikro, und zu den letzten drei Titeln gesellte sich auch Ecki noch dazu. "Flip, flop and fly" sollte eigentlich den Schlusspunkt dieser wunderbaren Session markieren, aber da lautstark Zugabe gefordert wurde und wir noch etwas Zeit hatten, gab es noch "One Scotch, one bourbon, one beer" mit Pepe am Schlagzeug, Ecki an Piano und Leadgesang und Eeco an der Orgel. Den krönenden Schlusspunkt setzten dann aber unsere Gäste noch einmal zu zweit mit einem schwindelerregenden Stridepiano-Instrumental. Oh yeah!

Boogielicious & SSJ Houseband
Die große Session...

Boogielicious & SSJ Houseband
...mit Boogielicious und der SSJ Houseband

Damit ging mit vielen glücklichen Gesichtern auf allen Seiten (Publikum, Musiker und Gastroteam) ein weiterer großartiger Southside Jam zuende. Wir freuen uns auf noch zwei "reguläre" plus einen "Überraschungs-Jam" im Mai mit erstklassigen musikalischen Gästen bei hoffentlich derselben tollen Stimmung und Resonanz wie bisher.

David, Arndt, Ecki & Eeco
David, Arndt, Ecki & Eeco

Grande Finale
Grande Finale

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke



05.01.16: Rückblick Reiner Schöne & Band

Dass der erste Southside Jam im neuen Jahr sehr gut besucht werden würde, wurde uns aufgrund der zahlreichen Voranmeldungen bei Arminia Wirt Jürgen Becker ziemlich früh klar. Ob jedoch angesichts des plötzlichen Wintereinbruchs auch alle kommen würden? Unsere Sorge erwies sich als unnötig, denn pünktlich zum Auftaktset der SSJ Houseband um halb neun war es proppevoll und schön kuschelig. Passend zum neuen Jahr gab es "neue" Stücke zu hören ("Loving arms", "Strange Brew", "Honkytonk Song", "Lonesome, I could Cry", "Dead Flowers"), und danach freuten wir uns alle auf den Gast des Abends, Reiner Schöne. Der aus Weimar stammende Schauspieler, Synchronsprecher, Songschreiber und Sänger spielte Theater, drehte Filme und nahm diverse Schallplatten auf (zunächst in der DDR, ab 1968 in der Bundesrepublik). Er war u.a. Hauptdarsteller in den deutschen Erstaufführungen der Musicals "Hair" und "Jesus Christ Superstar", blieb 1985 nach den Dreharbeiten zur Disneyserie „Die Rückkehr zur Schatzinsel“ in Amerika, drehte
Chrille & Arndt
Chrille und Arndt von der SSJ Houseband, Foto: Michel Devezeau
dort u.a. mit Clint Eastwood, Lee van Cleef und Kris Kristofferson und spielte in erfolgreichen Serien wie „Startrek - Das nächste Jahrhundert“, „Babylon 5“, "MacGyver", "Matlock", "Mord ist ihr Hobby" und "Sliders". Nach seiner Rückkehr aus Amerika 2002 setzte Schöne mit Kino-Komödien wie "Otto - Der Katastrofenfilm" und "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" und vielen TV- und Kinofilmen seine Karriere in Deutschland fort ("Die Teufelskicker", "Snowman´s Land", "Die Trixxer", "Die vierte Macht", "The Child") und ist nach wie vor erfolgreich als Sänger unterwegs.

Reiner Schöne
Solosongs von Reiner Schöne, Foto: Michel Devezeau
Reiner Schöne
Kleine Lesung mit Reiner Schöne, Foto: Michel Devezeau

Für die folgenden knapp 40 Minuten gab es von "Reini" einen wirklich bunten Soloauftritt, in dem er eigene deutschsprachige Lieder und englischsprachigen Blues zum besten gab, sich selbst auf der Akustikgitarre begleitend. Dass er dabei die gesamte Zeit über einen Arminia Schal trug, freute nicht nur die Arminen Frank Willig und Jürgen Becker. Gegen Ende las Reiner noch einige äußerst unterhaltsame Anekdoten aus seinem Buch, in denen auch die Mitglieder der Reiner Schöne Band - die zwischen Ende der 70er und Mitte der 80er Jahre deutschlandweit unterwegs war - vorkamen. Damit schlug er den perfekten Bogen zum dritten Set, zu welchem sich die komplette (!) Band von damals wieder zusammengefunden hatte.

Reiner Schöne Band
Die Reiner Schöne Band, Foto: Chrille
Manne Kraski & Reiner Schöne
Manne Kraski & Reiner Schöne, Foto: Chrille

Neben Arndt fanden sich Manfred "Manne" Kraski (Git.), Erwin Giebelhausen (Bass) und wechselweise Thomas Weber und Werner Löhr am Schlagzeug sowie als einziges Nichtmitglied Ecki auf der Bühne ein. Obwohl die Band seit etwa 30 (!) Jahren nicht mehr zusammen aufgetreten war, klappten die alten Songs ("Eberhard", "Hey du", "Blumenkohl aus Amsterdam", "Öko-Walzer" etc) ganz hervorragend, und die gute Laune auf der Bühne sprang sofort auf das Publikum über.

Reiner Schöne & Arndt Schulz
Reiner Schöne & Arndt Schulz, Foto: Michel Devezeau
Reiner Schöne
Reini an der Bluesharp, Foto: Michel Devezeau

Zum Schluss gab es noch einen feinen Slow-Blues mit ausgedehnten Solopassagen und einem entfesselten Reini an der Bluesharp und daran anschließend Gruppenfotos und viele tolle Resonanzen aus dem Publikum. Und es waren sich alle einig, dass man bis zu einem weiteren gemeinsamen Gig nicht wieder 30 Jahre warten wolle (was angesichts des Durchschnittsalters der Band auch wenig sinnvoll erscheint).

Reiner Schöne Band
Die Reiner Schöne Band, Foto: Michel Devezeau
Reiner Schöne Band
Bluestime, Foto: Chrille

Reiner Schöne Band
Finale, Foto: Chrille
Finale Reiner Schöne Band
v.l.n.r.: Thomas Weber, Frank Willig, Manne Kraski,
Jürgen Becker, Reiner Schöne, Chrille, Ecki, Erwin Giebelhausen,
Arndt, Werner Löhr, Foto: Michel Devezeau




01.01.16: Southside Jam Special mit Überraschungsgästen am 02. Mai 2016

Das neue Jahr fängt gut an, denn wir freuen uns, an dieser Stelle ein Southside Jam Special für den Mai 2016 ankündigen zu können. Normalerweise gehen wir nach dem Southside Jam im April in die Sommerpause, aber aus gegebenen Anlass haben wir für Montag 02.05.16 ein Southside Jam Special mit Topgästen geplant. Ein Leckerbissen für alle Blues & Boogie Fans steht auf dem Programm. Mehr wird nicht verraten, aber wir freuen uns schon sehr auf diesen Abend.



08.12.15: Rückblick Robert Carl Blank

Nachdem die letzten Veranstaltungen bestens besucht gewesen sind, war es beim gestrigen Southside Jam ein wenig lockerer gefüllt. Wahrscheinlich wirkte sich der Vorweihnachtsstress doch deutlicher aus als man vermutet hätte, und manch einer mag auch an dem einen oder anderen Glühweinstand versackt sein, jedenfalls konnte dieses Mal jede(r) dem Treiben auf der Bühne auch ohne Blick auf die zahlreichen Videomonitore bestens folgen, was einige wohl als sehr angenehm empfunden haben dürften. Wie immer eröffneten wir mit der SSJ Houseband den Abend mit einem gänzlich neuen Set, darunter als einziges Weihnachtlied "Sleigh Ride" sowie Countryjazz ("Miles and Miles of Texas"), Blues ("Blue as blue Can Be") und Rock'n'Roll ("Rock'n'Roll Again"). Um es in der vorweihnachtlichen Terminologie auszudrücken: Es wurde ein schöner bunter Teller gereicht.

Southside Jam Houseband
Die erste Runde mit der Southside Jam Houseband

Danach gab es ein Soloset unseres musikalischen Gastes: Der 1975 in der Nähe von Frankfurt am Main geborene Gitarrist und Sänger tschechischer Abstammung Robert Carl Blank ist ein Weltenbummler im musikalischen wie im eigentlichen Sinne. Er besuchte England, die USA und Australien, wo er verschiedenste musikalischen Eindrücke sammelte, die er in auf diversen Solo-Alben veröffentlichten eigenen Songs und ungezählten Konzerten in ganz Deutschland und darüber hinaus verarbeitete. Desweiteren ist Robert Carl Blank ein passionierter Fallschirmspringer und hat ein Studium der Politikwissenschaften und Amerikanistik an der Uni Frankfurt absolviert. Seit 2003 ist er als Solokünstler unterwegs, nachdem er jahrelang in diverse Bandprojekte involviert und auch als Künstlerbegleiter tätig gewesen ist.

Robert Carl Blank
Robert Carl Blank mit Gitarre...

Robert Carl Blank
...Dobro...

Robert Carl Blank
...und Elektro-Bassdrum

Robert legte eine wirklich beeindruckende Solorunde hin. Er interpretierte ausschließlich eigenes Material, darunter auch neue, bisher unveröffentlichte Songs, die auf dem nächsten Album erscheinen werden. Robert spielte alle dynamischen Möglichkeiten voll aus, umgarnte mit seiner gefühlvollen, warmen Stimme die Ohren und Herzen der ZuhörerInnen und begleitete sich selbst souverän wahlweise auf Akkustikgitarre und Dobro sowie mit einem unaufdringlichen Bassdrumgroove. Seine ausgeklügelten aber niemals kopflastigen Kompositionen waren auf angenehme Weise abwechslungsreich, und die gezielt eingestreuten Singalong-Parts wurden vom Publikum sofort mit viel Gefühl aufgegriffen. Ein Hochgenuss (nicht nur) für Freunde der gehobenen Singer-Songwriterkunst - Chapeau!

Robert Carl Blank und die SSJ Houseband

Auch die dritte - gemeinsame - Runde wurde ausschließlich mit Songs aus Roberts Feder gestaltet. Zwar hielten wir uns über weite Strecken an die vorgegebenen Arrangements, dennoch wurden die Möglichkeiten zum ausgiebigen Jammen - wo sie denn vorhanden waren - voll ausgenutzt. Und das machte unglaublichen Spaß und zeigte, dass nicht immer nur der übliche 12-Takter-Blues herhalten muss, wenn man frei improvisieren möchte. So wurden die Songs dann etwas länger als geplant, und wir mussten auch dieses mal die 23 Uhr Grenze ein kleines bißchen überziehen - was jedoch weder Robert, uns, dem Gastroteam oder dem Publikum etwas ausgemacht hätte. Dazu war es viel zu nett.


links: Robert Carl Blank und die SSJ Houseband jammen

alle Fotos dieses Berichtes: Martina "Fuchs" Maschke





03.11.15: Rückblick 9th Open Stage Night

Einmal im Jahr (traditionsgemäß jeweils im November) laden wir keine musikalischen Gäste ein. Stattdessen gab es gestern die (mittlerweile neunte) Open Stage, bei der MusikerInnen spontan teilnehmen konnten, egal ob als Einzelkünstler, Duo oder komplette Band, Amateur oder Profi. Voranmeldungen dazu waren nicht notwendig. Wer mitmachen wollte, meldete sich einfach bei Pepe oder Ecki an, die dann die Reihenfolge der Auftritte festlegten. Pro Formation wurden 1-2 Titel gespielt, dann wurde gewechselt.

Golliwog
Den Anfang machte die hannoversche Ur-Formation "Golliwog"


Martina Maschke & Ecki Hüdepohl
Martina Maschke gab zwei Ufa-Klassiker zum Besten

Robby Ballhause
Robby Ballhause ließ sich von der SSJ Houseband begleiten


Jan Göritz
Danach gab es eine Solo-Performance von Jan Göritz

Iceman´s Bruder Band
Die "Iceman´s Bruder Band" spielte eigene Rocksongs


Ricky Becker
Ricky Becker alias Thomas von Borstel ("Melissa" auf deutsch)

Martina Frank
Martina Frank & die SSJ Houseband mit Blues & Country


Patsy Hüdepohl
Patsy Hüdepohl mit zwei selbstkomponierten Titeln
Sydney Ellis
Sydney Ellis gefiel es im Oktober so gut und machte wieder mit


Hanz Marathon
Hanz Marathon jammte mit seinem Looper

Videoprojekt Martin Hartmann
Das "Videoprojekt Martin Hartmann" spielte Rocksongs...


Videoprojekt Martin Hartmann
...in verschiedenen Besetzungen

Roy Bush
Unser Dauergast Roy Bush interpretierte zwei Songs von Elvis


Heiko Kamann Band
Zwei eigene Songs gab es dann von der Heiko Kamann Band

Danach kam Gitarrist und Sänger Reinhard Fricke an die Reihe. Gemeinsam mit der SSJ Houseband wurde Bluesrock von Stevie Ray Vaughn und Peter Greene gejammt. Leider gibt es kein Bildmaterial von diesem Auftritt, was uns sehr leid tut. Wir bitten um Entschuldigung.

Fabian Huch & Paul Jacobi
Eigene Songs gab es auch von Fabian Huch & Paul Jacobi


Annie Chojnacki
Annie Chojnacki mit Jan Siegfried und der SSJ Houseband

Jan Odes
Gitarrenballaden mit Jan Odes zum Abschluss

Die Liste der angemeldeten MusikerInnen war - wie anhand der zahlreichen Fotos (Dank an Martina Maschke) zu sehen - wie fast immer bei der Open Stage Night sehr lang, aber Vielfalt und Qualität aller Beiträge ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Und da es bei Arminia keine Deadline gibt, durften wir ausnahmsweise noch ein Stündchen dranhängen, sodass tatsächlich alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Danach entließen wir ein zufriedenes Publikum und uns selbst hinaus in eine neblige Novembernacht mit angenehmen Gedanken und voller Vorfeude auf den November 2016, wenn wir dann die zehnte Open Stage Night zelebrieren können. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei allen aktiven MusikerInnen für ihre wunderbaren Beiträge. Und wir bedanken uns auch für die großartige Kollegialität untereinander: Keiner überzog, die Umbaupausen blieben minimal, und alle begegneten sich mit viel Respekt und Freundlichkeit. So machte es wirklich allen Spaß - auf, vor und hinter der Bühne. DANKE!



06.10.15: Rückblick Sydney Ellis

Der erste SSJ nach der Sommerpause fand am gestrigen Abend erstmals in unserer neuen Location - dem Arminia Vereinslokal - statt. Leichte Befürchtungen, unsere Fans könnten den Wechsel vielleicht nicht akzeptieren, wurden schnell zerschlagen, denn bereits am frühen Abend füllte sich der Laden zunehmend, und als wir um halb neun starteten, war es wie gewohnt richtig schön voll. Zu dem besonderen Anlass hatten wir mit Sydney Ellis auch eine ganz besondere Künstlerin eingeladen. 1947 in Red Jacket, West Virginia geboren und in Cleveland, Ohio aufgewachsen wohnt sie mit Ihrem Ehemann und Bassisten Kevin mittlerweile in der Nähe von Bremen. Sydney´s Musik reicht von Blues über Soul bis Gospel. Sie ist eine charmante Entertainerin, was sie bei einem kurzen Gastauftritt beim SSJ vor einiger Zeit bestätigt hatte. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, hatte sie gestern auch noch Geburtstag.

Southside Jam Houseband
Die Southside Jam Houseband; Foto: Martina Maschke

Nachdem der Chef des Hauses Jürgen Becker die zahlreichen Gäste begrüßt und sich und sein Team vorgestellt hatte, begannen wir mit dem ersten Set, der auch dieses Mal mit dem traditionellen "T-Bone Shuffle" eröffnet wurde. Danach gab es angesichts der bevorstehenden Bluessession ziemlich viel Country ("River Runs Deep", "Passionate Kisses", "Another Reason Not to Drink") und mit "Wacky Tobacky" und "Yellow Submarine" etwas Kontrastprogramm. Nach kurzer Umbaupause und einem Ständchen und Blumen für das Geburtstagskind wurde es dann im zweiten Set deutlich blueslastiger. Gemeinsam mit Ihrem Ehemann Kevin am Bass sowie Marc, Arndt und Pepe und später Ecki wurde fleißig gejammt, und Sydney mischte sich publikumsnah unter die Leute. Die Spielfreude war gewaltig, die Zeit verging wie im Fluge, und fast hätten wir die Pause vergessen. Im dritten Set übernahm dann Chrille den Bass, und wir widmeten uns den etwas traditionelleren Titeln wie z.B. "Everyday I Have the Blues", "Stormy Monday Blues"und "Talk to Me Baby".

Als um kurz nach elf dann eigentlich Schluss sein sollte, nahmen die Zugabenrufe jedoch kein Ende, sodass Sydney als krönenden Abschluss noch eine zu Herzen gehende A-Capella-Version von "Amazing Grace" hinterherschob und damit ein rundum zufriedenes Publikum und eine glückliche SSJ Houseband zurückließ. Glücklich waren auch Jürgen Becker und sein Team. Mit so vielen Leuten und einem solch schönen Abend hatten sie trotz allem Optimismus wohl doch nicht gerechnet. Das war ein Einstand nach Maß!

Sydney Ellis & SSJ Houseband
Sydney und Kevin Ellis & SSJ Houseband...
Foto: Michel Devezeau


Holmes & Watson & Southside Jam Houseband
...jammen erstmalig bei Arminia
Foto: Michel Devezeau


Sydney Ellis & Pepe
Sydney und Pepe
Foto: Michel Devezeau


Sydney Ellis & Marc
Sydney Ellis & Marc
Foto: Michel Devezeau